09 #IndustryTalk: Edelmetallverfolgung im Fokus – Transparenz, Kontrolle und Digitalisierung
Shownotes
In dieser Folge von #IndustryTalk sprechen wir mit Werner Kainz, einem erfahrenen Experten für Edelmetallcontrolling, über die Besonderheiten der Edelmetallverfolgung. Gemeinsam beleuchten wir, wie Unternehmen Materialströme über physische, virtuelle und buchhalterische Ebenen hinweg transparent und kontrollierbar machen.
Der Experte zeigt, warum selbst kleinste Abweichungen große Auswirkungen haben können, welche Rolle die Edelmetallbuchhaltung spielt und wie moderne IT- und ERP-Systeme dabei helfen, Daten präzise zu verarbeiten und Risiken zu minimieren.
Hier können Sie sich die Podcast-Folge mit Video anschauen: https://youtu.be/4K6qiSVkBVc
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Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zu Reinvented, dem Business Podcast von ShareIDS.
00:00:05: Wir sprechen über Cloud, Prozesse und digitale Transformation praxisnah verständlich und immer mit Blick auf das was Ihrem Unternehmen echten Mehrwert bietet.
00:00:19: Ich bin Susanne Sarri und sage Hallo zu dieser Folge.
00:00:21: Heute schauen wir in eine Branche, die ja auch im Hintergrund arbeitet und trotzdem entscheidend ist für globale Lieferketten technologische Innovationen und auch die Energiewende, die Edelmetallbranche also Gold-, Silber-, Platin- aber auch Metalle wie Kobalt oder Wolframm Rohstoffe, die unverzichtbar sind für diese Welt etwa für Hightech aber auch oder nachhaltige Technologien.
00:00:45: Und gleichzeitig wächst der Druck denn die Preise schwangen die Risiken nehmen zu und die Transparenz wird immer wichtiger.
00:00:52: Also die Herkunft, die Verarbeitung Alles soll nachvollziehbar sein.
00:00:57: Wie kann das gelingen?
00:00:58: Und welche Rolle spielen dabei Edelmetall Controlling und die Verfolgung von Materialströmen?
00:01:04: Darüber möchte ich heute sprechen mit Werner Keins, er ist Industriekaufmann, Bilanzbuchhalter, bringt jahrzehntelange Erfahrung im Edel-Metall-Controlling mit unter anderem in leitender Funktion bei einem großen internationalen Konzern.
00:01:18: dort war er weltweit verantwortlich u. a. für das Risikokontrolling im Edlemetallhandel um die Zahl mal zu nennen von über zehn Milliarden Euro.
00:01:28: Ich freue mich mit Ihnen in dieses Thema einzusteigen, ich grüße Sie Herr Kainz.
00:01:31: hallo!
00:01:32: Guten Tag, grüß es Sie Frau Zahru.
00:01:35: Ich würde vielleicht erst einmal gerne so ein bisschen eine Begriffsklärung machen und davor würde ich aber gerne so etwas persönlich mit ihnen einsteigen.
00:01:42: deswegen wäre meine erste Frage was hat sie denn ursprünglich in die Edelmetallbranche geführt oder was hat sich fasziniert an diesem Thema?
00:01:52: Gut das war eigentlich der Eintritt die von ihnen beschriebene Firma als Bilanzbuchhalter in der Abteilung Bilanzen und Steuern.
00:02:02: Und damals war ich mit vierundzwart Jahren jüngster Mitarbeiter, wie das so ist bekommt man dann mal was hingestellt zum Arbeiten.
00:02:17: Das waren dann sogenannte kleinen Firmen, die mit Edelmetall zu tun hatten, Edelmethalbe in den Bilanzen hatten Und es ging also darum, dann zu bewerten und Steuererklärung zu machen, Bilanzen zu machen usw.
00:02:33: Das war der Anfang mit Edelmetall in Berührung zu kommen.
00:02:37: Dann habe ich ein bisschen so hobbymäßig binisch handwerklich und physikalisch sehr interessiert was die Produkte damit angeht weil Edelmethall ist ja nicht nur Schnupp-Beschmuck sondern das findet sich Tausend technischen Produkten wieder.
00:02:55: Und das hat mich interessiert und ja, von da an hat mich das nie mehr losgelassen.
00:02:59: in meinem ganzen Werdegang habe ich dann Positionen eingenommen die dann weitgehend immer noch mit dem Elmeternsidon hatten.
00:03:07: Das ist halt eben was der...
00:03:08: Und zum Schluss war es eben die Zustätigkeit fürs Elmeterkontrolling weltweit.
00:03:14: Das ist eben was sehr vielfältiges Edelmetall.
00:03:16: und dann gibt es diese ganzen Begrifflichkeiten, die dann ganz schnell auftauchen.
00:03:20: Ich würde gerne erst mal Sie fragen, was genau versteht man denn unter Edelmethalverfolgung?
00:03:25: Es ist eigentlich eine Wortschöpfung.
00:03:27: Erstmal was ist es oder um was handelt sich, was ich betrachte – das ist das Edelmittel.
00:03:33: Da kann ich dann aufgliedern welches sind es über Blattingolz, Silber, Eridium, Rheutium und so weiter.
00:03:40: Dann habe ich sie in Hand.
00:03:44: Und was passiert mit denen?
00:03:48: Und weil die besonders wertvoll sind, will ich also auch genau wissen wo sie sind.
00:03:55: Zum Schluss muss sich ja wieder am Jahresende eine Inventur machen, muss bilanzieren, muss eine Bewertung hinterlegen ob es betriebswirtschaftlich handelsrechtlich oder eben dann für Steuererklärungen ist.
00:04:08: Und wenn man jetzt sagt edel Verfolgungssystem ist, dass ja etwas was ein Unternehmen es vereinfacht diese Edelmetallverfolgung zu machen.
00:04:17: Ist das in meinem Verständnis richtig?
00:04:19: Wie kann man das Edel-Metall Verfolgensystem danach vollziehen?
00:04:23: Ja systemisch den Begriff muss man halt dann verwenden Wenn man guckt in welcher Form dieses Edel Metall vorhanden ist und zwar Vorhanden.
00:04:36: das Edelmetall, was ich als mein Eigentum betrachte.
00:04:40: Edel-Metalle, was sich gekauft habe, sprich Eigentums.
00:04:43: wenn ich also etwas Geld bezahlt habe.
00:04:46: Meine Kasse wird weniger und auf der anderen Seite habe ich den Besitzanspruch von Gold oder Edelmethal sage ich mal.
00:04:52: Und dieses Metall finde ich ein Naturgewiss irgendwo im Lager.
00:04:58: Das ist einfach.
00:05:02: Beim Edelmittel ist es fast auch wie ein paar anderen Rohstoffen auf.
00:05:07: Sie kaufen etwas, haben's aber noch nicht weil es erst verschifft werden muss oder sonst irgendwie und bis es bei ihnen im Lager ist dauert eine Zeit.
00:05:15: trotzdem ist das schon ihr Eigentum.
00:05:17: sie haben es ja schon bezahlt.
00:05:19: also dann ist es auch schon einen Lagerbestand unterwegs befindliche Ware wie der Bilanzierende sagt ja und zeigt das unter der Position Rohstoffe in seiner Bilanz.
00:05:31: beim Edelmetall Gibt es aber noch ganz andere Spielchen?
00:05:37: Es gibt Ihnen jemand das Edelmetall und sagt, mach mir etwas daraus.
00:05:43: Dann haben Sie Edelmethal in Hand!
00:05:44: Wenn sie Inventur machen finden sie Edelmittel, aber es gehört ihnen nicht.
00:05:49: Das hat also auch in Ihrer Bilanz nichts zu suchen weil die Hand dafür kein Geld bezahlt.
00:05:56: Und so gibt es eine ganze Menge von Situationen wo es wichtig ist wie verhält sich mein Eigentumsgedanke, sprich was ich habe, hab ich bezahlt.
00:06:06: Zudem was ich in Händen habe oder nicht in Hände habe und das ganze zum Schluss stimmig zu machen oder abstimmbar zu machen?
00:06:16: ist es auch richtig was sich da jetzt zum schluss finanzieren will als mein eigentum?
00:06:20: dann dafür brauche ich eine ganze menge Komponenten und dass würde ich dann wenn ich die zusammenfasse und ja abstimmbarm mache dann spreche ich von einem system.
00:06:31: Aber warum ist diese Nachverfolgung von Edelmetallen so viel komplexer als bei anderen Ruhstoffen?
00:06:37: Was genau ist das?
00:06:38: Es ist wichtig und notwendig wegen der Volitalität, wegen der Wertfindung in diesem Edel-Metall.
00:06:44: Wenn Sie große Preisspankungen haben – sie brauchen sich ja nur die Marktpreiskurve von Gold anzusehen, die Sie jeden Tag in der Tageszeitung lesen können – dann ist es schon enorm wichtig!
00:06:57: Sie können nicht einfach ein Kilo Gold kaufen Und dann auf einen Auftrag warten und dafür irgendwelche Bond-Drehte machen.
00:07:04: In vier Wochen oder sechs Wochen, wenn Sie das gefettigt haben, verkaufen wollen... ...und der Kunde wird Ihnen sagen, aber das Gold ist doch viel weniger wert!
00:07:13: Das ist nämlich dicht für dieses... Also sie müssen sich preislich einigen.
00:07:19: D.h.,
00:07:19: die einigen sich auf den Preis, der heute gilt,... ...dann müssen sie auch für diesen Preis liefern, egal wo der Preis in Zukunft ist.
00:07:27: Und daraus ergibt sich zwangsläufig eine Verfolgung der Mengen, die Sie für diesen Auftrag wieder vorsehen.
00:07:32: Und zwar von Anfang an vom Auftragseingang bis zum Ausgang.
00:07:36: Jetzt weiß ich ja keins dass diese Edelmetallverfolgungen in Ebenen unterteilt werden kann.
00:07:42: Ich habe verstanden das es drei Ebenend sind.
00:07:44: Kann man hier als physisch virtuell und buchhalterisch aufteilen?
00:07:48: Wie würden sie die drei Ebenden uns erstmal kurz einleiten?
00:07:52: Ja, rein physisch unterscheidet sich eigentlich gar nichts von einem ganz normalen Rohstoff.
00:07:58: Sie haben Edelmetall, das kaufen sie und das landet in ihrem Lager und sie verwenden es.
00:08:03: Das ist eine ganze normale Klatte wie ein Kassenbuch.
00:08:06: Sie hat einen Plus- und Minus und gucken unten drauf was da steht und dann machen sie Inventur.
00:08:10: Dann stellen sie fest, dass stimmt oder stimmt nicht.
00:08:13: Das wäre die erste physische Ebene richtig?
00:08:16: Das wirst du.
00:08:17: Normale physische Ebene.
00:08:19: Da bewegt sich Metall Per Inventur.
00:08:23: Gleichen Sie auch ab, ob das noch alles da ist und richtig ist.
00:08:26: Wenn nicht haben sie halt ein Diebstahl oder sonst irgendwie eine Stelle wo es verschwindet.
00:08:33: Das müssen wir dann klären aber das sind andere.
00:08:36: Das ist also soweit einfach.
00:08:38: Und wenn Sie moderne Systeme haben, Fertigungssysteme haben dann stützt auch eine Software wie beispielsweise SAP ganz klar die Entnahmen aus dem Lager in die Produktionsstätte für ihren Kostenträger, was sie fertigen an Waren.
00:08:59: Und Sie wissen dann zum Schluss, wenn das Gerät oder was auch immer oder das Produkt fertig ist wie viel von diesem Ausgangsprodukt, was ich vom Lager geholt habe, was eine Identifikationsnummer hat und eine Stoffnummer hatte, wieviel darin enthalten ist?
00:09:12: Das können Sie alles trecken mit diesen Dingen!
00:09:14: Aber es ist alles eine ganz normale Fatschreibung wie in einem Kassenbuch.
00:09:23: Jetzt haben sie aber so ein Kilo Eelmetall, sprechen wir mal immer von Gold bei Eelmetal.
00:09:30: das landet dann zum Schluss in zehn oder zwanzig Produkten mit kleinen Anteilen und geht zu unterschiedlichen Zeitpunkt aus der Firma raus an ihren Kunden und damit wird ja ihr Bestand von dem einen Kilo den Sie ursprünglich hatten im Lager immer weniger.
00:09:51: Wenn die Frage ist, war das Ihr eigenes Metall was ihr gekauft habt oder war es unter Umständen dem Kunden sein eigenes Metal was daraus gegangen ist?
00:10:02: Also das wäre dann quasi die virtuelle und dann auch die buchhalterische Ebene,
00:10:06: die ich betrachten
00:10:07: müsste.
00:10:08: Da kommen sie langsam in eine andere Ebene hinein, die dann mit der reinen physischen Bewegung... Ah, das Basis ist die noch vorhanden selbstverständlich!
00:10:16: Aber es wird dann immer filigrane weil Sie dürfen zum Schluss bei den ganzen Bewegungen die Wertfindung dafür nicht vergessen.
00:10:25: Wir sprechen da ja auch von natürlich Mengen.
00:10:27: Ich kann mir vorstellen, dass man das nicht einfach nachzählen kann aber ich frage mich wie behalten denn Unternehmen diese drei Ebenen?
00:10:34: Also eine physische, eine virtuelle, eine buchhalterische im Griff?
00:10:37: Wie kann das funktionieren?
00:10:38: Kann ja nicht jeden Tag durchzählen gehen.
00:10:41: Also ich kann natürlich nur für die Firma reden aus der ich diese ganzen Erfahrungen erschöpfe und kann sagen Das war nicht zu allen Zeiten einfach, als ich den Job damals im Controlling übernommen habe.
00:11:01: Jetzt muss ich aufpassen da schließt das sehr viel aus dem nähkästischen Blaudere.
00:11:05: Da war schon manches im Argen.
00:11:08: Das glaube ich dass das vor allem auch in der Vergangenheit ohne die technischen und auch die Softwaremöglichkeiten hoch komplex war.
00:11:15: was sind denn mittlerweile die Möglichkeiten die wir haben um das zu vereinfachen?
00:11:20: Zumindest, für Einfachen möchte ich noch nicht mehr sagen.
00:11:24: Aber zumindest die Möglichkeiten sind heute über die IT-Unterstützung natürlich wesentlich besser wie vor vierzig Jahren.
00:11:32: also das ist eindeutig.
00:11:35: und gerade so komplexe Systeme wie SAP bieten Wahnsinnsmöglichkeiten.
00:11:44: und dann trotzdem es fehlt immer noch dieses Etip.
00:11:48: Und ja, das war auch im Rahmen von SAP die Dinge, die ich da teilweise installiert habe.
00:11:57: Sie haben gerade vor diesen Wahnsinnsmöglichkeiten gesprochen?
00:12:01: Was muss denn ein System leisten damit da so eine Transparenz gewährleistet ist, damit man nachvollziehbar arbeiten kann?
00:12:10: Also spätestens für den Wirtschaftsprüfer oder Steuerprüfer also die Leute, die dann wieder aufs Geld schauen, ist es dann wichtig dass sie irgendwie nachweisen können, was ihnen gehört und was das Ding wert ist.
00:12:24: Was sich dafür bezahlt haben?
00:12:26: Denn damit steht im Feld zum Schluss auch ihr Bilanzergebnis.
00:12:31: Und darunter natürlich irgendwo das Betriebsergebniss, wenn Sie das zurechnen.
00:12:36: Ich würde gern von dieser Vogelperspektive der drei Ebenen jetzt mal in eine dieser Ebene nochmal ein bisschen mehr zoomen in die buchhalterische Ebene also quasi Edelmetallcontrolling Wie vielleicht erstmal einleiten.
00:12:52: nochmal gefragt, was versteht man unter Edelmetallbuchhaltung?
00:12:55: Was ist da das Besondere?
00:12:57: Das Wort Buchhaltung drückt eigentlich schon aus welcher Sprache man sich bedient.
00:13:03: Habt es immer so erklärt dass will mal einen Rückschritt machen.
00:13:08: zu der Erklärung vorhin zur Lagerbuchhaltungen wo ich ein reines Kassenbuch habe.
00:13:11: Ich nehme etwas ein und nehme etwas raus.
00:13:13: Da hab' ich zwar auch ein Plus oder Minus, aber keine Doppik.
00:13:16: Ich weiß nicht ob das Ergebnis was ich da mache richtig is'.
00:13:20: Wenn ich eine Bilanzierung habe, dann habe ich zwei Seiten aktiver passiver oder in einfacher Syntax ausgedrückt.
00:13:27: Ich hab solo da haben wenn ich einen Betrieb habe und Dann gebe ich erstmal Geld aus dafür dass ich Ein haushalber oder sonst was von der betriebsstätten habe oder vorrede habe.
00:13:40: Jetzt reduzieren wir es mal aufs gold.
00:13:42: ich habe also ein kilo gold Und zahle dafür meine hunderttausend euro.
00:13:47: nennen wir meinen glatten betrag in Buchhaltungssprach ausgedrückt im Soll ein Kilo Gold und im Haben habe ich mein Eigenkapital was ich dafür eingesetzt habe, mein Geld.
00:14:00: Das kann ich als Kunden bezeichnen.
00:14:02: das eine ist das Waren, das Lager und das andere ist mein Eigencapitalkonto Und alle anderen Bewegungen.
00:14:08: wenn mir jetzt einer zum Beispiel sagt es sehr schön dass du einen Kilo hast aber ich hätte gern etwas gefertigt was zwei Kilo gold behält.
00:14:15: Das kaufe ich aber nicht!
00:14:16: Ich kaufe nur ein kilo von dir.
00:14:18: dann stelle ich dir bei oder umgekehrt du machst mir etwas was ein kilo schwer ist.
00:14:24: aber das kaufe ich nicht von dir, ich gebe es dir einfach.
00:14:26: Dann habe ich auf einmal zwei Kilo in meinem Lager und in meiner Fettungstelle Aber mehr gehört nach wie vor nur einen Kilo.
00:14:34: Ich vermische beides, weil es ist ja vertretbares Wirtschaftsgut wie Öl und Wasser.
00:14:39: Sie merken das zum Schluss nicht mehr welches Edelmetallin oder dem anderen gehört.
00:14:44: also brauchen sie dafür ein Werkzeug um immer festzustellen dass von dem was die da in Händen haben wie viele ihnen da gehörten wie viel nicht.
00:14:53: wenn sie jetzt einen wahren Eingang haben von einem Kilo wo für sie nichts bezahlen dann haben sie auf der einen Seite Jetzt spreche ich mal wieder buchhalderisch.
00:15:02: Im Soll, im Lager ein Kilo mehr und im Haben haben sie eine Schuld um das einen Kilo wieder herauszugeben.
00:15:10: Was ich da so raushöre korrigieren Sie mich ist dass man quasi nicht nur dass man mehrere Ebenen betrachten muss, Mengen basiert beispielsweise.
00:15:21: Und verschiedene Ebene um.
00:15:24: die Farbe von dem Edelmetall von Person A ist blau und die andere ist grün, sondern man muss es eben aus verschiedenen Mengen Perspektiven beleuchten oder?
00:15:33: Mengenperspektiven und immer den dazugehörigen Wert dieser Bewegung mit erfassen.
00:15:41: Welche Anforderungen müssen denn da erfüllt sein, dass das möglich wäre diese Form der Buchhaltung?
00:15:46: Naja gut.
00:15:48: In dem Fall, den ich gerade eben mal angeschnitten habe es gibt kommt ein Kunde und legt ihn ein Kilo hin und sagt Ich will dafür was gefertigt haben.
00:15:56: Haben sie auf der einen Seite des Lager?
00:15:59: Der muss ja seinen Lagerbestand mit seiner Klatte, mit seinem Kassenbuch in Anführungsstriche um einem Kilo erhöhen.
00:16:05: Damit hatte er einen Buchungsbeleg und zeigt, ich habe jetzt in meinen Regalen zwei Kilo legen.
00:16:11: Nämlich mein eigenes was ich ursprünglich bei der Filmgründung eingebracht hab und ein zweites Kilo das mir der Kunde gebracht hat.
00:16:18: Wenn ich jetzt aber auf der Haben-Seite schaue und Gegenseite, habe ich eine Gegendbuchung.
00:16:23: Ich habe einen Gewichtskunden nämlich jetzt mal neuen Begriffe, die wir noch nicht verwendet haben.
00:16:27: Schreibe dem Kunden ein Kilo im Haben gut – das ist das was ich schulde!
00:16:31: Und das andere Kilo ist mein Eigentum, was immer noch im Habem steht als Eigenpapital.
00:16:36: Und wenn ich dann Inventur mache, stelle ich fest in meinem Lager sind zwei und davon gehört eins mir und eines gehört dem Kunden.
00:16:44: Präuchte es wirklich eine große Transparenz, um diese Wertströme die Gewinne und die Verluste immer im Auge zu behalten aus verschiedenen Perspektiven dann?
00:16:53: In dem Fall was wir eben beschreiben sind wir noch ganz normal auf der Mengen Ebene.
00:16:59: Wenn wir jetzt zur wertbasischen Seite wechseln stellen wir fest dass wir am Anfang Null hatten ein Kilo gekauft haben und jetzt und damit Eigentum haben.
00:17:14: Und wenn wir jetzt Inventur machen und zählen zwei, dann ziehen eins ab.
00:17:19: Was wir schulden an Menge bleibt eines übrig.
00:17:23: Das entspricht dem was wir gekauft haben.
00:17:25: Jetzt kommt die Wettkomponentin hinzu.
00:17:27: So einfach ist eigentlich die Rechnung dass das sich sehr weit auseinander diffidiert.
00:17:33: Vielleicht im Laufe des Gesprächs noch einen anderen Beispiel mal Schmackhaft machen.
00:17:38: Die Zuhörenden aus der Buchhaltung husten jetzt leise, weil sie das verstehen und alle anderen.
00:17:44: Ja ja klar!
00:17:46: Es ist eben ein Zusammenspiel um diese Bestände nachzuvollziehen.
00:17:52: so verstehe ich das auch.
00:17:54: Aus meiner Erfahrung kann ich nur empfehlen wenn also jemand Projekt aufmacht Edelmetall verfolgen, weil er sieht dass er große Mengen Edelmittel bewegt und damit Preisrisiken eingeht Und wird ja in der Regeln Projekteam gebildet, dass den Leuten die in der Fertigungssäden Lager verwalten.
00:18:20: Es sollte zum Schluss auch ein Teilnehmer dabei sein, der diese Kommunikation für das was eingerichtet wird dann meistens ja edefahrmäßig, mitbegleitet, also jemand der sattelfest ist in dieser syntax.
00:18:44: Einmal ein Schwenk in diese buchhalterische Perspektive gemacht und ich merke dadurch auch nochmal wie wichtig es ist ja keins was Sie gerade sagen dass jemand mit einem buch halterischen Verständnis da den Blick drauf hat.
00:18:55: Ich würde aber gerne noch mal an der Stelle jetzt von dem Buchhalterischen zurück zu dem Zusammenspiel dieser Ebenen.
00:19:01: Also wer merkt gesagt die physischen Bestände sind genauso wichtig wie das virtuelle, der virtuelle Blick und der bilanzielle.
00:19:11: Warum ist es eben so wichtig diese drei eben dann nicht isoliert zu betrachten?
00:19:14: Also warum sollten wir sie alle drei im Auge behalten als Gesamtmodell?
00:19:20: Weil Sie zum Schluss die Verprobung ob das was Sie in den einzelnen Bereichen gemacht haben richtig ist können Sie nur machen wenn Sie alles quasi bilanzieren.
00:19:36: Wenn Sie alles erfassen, was Sie an diesen Beständen haben immer den Wertcharakter mit betrachten damit sie erkennen können ja wohl das ist richtig was ich bis dahin gemacht habe.
00:19:48: es ist immer wieder diese Art Eigentumsfortschreibung.
00:19:52: Was gehört mir?
00:19:54: Komisch auf dieses Ergebnis was sich da errechnet durch eine ganz einfache simple Rechnung, Anfangsbestand plus Zugkäufe an Edelmetall.
00:20:05: Also was ich kenne und was ich bezahlt habe dafür?
00:20:09: Und was hab' ich verkauft mit welchem Erlös?
00:20:13: Kann ich natürlich nicht abziehen sondern kann nur abziehen von dem Bestand.
00:20:17: meinen Anstandswert ist klar.
00:20:19: Differenz zwischen dem Erlösen des Anstandswertes ist mein Ertrag Und dann gibt es eine Bestandsmenge.
00:20:24: Diese Bestandsmenge, diese Eigentumsmengewiese wird nachgewiesen über die einzelnen... Verschreibungen im Lager auf den Gewichtskonten oder aber auch in anderen virtuellen Konten zum Beispiel schwebende Aufträge und so weiter.
00:20:42: Es geht ja noch weiter, also wir haben jetzt nur mal ein bisschen angekratzt mit einfachem Bewegung.
00:20:47: was ist wenn einer Edelmetall mal hinlegt und sie sollen daraus etwas machen?
00:20:52: Das ist das Einfachste Beispiel.
00:20:54: Ich stelle mir gerade die Frage, wie man vielleicht sicherstellen kann diese Ebenen sauber ausgeführt werden, dass da nicht das Risiko passiert ist man am Ende doch nur vielleicht die eine Ebene betrachtet.
00:21:11: Wie kann man diese Risiken vielleicht auch vermeiden in der Praxis?
00:21:14: Als erstes stößt ja der Fehler auf.
00:21:17: Diese einfache Rechnung können Sie ja immer machen.
00:21:20: Also das sollten Sie als erstes mal in der Lage sein, genauso wie ob ich Kohlekauf oder Heizöl kaufe für mein Ding.
00:21:29: Ich muss ja wissen, wie viel noch im Tank ist und welchen Wert das repräsentiert.
00:21:34: Diese Rechnung können sie auf der einen Seite immer machen also sprich einen Solwert ermitteln was mein Eigentum wohl sein muss und sie werden dann über Inventur Das heranziehen.
00:21:46: andere Parameter zum Beispiel schwebende Aufträge, wofür sie Edelmetall gekauft haben oder Beistellungen die ihn einer geleistet hat.
00:21:54: Wenn Sie das dann zusammenrechnen und Sie kommen nicht auf dieses Ergebnis muss irgendwo etwas falsch gelaufen sein.
00:22:00: Man muss sich nachjustieren, müssen gucken wo ist der Fehler?
00:22:05: Und Sie müssen auch zum Schluss mit Differenzen umgehen.
00:22:07: Kommen wir vielleicht später noch mal drauf gerade wenn das Edelmittel aus dem Lager verwendet wird für die Produktion.
00:22:16: Sie machen dann irgendwas und so weiter.
00:22:18: Und in der Summe, wenn das Kilo weg ist und alle Güter sind verkauft, dann machen wir mal das Lager und die Fertigung wieder leer, werden sie feststellen dass sie bei den tausenden Verkaufsbewegungen, die sie gehabt haben zum Schluss keine Tausend Gramm Gold verkauft haben sollen der Schrundungstifferenzen oder sonst irgendwas gedanklich mehr in Rechnung stellen.
00:22:50: Die haben sie aber gar nicht verkauft, sondern nur ein Tausend sind ja weggegangen.
00:22:55: Das heißt also auch diese Differenzmengen müssen Sie zum Schluss in irgendeiner Weise händeln und auch deutlich machen.
00:23:02: Die müssen Sie aufzeichnen, die müssen Sie summieren.
00:23:06: Und so wird das System immer feiner.
00:23:09: Zum Schluss müssen Sie diese Differenz entweder nachkaufen oder verkaufen, wenn sie zu viel haben und so weiter.
00:23:15: Gedanklich!
00:23:17: Also auch da stelle ich fest unter den buchhalterischen Blick permanent läuft es einfach nicht.
00:23:25: deswegen würde ich gerne so langsam ein bisschen mit Ihnen gemeinsam auch einen kleinen Ausblick wagen und Sie gerne fragen was würden Sie einschätzen aus Ihrer ist ihrem jahrelangen Blick, sie haben Jahrzehntelang beobachtet auch wie sich die Branche verändert entwickelt.
00:23:43: Wenn wir jetzt so nach vorne blicken was glauben Sie welche Rolle wird Digitalisierung und Automatisierung in der Edelmetallverfolgung mehr und mehr noch spielen?
00:23:51: Was glauben Sie wird sich da vielleicht noch mehr verändern oder was werden wir brauchen?
00:23:58: ich kann mir vorstellen dass das eben durch eine digitale automatisierte Verfolgung das Ganze noch mal sicherer werden kann.
00:24:06: Und ich meine, es ist ja auch jetzt schon so Sie haben's ja angedeutet.
00:24:08: vielleicht frage ich anders wie unterstützen denn auch moderne Systeme die es jetzt schon gibt?
00:24:13: Die Edelmetall Bilanz?
00:24:15: eben diese drei Ebenen die physische die virtuelle die buchhalterische.
00:24:19: Jetzt
00:24:20: Ja dadurch dass sie da durch riesige edel Riesliche Datenmengen produzieren egal wo.
00:24:25: die können sich natürlich mit den heutigen system viel besser abbilden.
00:24:29: heute ist Datenmenge kein Thema mehr, was da anfällt ist egal.
00:24:34: Die logische Struktur muss zum Schluss stimmen wobei logisch in dem Fall nicht nur dieses Fortschreiten wenn ich etwas hineinschmeiße oder was nur passiert diese Dinge sondern immer diese.
00:24:44: tut mir leid ich komme dann immer wieder auf diesen Doppel der Buchhaltung zurück.
00:24:47: Ich tue dann etwas kann eine ganze Menge machen und mache dann eine zweite Rechnung wo gleiche die selbe Werkzeuge nutzen nämlich die EDV oder so irgendwas und sage okay dann mach aber die zweite rechnung auch aber nach diesem Vorgaben und mache diese Bestandsrechnung, wie ich es vorhin gesagt habe.
00:25:02: Was muss mein Solbestand sein nach diesen Vorgaben?
00:25:06: Und was ist das wenn ich meine ganzen einzelnen Klatten die ich da habe mit Gewichtskonten, mit Lager usw.
00:25:13: und Auftragsbestände zusammenziehe?
00:25:15: Kommt da dasselbe raus!
00:25:16: Und händle auch die Differenzen erstmal identifizierisch.
00:25:19: wo sind die Differenzen?
00:25:21: Wo in der Fertigung an welchem Kostenträger, an welcher Maschine oder sonst irgendwas... Dann kann ich das zuordnen Und dann händelte ich die auch, bewerte sie und gebe ihnen das System ein damit dieses Gleichgewicht wieder erreicht ist.
00:25:36: zu dem was ich auf der einen Seite für physisch vorfinde.
00:25:38: Das was mir gehört.
00:25:40: Herr Keins vielen Dank bis zu diesem Moment.
00:25:42: Ich würde Sie gerne zum Schluss.
00:25:45: Wir haben jetzt vieles angerissen natürlich nicht zu Ende besprochen aber es geht ja vor allen Dingen darum nochmal so einem kleinen Blick aus Ihrer Perspektive auf das große Thema zu bekommen.
00:25:56: und ich würde sie gerne zum Schluss ganz offen fragen, wenn Sie jetzt vielleicht den Zuhörenden viele davon vielleicht auch in Entscheidungspositionen ganz unterschiedlicher Art einen Rat mitgeben könnten aus ihrer jahrzehntelangen Perspektive.
00:26:12: Worauf sollten vielleicht Unternehmen im Bereich der Edelmetallverfolgung Controlling unbedingt
00:26:18: achten?
00:26:19: Ja, möglichst die Preisrisiken zu vermeiden.
00:26:22: Das heißt ein Rückdeckungssystem aufzusetzen was diese Elmetall Buchhaltung sage ich jetzt mal allgemein hergibt wo man dann erkennen kann ja wohl ich muss dieses oder jenes tun kaufen oder verkaufen damit ich keine Ertragsrisiken eingehe.
00:26:42: Die Ölproduzenten machen das ja heute ganz deutlich.
00:26:44: Sie sind es an der Tankstelle, die können das perfekt.
00:26:47: Wir haben auch ein Preis-Rückdeckungssystem, was hundertprozentig gut fixiert.
00:26:53: Das sieht man dann den überschüssen Diagnasein daraus kommen.
00:26:56: Genau dasselbe müssen sie aber beim Edelmetall auch machen, sie sind gezwungen dazu.
00:27:01: Sonst verlieren sie unterm schnellem Geld und wissen gar nicht warum.
00:27:04: Genau so werden wir es einfach weiter versenden, was Sie sagen Herr Keins und weitergeben.
00:27:09: Und ich bedanke mich dass wir es gewagt haben.
00:27:11: Es ist ja ein hochkomplexes Thema in dem ich gar nicht und sie sehr tief drin stecken und gesteckt haben die letzten Jahrzehnte.
00:27:19: deswegen freue ich mich das wir gemeinsam darüber gesprochen haben trotz allem es gewagte haben.
00:27:23: Ich bedanque mich für Ihren Input und das Gespräch.
00:27:33: Mehr Impulse, Best Practices und Hintergründe finden Sie auf share-ids.de.
00:27:40: Wenn sie wollen hören wir uns in der nächsten Folge wieder.
00:27:42: Bis dahin machen sich's gut!
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