08 #BestPractice: Vom Prozessmodell zur Ausführung – was der Einsatz von Agentic AI verändert

Shownotes

In dieser Episode sprechen Josèphe Blondaut (SAP) und Dr. Andreas Kronz (Scheer IDS) darüber, wie Agentic AI Geschäftsprozesse von der Modellierung bis zur Ausführung verändert. Sie erklären, wo KI‑Agenten heute schon sinnvoll eingesetzt werden, welche Leitplanken und Datenvoraussetzungen nötig sind und warum Prozessmanagement dabei weiterhin eine zentrale Rolle spielt. Außerdem erfahren Sie, weshalb erfolgreiche Projekte mit klaren Use Cases starten sollten und warum „Start small, think big“ auch für Agentic AI der richtige Weg ist.

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Transkript anzeigen

0: Willkommen zu re:invented, dem  Business Podcast von Scheer IDS.

0: Wir sprechen über Cloud, Prozesse und digitale Transformation.

0: Praxisnah, verständlich und immer mit Blick auf das,

0: was Ihrem Unternehmen echten Mehrwert bietet.

0: Prozesse

0: modellieren, analysieren, optimieren — das kennen viele Unternehmen.

0: Aber was passiert, wenn Prozesse  nicht nur verstanden werden,

0: sondern eigenständig ausgeführt werden können? In dieser Folge von re:invented

0: wollen wir sprechen über Agentic AI, also KI-Agenten, die nicht nur

0: Vorschläge machen, sondern auch  noch dazu ganz aktiv direkt handeln,

0: also Entscheidungen vorbereiten oder Prozesse aktiv unterstützen.

0: Ich bin Susan Zare

0: und mache das glücklicherweise nicht alleine, sondern mit zwei Expertinnen

0: und Experten. Mit Josèphe Blondaut. Sie ist Vice

0: President bei SAP, leitet also das SAP Signavio Produktmarketing

0: und ist damit oft eine Brücke zwischen dem Produkt und den Märkten.

0: Ich grüße dich.

0: Hallo. Hallo!

0: Vielen Dank, dass ich dabei sein darf.

0: Wir freuen uns auf dich. Und mit dabei auch Dr.

0: Andreas Kronz bei Scheer IDS, Head of Process

0: and Management Consulting in AI and Partnerships.

0: Ich freue mich, dass wir miteinander noch mal sprechen können,

0: Andreas. Hallo! Ja, ich freue mich auch.

0: Hallo, Susan. Hallo, Josèphe. Schön, dass wir zusammen sind.

0: Die Scheer IDS setzt ja Signavio auch ein.

0: Deswegen haben wir auch da noch mal eine Schnittstelle.

0: Aber unsere große Frage heute ist ja: Wie verändern KI-Agenten

0: Geschäftsprozesse wirklich? Und wie bringen Agentic AI und zum Beispiel

0: SAP-Signavio-Lösungen, die Prozesse vom Modell in so eine Ausführung?

0: Deswegen, ja, Josèphe — vielleicht kurz noch mal, um ein bisschen anzukommen —

0: vielleicht kannst du uns noch einmal

0: ganz simpel erklären, was du in deinem Alltag genau machst

0: mit Signavio.

0: Oh, das ist eine schöne Frage. Danke.

0: Also wie gesagt, ich leite das Produktmarketing für SAP Signavio.

0: Was bedeutet das? Ein bisschen wie du es schon gesagt hast.

0: Wir sind eine Brücke zwischen der Produktentwicklung und den Märkten.

0: Wenn ich Märkte sage, dann meine ich aber auch Kunden, Partner etc.,

0: also alle Teilnehmer des Markts.

0: Und letztendlich ist vielleicht —

0: um auf das Thema zurückzukommen —

0: KI-Agenten wären ein gutes Beispiel für meine Arbeit.

0: Also zum Beispiel gibt es in der Entwicklung,

0: im Produktmanagement, im Product Engineering, wie wir das nennen,

0: viele Gedanken rund um das Thema KI-Agenten,

0: Welche KI-Agenten können wir entwickeln? Welche machen Sinn?

0: Was brauchen unsere Partner, was brauchen unsere Kunden?

0: Da wird natürlich viel diskutiert und entwickelt.

0: Und wir sind im Prinzip in dem Moment die Brücke zwischen diesen Gedanken

0: und den Gedanken der Partner und der Kunden und stellen auch sicher,

0: dass wir das auch entsprechend kommunizieren, erklären.

0: Auch der Podcast heute gehört dazu.

0: Was machen wir mit KI-Agenten?

0: Warum brauchen wir das?

0: Warum ist es für Geschäftsprozessmanagement  relevant? Und dann entsprechend

0: das Ganze ausrollen, wie man im  Produktmarketing sagt. Also dazwischen.

0: Jetzt sind wir schon direkt mittendrin.

0: Und Andreas, ich nutze es direkt mal  aus, um den Ball zu dir zu werfen.

0: Vielleicht müssen wir erst mal noch mal ganz kurz

0: diese Begrifflichkeiten erklären.

0: Ich habe das jetzt ja gerade so als Laie versucht: KI-Agenten, Agentic AI.

0: Ist das überhaupt das Gleiche?

0: Es gibt schon so feine Unterschiede.

0: Und ich glaube, das muss man auch ein bisschen mal auseinanderdividieren,

0: weil, auf der einen Seite das Thema künstliche Intelligenz

0: uns ja total überrollt hat in den letzten Jahren, seitdem da

0: tatsächlich ChatGPT auf der Bildschirmoberfläche

0: von vielen Benutzern aufgetaucht ist und viele so fasziniert

0: waren von den Möglichkeiten, die ChatGPT bietet.

0: Und das war eigentlich der erste Punkt, wo ganz viele überhaupt mal

0: mit der künstlichen Intelligenz einen Berührungspunkt hatten.

0: Vorher war das ja so eine geheimnisvolle Magie,

0: geheimnisvolle Technologie, die irgendwelche Informatiker

0: in irgendwelchen geheimen Laboren gebastelt haben.

0: Und plötzlich war das anfassbar.

0: Plötzlich hieß es:

0: „Ah, künstliche Intelligenz — ich verstehe, was das ist,

0: weil ich habe da so eine Oberfläche, ich kann mit der sprechen

0: und die antwortet in natürlicher Sprache.“

0: Das ist das, was diese Sprachmodelle tun.

0: Und das war ganz faszinierend für  viele, weil sie das vorher noch nie

0: erlebt haben.

0: Die kannten Computerprogramme, die man irgendwie bedienen muss mit der Maus.

0: Da muss man irgendwo hinklicken, und dann macht das Softwareprogramm irgendwas.

0: Und ich hatte jetzt plötzlich wie einen Gesprächspartner.

0: Plötzlich hatte ich eine Software, mit der ich sprechen kann

0: und die mir geantwortet hat, als wäre es mein Kollege gegenüber.

0: Und die erstaunlicherweise auch viel über die Welt wusste,

0: also die mir auch tatsächlich etwas sagen kann —

0: tatsächlich manchmal über mich selber,  über irgendwelche fachlichen Themen.

0: Aber man konnte der ja auch sagen: „Erzähl mir eine Gute-Nacht-Geschichte.“

0: Also da waren ganz viele Leute völlig baff und haben gesagt:

0: Das ist jetzt — und das ist jetzt mal was Neues.

0: Das hatten wir vorher noch gar nicht.

0: Nun hat man — wenn man so ein bisschen hinter die Kulissen schaut —

0: sind das ja tatsächlich Softwaresysteme, die Sprache erzeugen. Man hat so eine Eingabe,

0: und dann erzeugt das entsprechend eine Ausgabe, die man dann lesen kann,

0: die man später auch hören konnte, weil es dann Programme gibt,

0: die mir so einen Text vorlesen. Aber im Prinzip ist es eine

0: Spracherzeugung aufgrund von statistischen Methoden —

0: aber in einer ganz faszinierenden Art und Weise.

0: Und das ist erst mal

0: eine sehr interessante Art und Weise,

0: mit Sprache umzugehen, mit Wissen umzugehen

0: und auch mit dem Benutzer eines  Rechners überhaupt mal zu kommunizieren.

0: Nur tatsächlich — so ein Sprachmodell,

0: überhaupt diese künstliche Intelligenz —

0: die macht erst mal gar nichts. Die erzeugt mir nur Sprache.

0: Das ist faszinierend genug.

0: Aber erst mal gibt es gar keine Interaktivität.

0: Erst mal gibt es — also Interaktivität schon mit dem Benutzer —

0: aber es gibt keine Interaktivität mit der realen Welt oder mit

0: anderen Softwareprogrammen.

0: Und was man

0: dann in der Folge tatsächlich gemacht hat, ist,

0: dass man sich angeschaut hat: Wie kann ich denn so ein bisschen Action

0: in die Sache reinbringen?

0: Und das hat man wie folgt gemacht: Wenn man so ein Sprachmodell fragt,

0: dann gibt es ja nicht nur Wissen preis, sondern das kann ja teilweise

0: mir auch einen Plan machen für irgendwas.

0: Ich mache mal ein Beispiel:

0: Also wenn ich jetzt,

0: sagen wir mal, ein Mittagsmeeting planen will mit der Josèphe —

0: ich möchte mit ihr essen gehen — dann  muss ich mir ja auch einen Plan machen.

0: Dann muss ich ja sagen: Wann? Wann habe ich Zeit?

0: Wann hat die Josèphe Zeit?

0: Was findet sie überhaupt gut?

0: Findet sie Sushi gut,

0: oder gehe ich mit ihr irgendwie lieber in die Kantine,

0: oder wie auch immer? Es gibt  ja ganz viele Möglichkeiten.

0: Also ich muss mir einen Plan machen,

0: auch in eine zeitliche Reihenfolge  bringen und diese Dinge abarbeiten.

0: Das ist so ungefähr, als würde ich so einen — als hätte ich einen Assistenten,

0: einen sehr willigen Assistenten, der sagt:  „Ah, mit der Josèphe einen Termin ausmachen?

0: Okay, ich leg los. Ich mach mal!“

0: Und das kann im Prinzip das Sprachmodell auch.

0: Das kann mir so einen Plan machen und sagt  dann: Mach erst A, B, C, D, E, F, G etc.

0: Und danach haben wir dann ein Meeting quasi oder haben wir dann Lunch ausgemacht.

0: Und die Idee war jetzt zu sagen: Wenn denn in dem Text der Plan drinsteht,

0: dann könnte es ja ein Softwareprogramm geben, das diese Planung nimmt

0: und dann diese einzelnen Schritte ausführt.

0: Also das schaut dann in  meinem Outlook-Kalender nach,

0: das schaut in Josèphes Outlook- Kalender nach,

0: das stellt vielleicht auch Rückfragen über den Rechner.

0: Also sagt zum Beispiel: „Andreas, wie ist denn das eigentlich —

0: die Josèphe, ist die vielleicht Vegetarierin?

0: Vielleicht sollte man dann lieber so ein vegetarisches Restaurant aussuchen.“

0: Also auch solche Rückfragen.

0: Das ist alles Teil des Plans.  Und das Softwareprogramm,

0: das sich diesen Plan anschaut und dann ausführen kann —

0: das ist eigentlich der Agent, also dieser KI-Agent.

0: Das sind eigentlich zwei Teile, aus denen er besteht.

0: Der hat so eine Art — der hat das Sprachmodell

0: so als Brain, so als Planer.

0: Und das Agentische ist halt,

0: dass wirklich Dinge ausgeführt  werden, interagieren.

0: Und das Faszinierende ist,

0: dass der so ein bisschen in Runden arbeiten kann.

0: Das heißt, er kann seinen Plan noch anpassen —

0: ähnlich wie so ein Assistent, weil der sagt ja auch:

0: „Ich habe einen super Griechen ausgesucht.“

0: Und dann fragt er mich und sagt dann: „Vegetarierin?

0: Also nein, eigentlich nicht.

0: Müssen wir was anderes aussuchen?"

0: Und dann macht er einen neuen Plan.

0: Und das ist —

0: das ist eine ganz schöne neue Erfahrung,  die man mit Softwaresystemen vorher

0: so nicht hatte.

0: Also ganz einfach ist es eben nicht nur das Sprachmodell

0: wie bei der KI, sondern die Agentic  AI handelt dann auch schon direkt.

0: Also nicht nur das Verstehen, sondern auch direkt das Umsetzen.

0: Das klingt natürlich erst mal großartig.

0: Josèphe,

0: jetzt vielleicht mal noch mal in die

0: Praxis kurz rübergeblickt aus deiner Perspektive:

0: Wie verändern denn solche

0: KI-Agenten dann ganz konkret Geschäftsprozesse?

0: Weil SAP Signavio nutzt ja  beispielsweise Lösungen,

0: bei denen ja auch diese  KI-Agenten involviert sind.

0: Ja, genau. Das ist echt eine

0: gute Frage.

0: Und das verändert Geschäftsprozesse maßgeblich — und eigentlich auf zweierlei

0: Art, kann man sagen.

0: Also das verändert das Thema  Geschäftsprozessmanagement,

0: indem es im Prinzip

0: ein Tool

0: für die Geschäftsprozessmodellierung, für Process Mining geworden ist.

0: Also mit KI kann man im Prinzip Agenten einsetzen,

0: um bestimmte Aktivitäten bei der Modellierung

0: bei dieser — wie wir es immer sagen — bei der As-is-Aufnahme.

0: Also: Wie sind die Geschäftsprozesse jetzt?

0: Wie wollen wir unsere  Geschäftsprozesse in Zukunft gestalten?

0: Wie wollen wir Geschäftsprozesse analysieren?

0: Was müssen wir wissen etc.?

0: Und dabei spielen mittlerweile KI-Agenten auch in SAP Signavio

0: eine extrem große Rolle — jetzt schon.

0: Sprich, es gibt einen Agenten,

0: der hilft zum Beispiel, mit Texten einfach einen Prozess zu erstellen.

0: Also ich tippe etwas oder ich mache Copy-Paste

0: von einem Dokument, und daraus kann  ich schon mal einen Prozess erstellen.

0: Das ist schon basierend auf KI.

0: Auch kann ein KI-Agent mir helfen, ein Dashboard zu verstehen,

0: Process Mining zu verstehen:

0: Was sind die Gründe für ein bestimmtes  Problem in einem besonderen Geschäftsprozess?

0: Also das spielt alles eine Rolle.

0: Wie gesagt,

0: bei der tatsächlichen  Geschäftsprozessmanagementaufgabe,

0: die wir ja im Prinzip

0: jetzt heute Andreas und ich ja repräsentieren —

0: das ist die eine Seite.

0: Da gibt es ja noch ganz viele. Da kommen wir später darauf zurück.

0: Die andere Seite, wie Agenten, wie KI im Prinzip

0: Geschäftsprozessmanagement verändert,

0: kommt zurück auf dein Beispiel gleich, Andreas, ist im Prinzip:

0: Es macht ja die Ausführung  von dem Geschäftsprozess.

0: Das heißt, ich nutze nicht  nur KI bei der Erstellung

0: von meinem Geschäftsprozess, bei den Gedanken,

0: die ich mir für die Zukunft mache, sondern ich sage einem KI-Agenten,

0: was er eigentlich so zu tun hat, in  welchem Prozess, warum er das auch tut.

0: Und um auf das Beispiel zurückzukommen:

0: Der Agent — im Prinzip, ja — er setzt um.

0: Im Prinzip setzt er um, was wir ihm sagen.

0: Das heißt, wir sagen ihm — das  Thema Lunch ist ja natürlich

0: ein gutes Beispiel — aber wir können das

0: auf einen richtigen Geschäftsprozess übertragen.

0: Ich habe einen Kreditantrag. So — was muss ich machen?

0: Und ich habe einen Agent, der sich um diese Kreditantragfreigabe

0: und Bedingungen vielleicht kümmert.

0: Und diesem Agent muss ich ganz viele Informationen

0: mitgeben, damit er das auch richtig  tut — wie ein richtiger Mitarbeiter.

0: Potenziell auch besser, irgendwann,  je nachdem — oder nicht besser.

0: Aber er muss wissen: Okay, was ist die Kredithöhe?

0: Was sind die Kreditbedingungen?

0: In welchem Land ist die Person?

0: Was ist die Kredit — das Wort fällt mir nicht ein.

0: Also die

0: Kreditwürdigkeit. Dankeschön. Die Kreditwürdigkeit des Klienten etc.

0: Und das muss er alles

0: mit in Betracht nehmen, damit er seinen  Job auch an der Stelle richtig machen kann.

0: Noch ein letztes Wort dazu —

0: und dann lasse ich dich bestimmt  darüber sprechen, Andreas.

0: Und dafür

0: kann man ja normale  Modellierungsmethoden natürlich nutzen.

0: Aber es gibt auch neue Konzepte rund um die Modellierung, rund um die Vorgabe

0: von diesen Informationen für die KI-Agenten.

0: Das nennen wir bei Signavio Process Atoms.

0: Und das ist im Prinzip ein neuer  Weg, einem KI-Agenten zu sagen:

0: Okay, das und das musst du  betrachten, das sind die Limits,

0: das sind die Zeiträume, die du betrachten musst.

0: Es gibt bestimmte Risiken, die musst du auch in Betracht nehmen.

0: Und bis zu dem und dem Datum muss das und das gemacht werden.

0: Aber Andreas, jetzt frage ich mich —

0: Josèphe, danke,

0: das war ein guter Einblick —  frage ich mich natürlich als Laie:

0: Warum kommt denn das Thema jetzt gerade so auf?

0: Gibt es da — also wo sind die Grenzen?

0: An welchen Punkt sind wir denn gerade überhaupt?

0: Was können wir denn überhaupt schon machen?

0: Ja, es geht schon relativ

0: viel. Und Josèphe hat es eben  auch schon ganz gut dargestellt.

0: Also der neue Punkt ist diese Flexibilität.

0: Es gibt ja viele, die schon sagen: Na ja, Prozessautomatisierung aufgrund

0: von Regeln hatten wir schon  vorher. Das ist auch richtig.

0: Man hat sich immer dann schwergetan,

0: wenn es entweder sehr viele Regeln gibt,  die es gleichzeitig zu beachten gilt,

0: oder wenn man sehr flexibel darauf reagieren muss.

0: Das war so eine typische Domäne, wo man gesagt hat:

0: Da braucht man dann den Menschen,

0: weil diese Flexibilität bekommen

0: irgendwie, die Softwareprogramme einfach nicht hin.

0: Und ich glaube da gibt es mit der KI,

0: mit der künstlichen Intelligenz, gibt es mehr Flexibilität,

0: neue Möglichkeiten, dort etwas zu tun.

0: Aber ganz klar: Es gibt auch —

0: es ist eine Technologie, es ist eine Software —

0: Es gibt natürlich auch Grenzen.

0: Man darf das nicht zu weit sehen.

0: Also dieser Agent, der kann einzelne Aufgaben oder tatsächlich relativ

0: große Teile eines Prozesses schon ausführen. Aber der braucht Grenzen.

0: Warum?

0: Weil wir ihm vielleicht auch nicht genug Regeln gegeben haben.

0: Und weil er sich schon manchmal auch verläuft.

0: Muss mal ganz klar sagen. Also es braucht

0: ein gutes Regelwerk. Da wird man auch immer den Menschen

0: brauchen, nämlich so etwas zu formulieren.

0: Das heißt, das Prozesswissen, wird immer noch beim Menschen bleiben.

0: Und man muss auch klar sagen: Die Businessrelevanz oder das,

0: was das Geschäft ausmacht oder das auch, was das Unternehmen ausmacht —

0: das ist der Mensch, der das auch in  Regeln definiert, in den Vorgaben

0: für den Agenten. Und der Agent führt das dann tatsächlich aus.

0: Also insofern sind Agenten schon auch immer noch Ausführende

0: einer Unternehmensorganisation,

0: die bestimmte Regeln hat, den Regeln folgt  und die auch gewisse Businessziele hat.

0: Insofern —

0: ja, Automatisierungstechnologie, aber mit einer neuen Art und Weise,

0: mit Daten umzugehen und auch, ich möchte  mal sagen, Entscheidungen zu treffen.

0: Aber diese Entscheidungen

0: sind auch immer etwas, die wir weiter als Menschen kontrollieren müssen

0: oder mit dem — Und das sind die  Dinge, die wir uns jetzt als SAP

0: und auch als Scheer fragen: Wie können wir solche Systeme managen?

0: Weil wir reden ja jetzt nicht

0: nur über einen Agenten, zwei, sondern vielleicht habe ich plötzlich 50 da

0: bei mir werkeln, möchte ich mal  sagen — die muss ich managen.

0: Also: Was tun die denn gerade?

0: Und die muss ich auch in irgendeiner  Art und Weise überwachen,

0: ob die denn tatsächlich das tun. Weil

0: natürlich sind das Softwaresysteme, natürlich machen die Fehler.

0: Vielleicht sind die auch nicht richtig konfiguriert, muss man sagen.

0: Vielleicht sind meine Regeln nicht vollständig.

0: Das mag ja sein.

0: Und ich will natürlich verhindern,

0: dass der jetzt einen Kredit vergibt, der jetzt irgendwie viel zu groß ist,

0: an jemanden, der aus irgendwelchen Gründen

0: kreditwürdig erscheint, weil die Regeln so sind.

0: Aber jeder mit dem normalen Menschenverstand würde sagen:

0: Moment mal, an der Stelle muss ich mal noch mal nachhaken.

0: Das wäre jetzt auch tatsächlich so ein bisschen meine Frage,

0: die ich an Josèphe gerne weitergeben würde: Wie gut passt denn Agentic AI wie es jetzt ist

0: überhaupt schon zu der klassischen Prozess-

0: Welt, die jetzt bisher so bestand — also mit der Steuerung beispielsweise?

0: Wie passt das überhaupt da dazu — realistisch?

0: Genau, perfekte Brücke.

0: Ich war gerade dabei einzuspringen.

0: Das passt.

0: Es passt dazu in dem Sinne, dass zum Beispiel

0: am Mining — haben wir ja schon seit  langem — also Geschäftsprozessmanagement,

0: einen Teil von unserem Fall  ist ja auch Prozess Mining.

0: Und tatsächlich ist das Thema  Agenten-Mining jetzt auch

0: ein richtig großes Thema.

0: Sprich: Um darauf zurückzukommen, was Andreas sagte — ich muss ja

0: prüfen, dass der Agent sich so  benimmt, wie ich das auch will.

0: Das habe ich auch früher machen  müssen für normale Systeme

0: oder für Mitarbeiter, um zu gucken: Gibt es bestimmte Prozessvariationen,

0: die in unseren Zielen nicht entsprechen?  Gibt es bestimmte Prozessvariationen,

0: die ein gewisses Risiko bergen und bestimmte Risiken dann im Prinzip brechen?

0: Und das Gleiche kann man — und tut  man dann auch — für KI-Agenten.

0: Sprich, man schaut sich das Verhalten von diesen KI-Agenten über die Zeit an

0: und schaut, ob es Prozessvariationen gibt, ob er bestimmte Regeln

0: befolgt oder nicht befolgt. Bzw. —

0: das hilft auch in dem Moment zu lernen:

0: Okay,

0: ich sehe, dass dieser Agent — dein Beispiel, Andreas — der hat doch ein Kredit

0: vergeben an eine Person, die  noch nicht kreditwürdig ist.

0: Das heißt, daraus kann ich als Unternehmen lernen.

0: Man sagt: Okay,

0: wir brauchen hier neue Richtlinien,

0: neue Guidelines für unseren  Agenten, damit er sagt:

0: Aber okay,

0: ich muss auch noch auf das

0: und das achten, wenn ich bei  dieser Kreditvergabe arbeite.

0: Sprich,

0: das ist eine

0: neue Ebene in Prozessmanagement.

0: Aber das verändert im Prinzip das Fach nicht in dem Sinne,

0: dass man Prozesse definiert, Prozesse umsetzt

0: und im Prinzip auch Prozesse  analysiert. Meint, zu gucken,

0: dass alles richtig läuft und das Ganze kontinuierlich zu optimieren.

0: Also an der Stelle ist es nur ein andere Ebene.

0: Das würde ich jetzt vielleicht noch ganz gerne unterstützen —

0: so als positive Botschaft auch an  alle Prozessmanager da draußen.

0: Die Methoden bleiben eigentlich gleich.

0: Man muss jetzt nicht irgendwie sagen:

0: Das, was wir die letzten 20 Jahre  gelernt haben über Unternehmensabläufe,

0: das werfen jetzt über Bord und das  machen jetzt alles die Agenten.

0: Nein, das ist eigentlich eher im Gegenteil.

0: Diese klassische Methode des Prozessmanagements

0: gewinnt eigentlich an Bedeutung, weil wir damit sehr gut

0: mit dieser Technologie umgehen können  und sie auch kontrollieren können.

0: Und, ich denke, das wird die Unternehmen weiterbringen.

0: Denn viele Unternehmen fragen sich ja: Wie gehe ich mit diesem Thema KI um?

0: Und wir vertreten nun die Meinung, dass gerade das Prozessmanagement

0: der entscheidende Schlüssel ist, um diese Technologie wirklich —

0: sagen wir — von einem reinen Assistenzsystemen zu heben

0: auf eine Technologie, die das Unternehmen weiterbringt

0: und unterscheidet auch von anderen Unternehmen.

0: Andreas, gibt es denn

0: Aufgaben, bei denen du sagen würdest,

0: da eignen sich die Agenten besonders  gut — und andere vielleicht auch nicht?

0: Ja, das kann man durchaus sagen.

0: Und da muss man auch schauen:

0: An welchen Stellen kann ich denn Agenten einsetzen?

0: Also über Agenten nachzudenken macht immer da Sinn,

0: bei dem ich viele Varianten habe, bei dem  ich Flexibilität brauche und bei dem ich

0: reagieren muss auf das, was letztendlich innerhalb

0: oder im Rahmen der Aktivitäten so passieren.

0: Wenn ich nun einen Prozess habe, der

0: sehr wohl strukturiert ist  und in der Vergangenheit

0: auch schon sehr gut funktioniert oder der automatisierbar war,

0: dann werde ich nicht unbedingt einen Agenten  einsetzen, weil das funktioniert schon.

0: Also alles über Bord zu werfen jetzt nur, weil es Agenten gibt,

0: macht jetzt an der Stelle auch keinen Sinn.

0: Gerade wenn es um Prozesse geht, die sehr strukturiert sind

0: und die vielleicht auch nach außen strukturiert dargestellt werden können —

0: aufgrund von Regularien, aufgrund von Nachweispflichten —

0: an dieser Stelle kann ich schon wohl strukturierte Prozesse weiter verwenden.

0: Das macht auf jeden Fall Sinn.

0: Der zweite Punkt ist in Richtung Daten.

0: Man muss natürlich schauen:

0: Welche Daten

0: darf der Agent verwenden? Wo darf er drauf zugreifen?

0: Wo wandern die Daten hin?

0: Das ist im Moment ein Riesenthema, das  wir auch ganz offen diskutieren müssen.

0: Wer hat eigentlich Datenhoheit?

0: Wem gehören die Daten? Und auch: Welche Qualität haben Daten?

0: Auch der KI-Agent wird auf einer

0: fragwürdigen Datenbasis natürlich auch

0: fragwürdige Entscheidungen treffen.

0: Wenn man aber ganz ehrlich ist: Das war vorher auch schon so.

0: Von daher macht es vielleicht so  manche Dinge noch mal sichtbarer,

0: die vorher eigentlich schon als —

0: zumindest Herausforderung in  Unternehmen — sowieso schon

0: sichtbar waren.

0: Und das Zweite: Wo eignet es sich auch nicht?

0: Also man darf dem auch keine zu großen Aufgaben geben.

0: Es gibt ein ganz schönes Beispiel, kann man sich vielleicht mal anschauen.

0: Es gab den Versuch mit einem KI-Agenten,

0: so einen Snackautomaten zu  kontrollieren oder zu führen —

0: also einen kleinen Laden quasi wie so kleinen Emma-Laden.

0: Das war so ein Automat, der stand,

0: glaube ich, im Wall Street Journal und der sollte dieses Geschäft führen.

0: Aber man muss sagen:

0: Der hat schon hier und dort ein  paar Schwierigkeiten gehabt.

0: Also wer mal so ein bisschen

0: sich da mal eine lustige Story anschauen will — das ist sehr nett gemacht.

0: Wie gesagt: Wall Street Journal. Man hat viel gelernt.

0: Manche haben auch gesagt: Das zeigt, dass KI-Agenten

0: eigentlich gar nicht das  leisten, was sie versprechen.

0: Ich sehe das ein bisschen anders.

0: Es ist ein schönes Beispiel dafür, wo Grenzen sind.

0: Und es zeigt einem ganz gut auf, wie man Agenten einsetzen kann

0: und wo Limitationen sind, die jede Technologie hat und der man sich

0: aber einfach als Unternehmenslenker gerade bewusst sein muss.

0: Josèphe, Andreas — wir sind jetzt quasi schon mittendrin.

0: Und da könnten wir wahrscheinlich noch  in alle Richtungen auch weiter überlegen.

0: Aber ich würde gern noch ein bisschen

0: zur konkreten Umsetzung gehen aus der Perspektive eines Betriebs —

0: also, ja, zum Agenten hin.

0: Josèphe: Wenn jetzt Unternehmen starten wollen — was heißt eigentlich

0: das Starten,

0: Dieses KI-Agent Designen?

0: Also was würdest du da mitgeben wollen?

0: Was ich da mit geben will? Ganz viel.

0: Aber im Prinzip —

0: da würde ich eigentlich sagen: Back to the roots oder back to basics.

0: Und zum Thema Process Management  und Unternehmensführung,

0: Unternehmensorganisation: Also KI

0: ist im

0: Prinzip jetzt nicht etwas, wo man sagt: Ich setze alle

0: möglichen KI-Agenten einfach so ein und denke mir, das wird gut.

0: Und das Beispiel mit dem Shop ist auch ganz süß.

0: Das heißt eigentlich muss  man sich Gedanken machen.

0: Also wirklich —

0: das ist eine strategische Aufgabe, damit es auch zum Erfolg führt — ist:

0: Wie laufen meine Geschäftsprozesse?

0: In welchen Prozessen macht es Sinn, dass ich bestimmte Agenten einsetzt?

0: Welche Prozesse eignen sich besonders? Wenn ich jetzt an die SAP-Welt denke,

0: ist tatsächlich auch zu sagen: Okay, ich habe bestimmte Einkaufs-, Finanzprozesse.

0: Gibt es vielleicht auch da Agenten, die mir direkt helfen können,

0: bestimmte Bereiche

0: in meinen Prozessen zu optimieren? Aber wirklich vom Prozess her zu starten —

0: vom Need, von den Problemen oder von der Automatisierbarkeit

0: bestimmter Prozessen ausgehen und nicht von dem Agenten.

0: Also wir denken nicht erst mal Agent, sondern man muss wirklich erst mal process

0: first denken und dann sich anschauen: Wo macht was Sinn?

0: Was würde es uns bringen,

0: in dem Einkaufsprozess den und den Agenten einzusetzen?

0: Das ist wirklich —

0: das ist die Mindestvoraussetzung aus meiner Perspektive.

0: Und das ist auch der einzige Weg, überhaupt einen Erfolg zu erreichen.

0: Das hatten wir vorhin mit den Geschäftszielen.

0: Das muss das Ziel sein.

0: Also wir haben in Unternehmensstrategien bestimmte Prozesse —

0: und dann schaut man, was können  die KI-Agenten an der Stelle tun?

0: Es gibt eigentlich viele Unternehmen, die

0: die anbieten werden, KI-Agenten  zu managen oder zu governen.

0: Der ist schon da.

0: Der wird im Prinzip technisch  betrachtet wie ein IT-System.

0: Ist ja schön und gut,

0: aber das reicht nicht, um  Geschäftsprozesse im Prinzip

0: richtig zu umzusetzen und zum Erfolg zu führen.

0: Man muss wirklich von den Steps ausgehen.

0: Was kann man wie nutzen? Und dann auch — das ist aber wieder Thema

0: Geschäftsprozessmanagement — das  kontinuierlich analysieren und optimieren.

0: Also das wäre wirklich

0: die beiden Richtungen für mich: erst mal gucken

0: vom Prozess aus, von der Strategie, von der Prozessseite aus —

0: und dann auch wirklich diese kontinuierliche Analyse und Optimierung.

0: Das wäre das Zweite, damit man überhaupt  KI-Agenten erfolgreich umsetzen kann.

0: Was wären das für Methoden aus dem Prozessmanagement,

0: die dabei helfen könnten?

0: Das wäre aber wiederum —

0: dann sind wir bei der Prozessanalyse Wo stehen wir?

0: Was möchte ich mit meinem  Einkaufsprozess erreichen?

0: Was sind meine verschiedene Einkaufsprozesse?

0: Was habe ich für Lieferanten etc? Also Geschäftsprozessanalyse,

0: Bestandsanalyse —

0: Punkt eins: Und dann in dem  kontinuierlichen Geschäft

0: dieses Thema Process Mining  oder KI-Agenten-Mining,

0: um das Ganze kontinuierlich zu optimieren.

0: Da kommen wir wieder zu unseren  Basics vom Geschäftsprozessmanagement.

0: Andreas, was würdest du für den richtigen Einstieg mitgeben —

0: vielleicht auch mit dem Stichwort Build-Pfade?

0: Ich denke, dass man sich schon tatsächlich

0: Dinge anschauen kann, die es  schon gibt, um so ein paar

0: erste

0: Ideen zu bekommen.

0: Ich bin aber kein Freund davon,  jetzt einfach mal Ideen zu sammeln

0: und dann auf den Tisch zu legen und dann zu sagen: Ich nehme mal A, B, C.

0: Sondern zu schauen: Was beschäftigt mich als Unternehmen

0: im Moment? Ist es zum Beispiel, dass ich neuen Regularien gegenüberstehe?

0: Ist das ein Punkt? Oder ist es vielleicht ein Punkt,

0: dass ich mit sehr heterogenen Daten zurzeit umgehen muss?

0: Also ein Beispiel wäre:

0: Ich bekomme Rechnungen, aber die bekomme ich als E-Mail, als Fax,

0: über irgendwelche Standards und noch irgendwie

0: drei andere Möglichkeiten, die da in mein Unternehmen reinfluten.

0: Also zu schauen: Wo, an welcher  Stelle habe ich denn im Moment

0: durchaus Überlegungen, besser zu werden?

0: Wo möchte ich denn tatsächlich

0: meine Vorteile vielleicht auch als Unternehmen

0: in dem Markt ausbauen — in Form einer ganz strategischen Analyse.

0: Und im nächsten Schritt werde ich dann schauen: Sind dann

0: Agenten in der Lage, mir da zu helfen?

0: Und dann ist es so ein bisschen

0: die klassische IT-Build-or-buy-Entscheidung,

0: dass ich mir anschaue: Gibt es —

0: es gibt so Kataloge, da kann man halt schauen —

0: was gibt es denn so für Agenten? Würden die mir dann an der Stelle helfen?

0: Oder bin ich an ein paar Stellen  durchaus auch in einer Situation,

0: bei dem ich mir einen Partner suche, der mir dort Lösungen baut

0: oder tatsächlich auch selber Know-how aufbaue,

0: um gewisse Dinge dort auch wirklich zu implementieren?

0: Also gerade wenn es darum geht, dass ich Unternehmenswissen

0: in irgendeiner Art und Weise

0: schon im Unternehmen auch halten will und  nicht irgendwie einer Cloud anvertrauen

0: will, die jetzt sonst wo liegt — nach GDPR sowieso nicht erlaubt —

0: dann würde ich schauen:  Brauche ich auch selber Wissen,

0: um das in irgendeiner Art  und Weise zu realisieren?

0: Ich gebe mal ein Beispiel: Wenn ich zum Beispiel Bilder erkennen

0: will, also Bilder, vielleicht  meiner Produkte erkennen will,

0: dann sind vielleicht auch spezifische  Eigenschaften meiner Produkte

0: auch wichtig.

0: Und diese spezifischen Eigenschaften, die möchte ich natürlich

0: als Unternehmenswissen auch bei mir im Unternehmen halten.

0: Und das sind so typische Beispiele, wo ich sage: Das ist etwas,

0: das ich zwar mit KI verarbeite, aber eigentlich

0: unter meiner Kontrolle und nicht  unter der Kontrolle von anderen.

0: Und wenn wir beim Einstieg bleiben, Andreas — vielleicht auch das noch als

0: als Stichwort rübergeworfen:

0: Welche Rolle spielen dann KPIs, Kennzahlen, dabei?

0: KPIs sind deswegen wichtig, weil es sind so

0: die Leitplanken, die ich mir selber  gebe — also die Kennzahl als solches,

0: aber natürlich auch der  entsprechende Wert dieser Kennzahl.

0: Also eine typische Kennzahl wäre ja: Ich  will, wenn ein Kundenauftrag reinkommt,

0: den innerhalb von einem Tag

0: irgendwie bearbeiten können oder zumindest  eine Rückkehrindikation geben können.

0: Wenn das mein Benchmark ist, dann ist das natürlich etwas, was ich

0: sehr schön auf Prozessen definieren kann.

0: Und wenn

0: der Agent in dem Prozess arbeitet, dann habe ich den quasi mit einem Aufwasch

0: gerade mitgemacht, sozusagen.

0: Dann ist es eigentlich fast egal, welche Technologie ich benutze.

0: Also das ist eigentlich das Schöne, dass ich dann

0: diese Kennzahlen vielleicht  gar nicht auf den Agenten,

0: sondern auf den Prozess anwende, in dem der Agent arbeitet.

0: Und das macht es mir viel einfacher, weil so Kennzahlensysteme —

0: das gibt es einfach schon. Das muss ich ja auch nicht neu erfinden.

0: Und das ist eine schöne Art und Weise, dort mit

0: mit dieser Technologie auch zurechtzukommen,

0: weil — um auf das Thema künstliche Intelligenz zurückzukommen —

0: diese Modelle, die tun ja immer was, die laufen ja eigentlich typischerweise.

0: Man kennt das ja, wenn ich ChatGPT frage.

0: Der sagt ja nie: „Weiß ich nicht“, sondern zur Not erfindet er was.

0: Ja, das ist auf der IT-Seite

0: so ein bisschen das Problem: Der macht immer irgendwas.

0: Aber ob das sinnvoll ist — das ist halt die zweite Frage.

0: Das sehe ich dann an der KPI.

0: Weil wenn ich dann irgendwie zwar  schnell ein Angebot rausschicke,

0: aber der Kunde sagt: „Das hat aber mit  dem, was ich wollte, gar nichts zu tun“,

0: dann weiß ich: Obacht —

0: hier muss ich vielleicht noch mal drauf schauen.

0: Josèphe, du hast jetzt gerade ganz vehement  mitgenickt. Und das möchte ich aufgreifen,

0: um auch schon Richtung Ende noch eine  kleine Zusammenfassung mit euch zu finden.

0: Ich würde dich gerne noch mal fragen:

0: Was würdest du uns vielleicht auch

0: zum Abschluss mitbringen aus dem, was wir besprochen haben,

0: unserem kleinen Einblick?

0: Was sind die wichtigsten Punkte für Entscheider, die Sie bedenken sollten?

0: Warum es sich vielleicht auch lohnt?

0: Ja, danke für die Frage.

0: Ich habe vehement mit genickt.

0: Das kann ich gut. Aber —

0: Also wenn man sich die Zahlen anguckt,

0: na ja, also das ist tatsächlich in Richtung

0: Schlussfolgerung für heute:

0: Es sind sehr viele Unternehmen,

0: die sich mit dem Thema KI und KI-Agenten beschäftigen,

0: Aber wenn man jetzt bei Gartner guckt, was für Zahlen da rauskommen:

0: Also in diesem Jahr werden  80 % in Unternehmen im Prinzip

0: schon mal mit AI getestet haben.

0: Viele machen sich natürlich Sorgen zeitgleich.

0: Man sieht ja auch Studien von Gartner, dass eigentlich die Benefits,

0: also die Vorteile eigentlich wirklich wesentlich größer sind als die Risiken.

0: Aber um diese Benefits, um diese  Vorteile dann zu erreichen,

0: muss man wirklich, wie wir heute besprochen haben,

0: das ganze Thema KI aus der Unternehmensstrategie

0: und aus den Unternehmensgeschäftsprozesse heraus anschauen.

0: Wirklich überlegen: Was wollen wir mit den KI-Agenten erreichen?

0: Warum setzen wir diese ein?

0: Wie messen wir den Erfolg von dem  Unternehmen und somit von unseren

0: KI-Agenten in bestimmten Geschäftsprozessen?

0: Und dann spricht im Prinzip

0: nichts mehr gegen den Einsatz  von KI und KI-Agenten.

0: Das wäre der erste Punkt, so mehr die strategische Seite.

0: Und tatsächlich kann man auch sagen:

0: Start small, think big.

0: Auch bei KI-Agenten, bei KI insgesamt,

0: ist es glaube ich, eine  ganz gute Herangehensweise.

0: Also wirklich vielleicht sich ein paar

0: Pilotprojekte aussuchen, ein paar Ecken.

0: Vielleicht unser Beispiel mit  dem Kreditmanagement angucken

0: oder in einen speziellen Bereich

0: im Einkauf sich Piloten aufzubauen und auch daraus zu lernen,

0: wie die Organisation darauf reagiert und wie viele Benefits da kommen.

0: Aber auch: Welche Fehler man  gemacht hat, damit man das

0: im großen Maße nicht mehr macht.

0: Josèphe sagt also:

0: Start small, think big. Und  Andreas, ich würde auch dich gerne

0: noch mal nach deinen konkreten Schritten fragen, die du für uns mitgeben würdest,

0: die Unternehmen bedenken können, wenn sie sich hin

0: zu KI-Agenten bewegen wollen — als Fazit.

0: Ja, so der Hinweis von Joséphe ist sicherlich richtig:

0: klein starten, um die ersten Schritte zu gehen.

0: Das aber in einen gewissen Rahmen  setzen, damit man auch weiß:

0: Wenn es funktioniert — was mache  ich denn als Nächstes? Und wie?

0: Wie unterstütze ich denn insgesamt das Unternehmen?

0: Ich denke immer: Angst ist  ein schlechter Ratgeber.

0: Natürlich kann man sich die ganzen Studien

0: anschauen und sagen: Na, oh Gott —

0: jetzt setzen das alle ein und dann komme ich ins Hintertreffen.

0: Ja, wir leben aber tatsächlich in einer Welt, die sich schnell verändert,

0: die sich stark verändert

0: und bei der man Chancen ergreifen muss.  Und dort muss man tatsächlich überlegen:

0: Ist KI für mich eine Chance — und wenn ja, an welcher Stelle?

0: Und das ist genau der Punkt,

0: nämlich: An welcher Stelle  könnte ich das einsetzen?

0: Dazu brauche ich erst mal Wissen.

0: Das heißt, der Aufbau von Wissen

0: innerhalb

0: des Unternehmens über künstliche Intelligenz ist, glaube ich, schon

0: ein relativ strategischer Punkt und wichtiger Punkt.

0: Und man muss leider sagen auch tatsächlich  für eine gewisse Managementebene.

0: Die muss gewisse Grundzüge der  künstlichen Intelligenz zumindest mal

0: grob verstanden haben, um es in die Überlegungen

0: mit einbeziehen zu können.

0: Da geht es nicht um Details, aber es geht schon darum zu verstehen,

0: was die Möglichkeiten sind,

0: die mit diesem strategischen Rahmen tatsächlich existieren.

0: Weil es gibt auch tatsächlich Projekte —

0: es gibt auch Unternehmen,

0: die sagen: "Ich habe die ersten Piloten gemacht,

0: die waren auch ganz okay, Aber ich weiß irgendwie nicht so richtig,

0: wie ich jetzt weitermachen soll."

0: Und das muss man sich insgesamt überlegen.

0: Und da braucht man tatsächlich

0: Unternehmenslenker, tatsächlich  gewisse Visionen, wo es hingehen soll.

0: Ich möchte nicht so weit gehen, dass jetzt jedes Unternehmen

0: sich ein völlig neues Geschäftsmodell überlegen muss oder sagen muss:

0: „Aber jetzt — morgen mache ich mein, mache ich mein Geschäft völlig anders.“

0: Nichtsdestotrotz kann es verändern.

0: Und man muss als Unternehmen  natürlich immer sehen:

0: Wie verhält sich der Markt?

0: Oder gibt es vielleicht Marktbegleiter, die ihr Geschäftsmodell verändern?

0: Und muss ich da in irgendeiner Art und Weise darauf reagieren?

0: Also man muss ein paar Dinge gleichzeitig tun —

0: tatsächlich.

0: Das ist aber, denke ich bei jeder Veränderung so oder bei jeder,

0: sagen wir,

0: Marktveränderung, die uns dort in den letzten Jahren begegnet ist.

0: Und ich denke, es braucht  vor allen Dingen auch eben

0: die richtigen Ansprechpersonen, die einen unterstützen können,

0: die Expertise.

0: Deswegen freue ich mich, dass wir gemeinsam einen Einblick heute

0: wagen konnten in die Welt von Agentic AI.

0: Vielen Dank an dich, Joséphe Blondaut. Dr.

0: Andreas Kronz. Ich habe mich gefreut, dass wir uns miteinander

0: in dieses Thema reingewagt haben.

0: Und ich wünsche noch einen schönen Tag.

0: Vielen Dank.

0: Wünsche ich auch. Schönen Tag noch.

0: Vielen Dank.

0: Das war re:invented

0: der Business Podcast von Scheer IDS.

0: Mehr Impulse, Best Practices und Hintergründe

0: finden Sie auf scheer-ids.de.

0: Wenn Sie wollen, hören wir uns in der nächsten Folge wieder.

0: Bis dahin machen Sie's gut.

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