09 #IndustryTalk: Edelmetallverfolgung im Fokus – Transparenz, Kontrolle und Digitalisierung

Shownotes

In dieser Folge von #IndustryTalk sprechen wir mit Werner Kainz, einem erfahrenen Experten für Edelmetallcontrolling, über die Besonderheiten der Edelmetallverfolgung. Gemeinsam beleuchten wir, wie Unternehmen Materialströme über physische, virtuelle und buchhalterische Ebenen hinweg transparent und kontrollierbar machen.

Der Experte zeigt, warum selbst kleinste Abweichungen große Auswirkungen haben können, welche Rolle die Edelmetallbuchhaltung spielt und wie moderne IT- und ERP-Systeme dabei helfen, Daten präzise zu verarbeiten und Risiken zu minimieren.

Hier geht's zur Podcast-Folge bei YouTube: https://youtu.be/4K6qiSVkBVc

Erfahren Sie mehr über Scheer IDS: http://www.scheer-ids.de

Newsletter abonnieren: http://www.scheer-ids.com/de/newsletter

Kontakt aufnehmen: http://www.scheer-ids.com/de/unternehmen/kontakt

Folgen Sie uns auf LinkedIn: http://www.linkedin.com/company/scheer-ids/

Transkript anzeigen

0: Willkommen zu re:invented dem Business Podcast von Scheer IDS.

0: Wir sprechen über Cloud Prozesse und digitale Transformation.

0: Praxisnah, verständlich und immer mit Blick auf das, was

0: Ihrem Unternehmen echten Mehrwert bietet.

0: Ich bin Susan Zare und sage Hallo zu dieser Folge.

0: Heute schauen wir in eine Branche, die ja auch im Hintergrund arbeitet

0: und trotzdem entscheidend ist für globale Lieferketten, technologische Innovationen

0: und auch die Energiewende.

0: Die Edelmetallbranche.

0: Also Gold, Silber, Platin, aber auch Metalle wie Kobalt oder Wolfram.

0: Rohstoffe, die unverzichtbar sind für diese Welt,

0: etwa für Hightech, aber auch...oder nachhaltige Technologien.

0: Und gleichzeitig wächst der Druck, denn die Preise schwanken,

0: die Risiken nehmen zu und die Transparenz wird immer wichtiger,

0: also die Herkunft, die Verarbeitung und die Prozesse.

0: Alles soll nachvollziehbar sein. Wie kann das gelingen?

0: Und welche Rolle spielen dabei

0: Edelmetallcontrolling und die Verfolgung von Materialströmen?

0: Darüber möchte ich heute sprechen. Mit Werner Kainz.

0: Er ist Industriekaufmann, Bilanzbuchhalter, bringt

0: jahrzehntelange Erfahrung im Edelmetallcontrolling mit,

0: unter anderem in leitender Funktion bei einem großen internationalen Konzern.

0: Dort war er weltweit verantwortlich, unter anderem für das Risiko Controlling

0: im Edelmetall Handel mit einem Volumen,

0: um die Zahl mal zu nennen, von über 10 Milliarden €.

0: Ich freue mich, mit Ihnen in dieses Thema einzusteigen.

0: Ich grüße Sie Herr Kainz, Hallo!

0: Guten Tag, Ich grüße Sie, Frau Zare.

0: Ich würde vielleicht erst mal gerne so ein bisschen eine Begriffsklärung machen.

0: Und davor würde ich aber gerne so ein bisschen persönlich mit Ihnen einsteigen.

0: Deswegen wäre meine erste Frage Was hat Sie denn ursprünglich

0: in die Edelmetallbranche geführt oder was hat Sie fasziniert an diesem Thema?

0: Gut, das war eigentlich der Eintritt in

0: die von Ihnen beschriebene Firma

0: als Bilanzbuchhalter in der Abteilung Bilanzen und Steuern.

0: Und damals war ich mit 24 Jahren der jüngste Mitarbeiter.

0: Und wie das so ist, bekommt man dann ja mal was hingestellt zum Arbeiten.

0: Und das waren dann sogenannte kleinen Firmen,

0: die mit Edelmetall zu tun hatten, Edelmetall in den Bilanzen hatten

0: und es ging also darum,

0: dann zu bewerten und Steuererklärungen zu machen, Bilanzen zu machen.

0: Und so weiter.

0: Und ja, und das war der Anfang.

0: Mit Edelmetallen in Berührung zu kommen.

0: Und dann habe ich ein bisschen so hobbymäßig

0: bin ich handwerklich und und und physikalisch

0: sehr interessiert, was die Produkte damit angeht.

0: Weil Edelmetall ist ja nicht nur Schmuck, sondern das findet sich ja in 1000

0: technischen Produkten wieder und das hat mich interessiert.

0: Und ja, und von da an hat mich das nie mehr losgelassen.

0: In meinem ganzen Werdegang habe ich dann Positionen eingenommen,

0: die dann weitgehend immer noch mit dem Edelmetall zu tun hatten.

0: Ist halt eben was.

0: Sehr zum Schluss war es eben

0: die Zuständigkeit fürs Edelmetallcontrolling weltweit.

0: Ja, es hat eben was sehr, sehr vielfältiges Edelmetall.

0: Und dann gibt es diese ganzen Begrifflichkeiten, die dann ganz schnell auftauchen.

0: Ich würde gerne erst mal Sie fragen,

0: was genau versteht man denn unter Edelmetallverfolgung?

0: Ist das eigentlich eine Wortschöpfung?

0: Erst mal was ist es oder um was handelt es sich?

0: Was ich, was ich betrachte, das ist das Edelmetall.

0: Da kann ich dann auf Gliedern.

0: Welche sind das über Platin, Gold, Silber, Iridium, Rot oder

0: Dann habe ich die in Hand.

0: Und was passiert mit denen?

0: Und weil die besonders wertvoll sind,

0: will ich also auch genau wissen Wo sind die?

0: Ja. Und zum Schluss muss ich ja

0: wieder am Jahresende eine Inventur machen, muss

0: bilanzieren, muss eine Bewertung hinterlegen,

0: ob das betriebswirtschaftlich, handelsrechtlich oder eben dann

0: für die Steuererklärung ist und

0: und wenn man jetzt sagt edel verfolgen System ist das ja

0: es ist es dann etwas, was ein Unternehmen es vereinfacht.

0: Diese Edelmetallverfolgung zu machen?

0: Ist das in meinem in meinem Verständnis richtig?

0: Wie kann man das Edelmetall verfolgen System dann nachvollziehen?

0: Ja, System oder systemisch?

0: Den Begriff muss man halt dann verwenden, wenn man guckt,

0: in welcher Form dann dieses Edelmetall vorhanden ist.

0: Und zwar vorhandenes,

0: eben Metall, was ich als mein Eigentum Betrachtung

0: Edelmetall, was ich gekauft habe, also sprich Eigentum.

0: Wenn ich also etwas Geld bezahlt habe,

0: meine Kasse wird weniger und auf der anderen Seite

0: habe ich den Besitzanspruch von Gold oder Edelmetall, sage ich mal,

0: und dieses Metall finde ich

0: naturgemäß irgendwo im Lager.

0: Das ist einfach.

0: Ja, beim Edelmetall...

0: ist es fast auch wie ein paar anderen Rohstoffen auch.

0: Sie kaufen etwas, haben es aber noch nicht,

0: weil es erst verschifft werden muss oder sonst irgendwie.

0: Und bis es bei ihnen im Lager ist, dauert eine Zeit.

0: Trotzdem ist es schon Ihr Eigentum.

0: Sie haben es ja schon bezahlt.

0: Also dann ist es auch schon ein Lagerbestand

0: unterwegs befindliche Ware, wie der Bilanzierende sagt.

0: Ja und zeigt, dass unter der Position Rohstoffe in seiner Bilanz

0: Beim Edelmetall...

0: gibt es aber noch ganz andere Spielchen.

0: Es gibt Ihnen jemand das Edelmetall und sagt Mach mir etwas daraus,

0: dann haben Sie Edelmetall in Hand.

0: Wenn Sie Inventur machen, finden Sie Edelmetall, aber es gehört Ihnen nicht.

0: Das hat also

0: auch in Ihre Bilanz nichts zu suchen, weil Sie haben dafür kein Geld bezahlt. Ja,

0: und so gibt es eine ganze Menge von von Situationen, wo es wichtig ist,

0: wie verhält sich mein Eigentumsgedanke ausspricht, was ich habe ich bezahlt

0: zu dem, was ich in Händen habe oder nicht in Händen habe

0: und das Ganze zum Schluss

0: stimmig zu machen oder abstimmbar zu machen, ist es auch richtig,

0: was ich da jetzt zum Schluss bilanzieren will als mein Eigentum, dann

0: Dafür brauche ich eine ganze Menge Komponenten und das würde ich dann,

0: wenn ich die zusammenfasse und ja abstimmbar mache,

0: dann spreche ich von einem System.

0: Aber warum ist diese Nachverfolgung von Edelmetallen

0: so viel komplexer als bei anderen Rohstoffen?

0: Was genau ist das?

0: Es ist wichtig und notwendig wegen der wohl wegen der Wertfindung

0: in diesem Edelmetall, wenn Sie große Preisschwankungen haben.

0: Sie brauchen sich ja nur die Marktkurve Marktpreis Kurve von Gold an

0: zu sehen, die Sie jeden Tag in der Tageszeitung lesen können,

0: dann ist es schon enorm wichtig,

0: Sie können nicht einfach ein Kilo Gold kaufen und dann auf einen Auftrag warten

0: und dafür dann irgendwelche Bond Rede machen und dann in vier Wochen

0: oder sechs Wochen, wenn sie das gefertigt haben, verkaufen wollen.

0: Und der Kunde wird ihnen dann sagen Aber das Gold ist doch viel weniger wert.

0: Das nehme ich nicht für dieses Ja, also Sie müssen sich preislich

0: dann einigen, das heißt, Sie einige sich auf den Preis, der heute gilt,

0: dann müssen Sie auch für diesen Preis dann liefern,

0: egal wo der Preis dann in Zukunft ist.

0: Und daraus ergibt sich zwangsläufig eine Verfolgung der Mengen,

0: die Sie für diesen Auftrag wieder vorsehen.

0: Und zwar von Anfang an, vom Auftragseingang bis zum Ausgang.

0: Jetzt weiß ich ja keins, dass diese Edelmetallverfolgung

0: in Ebenen unterteilt werden kann.

0: Ich habe verstanden, dass es drei Ebenen sind.

0: Kann man die als physisch, virtuell und buchhalterisch aufteilen?

0: Die. Würden Sie diese drei Ebenen uns erst mal kurz einleiten? Ja.

0: Rein physisch unterscheidet sich eigentlich gar nichts von einem ganz normalen Rohstoff.

0: Ja, Sie haben Edelmetall.

0: Das kaufen Sie. Und das landet in Ihrem Lager.

0: Und Sie verwenden das.

0: Das ist eine ganz normale, Glatte.

0: Wie ein Kassenbuch.

0: Sie haben Plus und Minus und gucken unten drauf, was da steht.

0: Und dann machen sie Inventur.

0: Und dann stellen Sie fest Das stimmt oder Stimmt nicht.

0: Das wäre die erste physische Ebene, Richtig?

0: Das ist nun mal normale physische Ebene.

0: Da bewegt sich Metall und und per

0: inventurgleichen sie auch ab, ob das noch alles da ist und richtig ist.

0: Wenn nicht, haben sie halt einen Diebstahl oder sonst irgendwie eine Stelle,

0: wo das verschwindet, müssen sie halt dann klären.

0: Aber das sind andere.

0: So, das ist also soweit einfach.

0: Und wenn Sie moderne Systeme haben, Fertigungssysteme haben,

0: dann unterstützt auch eine Software wie beispielsweise SAP

0: ganz klar auch die Entnahme aus dem Lager

0: in die Produktionsstätte für ihren Kostenträger.

0: Was Sie fertigen an...

0: an Waren und Sie wissen dann zum Schluss, wenn das Gerät oder was auch immer oder

0: das Produkt fertig ist, wie viel von diesem Ausgangsprodukt,

0: was sie vom Lager geholt haben, was eine Identifikationsnummer

0: hat, eine Stoffnummer hat, wie viel darin enthalten ist,

0: das können Sie alles tracken mit diesen Dingen.

0: Aber das ist alles eine eine ganz normale

0: Fortschreibung, wie in einem Kassenbuch.

0: Jetzt haben Sie aber so ein Kilo Edelmetall.

0: Sprechen wir mal immer von Gold, weil Metall.

0: Das landet dann zum Schluss in zehn oder

0: 20 Produkten mit mit kleinen Anteilen

0: und geht zu unterschiedlichen Zeitpunkten

0: aus der Firma raus an ihren Kunden.

0: Und damit wird ja Ihr Bestand von dem

0: ein Kilo, den sie ursprünglich mal hatten, im Lager immer weniger.

0: Und die Frage ist,

0: war es Ihr eigenes Metall, was Sie gekauft haben oder

0: war es unter Umständen dem Kunden sein eigenes Metall, was da raus gegangen ist?

0: Also das wäre dann quasi die virtuelle

0: und dann auch die buchhalterische Ebene, die ich betrachte müsste da kommen.

0: Da kommen sie dann langsam in eine andere Ebene hinein,

0: die dann wieder rein physischen Bewegung als Basis.

0: Ist die noch vorhanden? Selbstverständlich.

0: Aber es wird dann immer filigraner, weil sie dürfen zum Schluss

0: bei den ganzen Bewegungen die Wertfindung dafür nicht vergessen.

0: Wir sprechen da ja auch von natürlich Mengen.

0: Ich kann mir vorstellen, dass man das

0: nicht einfach nachzählen kann, aber ich frage mich,

0: wie behalten denn dann Unternehmen diese drei Ebenen,

0: also eine physische, eine virtuelle, eine buchhalterische im Griff?

0: Wie kann das funktionieren?

0: Kann ja nicht jeden Tag durchzählen gehen.

0: Also ich kann natürlich nur für die Firma

0: reden, aus der ich diese ganzen Erfahrungen schöpfe und

0: kann sagen,

0: das war nicht zu allen Zeiten einfach.

0: Ja, als ich den Job damals im Controlling übernommen habe.

0: Jetzt muss ich aufpassen.

0: Da ist sehr viel aus dem Nähkästchen plaudern, da war schon manches im Argen.

0: Das glaube ich, dass das vor allen Dingen auch in der Vergangenheit ohne

0: die technischen oder auch die Software Möglichkeiten hochkomplex war.

0: Was sind denn mittlerweile die Möglichkeiten, die wir haben, um das zu vereinfachen?

0: Zumindest vereinfachen möchte ich noch nicht mehr sagen,

0: aber zumindest die Möglichkeiten sind heute über die IT

0: Unterstützung dann für sie wesentlich besser wie vor 40 Jahren.

0: Also das ist eindeutig.

0: Und gerade so komplexe Systeme

0: wie SAP, die bieten also wahnsinns Möglichkeiten und dann trotzdem

0: es fehlt dann immer noch dieses typische und ja,

0: das war auch im Rahmen von SAP die Dinge, die ich da teilweise installiert habe.

0: Ja, Sie haben gerade von diesen Wahnsinns Möglichkeiten gesprochen.

0: Was sind denn, was muss denn ein System leisten, damit da so eine Transparenz

0: gewährleistet ist, Damit man nachvollziehbar arbeiten kann?

0: Also spätestens für den Wirtschaftsprüfer

0: oder Steuerprüfer, also die Leute, die dann wieder aufs Geld schauen,

0: ist es dann wichtig, dass sie

0: irgendwie nachweisen können, was ihnen gehört

0: und was das Ding wert ist, was ich dafür bezahlt haben.

0: Denn damit steht und fällt zum Schluss auch ihr Bilanz Ergebnis und darunter

0: natürlich irgendwo das Betriebsergebnis, wenn Sie das zurechnen.

0: Ich würde gerne von dieser Vogelperspektive der drei Ebenen

0: jetzt mal in eine dieser Ebene noch mal ein bisschen mehr zoomen,

0: in die buchhalterische Ebene, also quasi Edelmetall, Controlling.

0: Ähm, wie, wie, wie vielleicht erstmal einleiten.

0: Noch mal gefragt was versteht man unter Edelmetall Buchhaltung?

0: Was ist da das Besondere?

0: Das Wort Buchhaltung drückt eigentlich schon, aus welcher Sprache man sich bedient.

0: Ich habe das immer so erklärt.

0: Das will man so einen Rückschritt machen.

0: Zu der Erklärung vorhin, zu der Lagerbuchhaltung,

0: wo ich ein reines Kassenbuch habe.

0: Ich nehme mit was einem etwas raus.

0: Da habe ich zwar auch ein Plus oder Minus, habe aber keine Doppik.

0: Ich weiß nicht, ob das Ergebnis, was ich da mache, richtig ist.

0: Ja, wenn ich eine Bilanzierung habe, habe ich zwei Seiten aktiver,

0: passiver oder in einfacher Syntax ausgedrückt.

0: Ich habe soll oder Haben, wenn ich einen Betrieb habe

0: und dann gebe ich erst mal Geld aus dafür, dass ich

0: ein Haus habe

0: oder sonst was oder Betriebsstätte habe oder Vorräte habe.

0: Jetzt reduzieren wir es mal aufs Gold.

0: Ich habe mal so ein Kilo Gold

0: und zahle dafür meine 100.000 €.

0: Nehmen wir mal einen glatten Betrag.

0: Dann habe ich in Buchhaltung sprach ausgedrückt in

0: soll ein Kilo Gold und im haben habe ich mein Eigenkapital.

0: Was ich dafür eingesetzt habe, mein Geld, das kann ich als Kunden bezeichnen.

0: Das eine ist das waren das Lager und das andere

0: ist mein eigener Konto und alle anderen Bewegungen.

0: Wenn mir jetzt einer zum Beispiel auch das ist ja schön, dass du ein Kilo hast,

0: aber ich hätte gern was gefertigt, was zwei Kilo Goldbein hält.

0: Das kaufe ich aber nicht.

0: Ich kaufe nur ein Kilo von dir, und ein Kilo stelle ich dir bei.

0: Oder umgekehrt.

0: Du machst mir etwas, was ein Kilo schwer ist.

0: Aber das kaufe ich nicht von dir. Ich gebe es dir einfach.

0: Dann habe ich auf einmal zwei Kilo in meinem Lager

0: und in meiner Fertigungsstelle.

0: Aber mir gehört nach wie vor nur ein Kilo.

0: Ich vermisse beides, weil es ist ja vertretbares Wirtschaftsgut.

0: Wie Öl. Wie Wasser.

0: Sie merken das zum Schluss nicht mehr,

0: welches Edelmetall Ihnen oder dem anderen gehört.

0: Also brauchen Sie dafür ein Werkzeug, um immer festzustellen, dass von dem,

0: was Sie da in Händen haben, wie viel Ihnen da gehörten, wie viel nicht.

0: Wenn Sie also jetzt einen Wareneingang haben von einem Kilo, wofür Sie nichts bezahlen,

0: dann haben Sie auf der einen Seite jetzt spreche ich mal wieder

0: buchhalterisch im Soll im Lager ein Kilo mehr und im Haben

0: haben Sie eine Schuld, um das einen Kilo wieder herauszugeben.

0: Was ich da so raushöre, korrigieren Sie mich, ist, dass man quasi nicht nur,

0: dass man also mehrere Ebenen betrachten muss Mengen basiert

0: beispielsweise betrachten muss und verschiedene Ebenen um,

0: weil man ja nicht eben sagen kann, die Farbe von

0: von dem Edelmetall von Person A ist blau und die andere ist grün, sondern man

0: muss es eben was verschiedenen Mengen Perspektiven beleuchten oder

0: Mengen Perspektiven und immer die Welt

0: und immer den dazugehörigen Wert dieser Bewegung mit erfassen.

0: Welche Anforderungen müssen denn da erfüllt sein, dass das

0: dass das möglich wäre, diese Form der Buchhaltung?

0: Na ja, gut, in dem Fall, den ich gerade eben, sagen

0: wir mal angeschnitten habe, es gibt es gibt kommt

0: im Grunde liegt in Kilo hin und sagt ich will dafür was gefertigt haben.

0: Haben Sie auf der einen Seite das Lager, der muss ja seinen Lagerbestand

0: mit seiner Klasse, mit seinem Kassenbuch in Anführungsstrichen um ein Kilo erhöhen.

0: Damit hat er einen Buchungsbeleg und zeigt Ich habe jetzt in meinen Regalen zwei

0: Kilo liegen,

0: nämlich mein eigenes, was ich ursprünglich bei der Gründung eingebracht habe,

0: und ein zweites Kilo, was mir der Kunde gebracht habe, hat.

0: Wenn ich jetzt aber auf der Habenseite schaue und Gegenseite,

0: habe ich eine Gegend Buchung.

0: Ich habe einen Gewichtsgründen, nämlich jetzt mal

0: neuen Begriff dabei noch nicht verwendet haben.

0: Schreibe dem Kunden ein Kilo im haben.

0: Gut, das ist das, was ich schulde

0: und das andere Kilo ist mein Eigentum, was immer noch im Haben steht als Eigenkapital.

0: Und wenn ich dann Inventur mache, stelle ich fest, in meinem Lager sind zwei

0: und davon gehört eins mir und eins gehört dem Kunden.

0: Klingt für mich so, als bräuchte es wirklich eine große Transparenz, um diese Wertströme,

0: die Gewinne und die Verluste immer im Auge zu behalten.

0: Aus verschiedenen Perspektiven dann ne, in dem Fall, was wir eben beschreiben,

0: sind wir noch auch noch ganz normal auf der Mengenebene.

0: Wenn wir jetzt zur wertmäßigen Seite wechseln,

0: stellen wir fest, dass wir am Anfang Null hatten, ein Kilo gekauft haben

0: und jetzt und damit Eigentum haben.

0: Und wenn wir jetzt Inventur machen und und zählen zwei und zählen, ziehen

0: eins ab, was wir schulden an Menge bleibt eines übrig

0: und das entspricht dem, was wir gekauft haben.

0: Jetzt kommt die Wettkämpfe hinzu.

0: So einfach ist eigentlich die Rechnung,

0: dass das dann sich sehr weit auseinander dividiert.

0: Das kann ich Ihnen dann

0: ja vielleicht im Laufe des Gesprächs noch an anderen Beispielen

0: mal schmackhaft machen.

0: Ja, die Zuhörenden aus der Buchhaltung

0: husten jetzt leise, weil sie das verstehen und alle anderen.

0: Ja klar, es ist.

0: Es ist eben ein Zusammenspiel, um eben diese diese Bestände nachzuvollziehen.

0: So verstehe ich das auch.

0: Ja, aus meiner Erfahrung kann ich nur empfehlen.

0: Wenn also jemand Projekt aufmacht, Edelmetall verfolgen, weil er sieht,

0: dass er große Mengen Edelmetall bewegt und damit Preisrisiken also eingeht.

0: Und wird ja in der Regel ein Projekt Team gebildet aus den Leuten,

0: die in der Fertigung sind, die Lager verwalten,

0: also sprich den Tresor.

0: Es sollte dort zum Schluss auch ein Teilnehmer dabei sein,

0: der diese.

0: Ist ja so und diese Kommunikation

0: über das für das was eingerichtet wird dann meistens ja

0: EDV mäßig, dass das ein Buch alle mit begleitet.

0: Also jemand, der sattelfest ist in dieser Syntax

0: einmal ein Schwenk in diese buchhalterische Perspektive gemacht.

0: Und ich merke dadurch auch noch mal, wie wichtig es ist.

0: Ja, Kainz was Sie gerade sagen, dass jemand

0: mit einem buchhalterischen Verständnis da den Blick drauf hat.

0: Ich würde aber gerne noch mal an der Stelle

0: jetzt von dem Buchhalterischen zurück zu dem Zusammenspiel dieser Ebenen.

0: Also wir haben ja gesagt, die physischen Bestände

0: sind genauso wichtig wie

0: das virtuelle, der virtuelle Blick und der bilanzielle.

0: Warum ist es eben so wichtig, diese drei Ebenen nicht isoliert zu betrachten?

0: Also warum sollten wir sie alle drei im Auge behalten als Gesamtmarkt?

0: Weil sie, weil sie zum Schluss die verbogen?

0: Ob das, was sie in den einzelnen Bereichen gemacht haben, richtig ist,

0: können Sie nur machen,

0: wenn Sie, wenn Sie alles...

0: quasi bilanzieren,

0: wenn Sie alles erfassten, was Sie, was sie an diesen Beständen

0: haben, immer den Wert Charakter, der mit betrachten,

0: damit Sie erkennen können Jawohl, das ist richtig, was ich bis dahin gemacht habe.

0: Es ist immer wieder diese Art Eigentums Fortschreibung.

0: Was gehört mir?

0: Komisch, auf das, auf dieses Ergebnis, was ich,

0: was ich da errechnen durch eine ganz einfache

0: simple Rechnung Anfangsbestand plus Zukäufe an Edelmetall.

0: Also sprich das was ich kenne, was ich bezahlt habe dafür

0: und was habe ich verkauft, Mit welchem Erlös

0: kann ich natürlich nicht abziehen,

0: sondern kann nur abziehen von dem Bestand meiner Anstandswerte

0: Differenz zwischen dem Erlösen, dem Anstand swert ist mein Ertrag.

0: Und dann gibt es eine Bestands Menge.

0: Und diese Bestandsmenge, diese Eigentumsmenge, wie ich sie dann eine.

0: Die wird dann nachgewiesen über die Einzelnen.

0: Schreibungen im Lager,

0: auf den Gewichtsgründen oder aber auch in anderen virtuellen Konten,

0: zum Beispiel schwebende Aufträge und soweit es geht ja noch weiter.

0: Also wir haben ja jetzt nur mal so ein bisschen angekratzt mit einfachen Bewegungen, ja,

0: was ist, wenn einer Edelmetall mal hinlegt und und und.

0: Sie sollen daraus was machen ist das einfachste Beispiel.

0: Ich stelle mir jetzt gerade so ein bisschen die Frage,

0: was man eben oder wie man vielleicht sicherstellen kann,

0: dass diese Ebenen sauber ausgeführt werden, dass da nicht das Risiko passiert,

0: dass man am Ende doch nur vielleicht die eine Ebene betrachtet.

0: Wie kann man diese Risiken vielleicht auch vermeiden in der Praxis?

0: Als erstes stößt ja der Fehler auf, dass Sie diese einfache Rechnung

0: die können Sie ja immer machen,

0: also das sollten Sie als erstes mal in der Lage sein.

0: Genauso wie ob ich Kohle kaufe oder sonst was oder oder Heizöl kaufe für mein Ding.

0: Ich muss ja wissen, wie viel noch im Tank ist

0: und und und Und wie viel welchen Wert das repräsentieren.

0: Also diese Rechnung können Sie auf der einen Seite immer machen,

0: also sprich einen Sollwert ermitteln, was mein Eigentum wohl sein muss

0: und Sie werden dann über Inventur und über den das Heranziehen

0: anderer Parameter, zum Beispiel schwebende Aufträge, wofür Sie Edelmetall

0: gekauft haben oder bei Stellung, die in einer geleistet hat.

0: Wenn Sie das dann zusammenrechnen und Sie kommen nicht auf

0: dieses Ergebnis, muss irgendwo etwas falsch gelaufen sein.

0: Wir sind auf Systemen, müssen Sie gucken, wo ist, wo ist wo ist der Fehler?

0: Und Sie müssen auch zum Schluss mit Differenzen umgehen.

0: Kommen wir vielleicht später noch mal drauf, Gerade dann, wenn das Edelmetall

0: aus dem Lager verwendet wird für die Produktion.

0: Sie machen dann irgendwas usw und in der Summe,

0: wenn das Kilo weg ist und alle Güter sind verkauft,

0: dann machen wir mal das Lager und die Fertigung wieder leer.

0: Dann werden Sie feststellen, dass Sie bei den tausenden Verkaufsbewegungen,

0: die Sie gehabt haben, zum Schluss keine 1000 Gramm Gold verkauft haben,

0: sondern 998 oder

0: sogar 1003, weil sie Gramm.

0: Weil sie das und ungsdifferenzen oder sonst irgendwas

0: gedanklich mehr in Rechnung stellen.

0: Ja, die haben sie aber gar nicht verkauft, sondern nur 1000

0: sind wieder weggegangen.

0: Das heißt also auch diese Differenz Mengen müssen Sie zum Schluss

0: in irgendeiner Weise handeln und auch deutlich machen

0: Sie müssen sie aufzeichnen und die müssen sie summieren.

0: Und so wird das System immer feiner.

0: Zum Schluss müssen Sie diese Differenz

0: entweder nachkaufen oder verkaufen, wenn Sie zu viel haben.

0: Gedanklich also auch da stelle ich fest

0: die ohne, die ohne den buchhalterischen Blick.

0: Permanent läuft es einfach nicht.

0: Deswegen würde ich gerne so langsam ein bisschen mit Ihnen gemeinsam

0: auch so einen kleinen Ausblick wagen und Sie gerne fragen

0: Was würden Sie einschätzen aus Ihrer, aus Ihrem jahrelangen Blick?

0: Sie haben jahrzehntelang beobachtet,

0: auch, wie sich die Branche verändert entwickelt.

0: Wenn wir jetzt so nach vorne blicken Was glauben Sie,

0: welche Rolle wird Digitalisierung und Automatisierung

0: in der Edelmetallverfolgung mehr und mehr noch spielen?

0: Was glauben Sie, wird sich da vielleicht noch mehr auf noch mehr verändern?

0: Oder Was werden wir brauchen?

0: Ich kann mir vorstellen, dass das eben durch eine digitale automatisierte

0: Verfolgung

0: das Ganze noch mal sicherer werden kann und und ich meine,

0: es ist ja auch jetzt schon so, Sie haben es ja angedeutet.

0: Vielleicht frage ich anders Wie unterstützen denn auch

0: moderne Systeme, die es jetzt schon gibt, die Edelmetallbilanz, eben

0: diese drei Ebenen, die physische, die virtuelle, die buchhalterische

0: Jetzt schon, Ja, dadurch, dass sie natürlich riesige, riesige

0: Datenmengen produzieren, egal wo, die können sich natürlich mit den heutigen

0: die heutigen Systemen viel besser abbilden.

0: Heute ist Datenmengen kein Thema mehr.

0: Was da anfällt, ist egal.

0: Die logische Struktur muss zum Schluss stimmen.

0: Wobei logisch in dem Fall nicht nur dieses fortschreitende

0: Wenn ich was hineinschmeiße oder was nur passiert ist, sondern immer diese.

0: Tut mir leid, ich komme dann immer wieder auf diese doppelte Buchhaltung zurück.

0: Ich tue dann

0: etwas, kann eine ganze Menge machen und macht dann eine zweite Rechnung,

0: wo gleich ich dieselbe Werkzeuge nutzen, nehme ich die EDV oder so irgendwas

0: und sage okay, dann mache aber die zweite Rechnung auch, aber nach diesen Vorgaben

0: und mache diese Bestandsrechnung, wie ich sie vorhin gesagt habe

0: was muss man, soll Bestand sein nach diesen Vorgaben?

0: Und was ist es, wenn ich meine ganzen einzelnen Klassen, die ich da habe,

0: mit Gewichtskonten, mit Lager und Auftragsbestände zusammen ziehe?

0: Kommt da dasselbe raus und Händler auch die Differenzen.

0: Erstmal identifiziere ich wo, wo sind die Differenzen,

0: wo in der Fertigung,

0: an welchem Kostenträger, an welcher Maschine oder sonst irgendwas?

0: Dann habe ich das, dann kann ich das zuordnen und dann

0: handle ich die auch,

0: bewerte die

0: und gebe die in das System ein, damit dieses Gleichgewicht wieder erreicht ist.

0: Zu dem, was ich auf der einen Seite physisch vorfinde und das, was mir gehört.

0: Herr Kainz, vielen Dank bis zu dem Moment.

0: Ich würde Sie gerne zum Schluss.

0: Wir haben jetzt vieles angerissen, natürlich nicht zu Ende besprochen,

0: aber es geht ja vor allen Dingen darum, noch mal so ein Ja einen kleinen Blick

0: aus Ihrer Perspektive auf das große Thema zu bekommen.

0: Und ich würde Sie gerne zum Schluss ganz offen fragen,

0: Wenn Sie jetzt vielleicht den Zuhörenden, viele davon vielleicht

0: auch in Entscheidungspositionen ganz unterschiedlicher Art

0: einen Rat mitgeben

0: könnten aus Ihrer jahrzehntelangen Perspektive

0: Worauf sollten vielleicht Unternehmen im Bereich

0: der Edelmetallverfolgung Controlling unbedingt achten?

0: Ja, möglichst die Preis Risiken zu vermeiden.

0: Das heißt ein Rück deckungssystem aufzusetzen?

0: Was? Was?

0: Diese Edelmetallbuchhaltung, sage ich jetzt mal allgemein

0: hergibt, wo man dann erkennen kann.

0: Jawohl, ich muss dieses oder jenes tun, kaufen oder verkaufen,

0: damit ich keine Ertragsrisiken eingehe.

0: Meine Ölproduzenten machen das ja heute ganz deutlich.

0: Sie sind an der Tankstelle, die können das perfekt.

0: Die machen haben auch einen Preis Rück Deckungssystem,

0: was hundertProzentig gut funktioniert.

0: Das sieht man an den Überschüssen, die am Jahresende rauskommen.

0: Genau deshalb müssen Sie aber beim Edelmetall auch machen.

0: Sie sind gezwungen dazu, sonst verlieren Sie unter Umständen Geld

0: und wissen gar nicht, warum.

0: Genau so werden wir es einfach weiter versenden.

0: Was Sie sagen, Herr Kainz und weitergeben.

0: Und ich bedanke mich, dass wir es gewagt haben.

0: Es ist ja ein hochkomplexes Thema, in dem ich ja gar nicht und Sie sehr, sehr

0: tief drin drinstecken und gesteckt haben die letzten Jahrzehnte.

0: Deswegen freue ich mich, dass

0: wir gemeinsam darüber gesprochen haben, trotz allem es gewagt haben

0: und ich bedanke mich für Ihren Input und das Gespräch.

0: Okay, danke, erstmal.

0: Das war re:invented

0: der Business Podcast von Scheer IDS.

0: Mehr Impulse, Best Practices und Hintergründe

0: finden Sie auf scheer-ids.de.

0: Wenn Sie wollen hören wir uns in der nächsten Folge wieder.

0: Bis dahin machen Sie's gut.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.