07 #BestPractice: SAP-Altsysteme compliant stilllegen – Retention Box im Praxis-Deep-Dive

Shownotes

Nach der SAP S/4HANA-Transformation bleibt in vielen Unternehmen eine Frage offen: Was passiert mit den SAP-Altsystemen, die aus Audit-, oder Compliance-Gründen weiter verfügbar sein müssen? Diese Folge verbindet die Best Practice-Perspektive mit einem Solution Deep Dive: Gemeinsam mit Martin Rosahl (Managed Services Experte) sprechen wir darüber, warum Retention frühzeitig Teil jeder Transformationsstrategie sein sollte, und wie sich Altsysteme kontrolliert in einen Ruhemodus überführen lassen, ohne Compliance- oder Sicherheitsrisiken einzugehen. Im Fokus stehen organisatorische Voraussetzungen, typische Projektaufwände und konkrete Zugriffsszenarien.

Ein praxisnaher Blick auf ein Thema, das für die Transformation eher als Nebenschauplatz gilt, jedoch ein strategischer Baustein für einen sauberen Transformationsabschluss ist.

Hier können Sie sich die Podcast-Folge mit Video anschauen: https://youtu.be/BLl14vSFnsM

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0: Willkommen zu re:invented – dem  Business Podcast von Scheer IDS

0: Wir sprechen über Cloud, Prozesse  und digitale Transformation

0: – praxisnah verständlich und immer mit Blick auf  das, was Ihrem Unternehmen echten Mehrwert bietet.

0: Herzlich willkommen zu einer weiteren  Folge. Ich bin Susan Zare, freue mich,

0: wieder Fragen stellen zu dürfen. Und lasst  uns mal in dieser Folge zu Beginn festhalten:

0: Viele Unternehmen haben ihr ERP bereits in  die Cloud überführt oder stecken mittendrin

0: in der S/4HANA-Transformation. Oder anders  gesagt, wenn Unternehmen ihr System umstellen,

0: dann ist schnell die Frage da: Was  passiert mit den alten SAP-Systemen,

0: die weiterhin verfügbar bleiben müssen – aus  ganz unterschiedlichen Gründen – aber eben

0: auch Kosten mit sich bringen. Darüber muss  man sich Gedanken machen, denn es ist klar:

0: Der Dauerbetrieb dieser Altsysteme, der  ist ganz schön teuer und der kann auch

0: riskant sein. Genau darüber wollen wir sprechen,  denn die Scheer IDS bietet dafür eine Lösung,

0: die Retention Box, und wie man mit der umgeht,  woher sie kommt und was sie bringen kann – darüber

0: kann ich jetzt sprechen mit Martin Rosahl. Er ist

0: Experte für Managed Services bei der  Scheer IDS. Ich grüße dich, Martin.

0: Hallo Susan. Grüß dich!

0: Martin, viele Unternehmen haben,  ich habe es gerade schon gesagt,

0: diese ERP-Landschaft modernisiert, sind dabei.  Aber die alten SAP-Systeme bleiben ja trotzdem

0: hängen. Warum müssen wir darüber sprechen,  wie wir mit diesen alten Systemen umgehen?

0: Danke für die Frage, das ist ein guter  Punkt. Natürlich wollen viele Leute oder

0: viele Unternehmen in Richtung S/4HANA  oder müssen Richtung S/4HANA gehen,

0: tun das auch in den nächsten Jahren  oder sind schon mittendrin bzw.

0: haben es schon geschafft und müssen sich  Gedanken machen dazu: Was ist denn mit

0: meinen alten Systemen, wo ja auch wichtige,  wirtschaftsrelevante Belegdaten drin sind,

0: die jetzt möglicherweise nicht ins neue System  überführt worden sind? Und dadurch, dass wir ja

0: in regulierten Branchen arbeiten,  aber auch so Aufbewahrungsfristen

0: gegenüber dem Gesetzgeber haben, müssen  halt Daten für x Jahre, Belegdaten,

0: aufbewahrt werden. Und hier genau kommt  unsere Retention Box mit ins Spiel,

0: die genau diese Lücke schließt und so  schließt, dass nicht am Ende des Tages ein

0: Altsystem wie ein neues System betrieben  werden muss, also mit denselben Kosten

0: betrieben werden muss. Wir sind dort  effizient unterwegs und können somit

0: eine sichere und auch saubere Lösung  darstellen, um das zu gewährleisten.

0: Was sind denn so typische Risiken, die  Unternehmen vielleicht auch unterschätzen,

0: wenn sie Altsysteme weiterlaufen lassen?

0: In allererster Linie sind das  Kostenrisiken, in die sie reinsteuern.

0: Weil der Betrieb von SAP-Systemen ist bekanntlich  jetzt nicht das günstigste Mittel der Wahl. Es

0: muss halt sauber betrieben werden. Es muss auch  compliance- und audit-sicher betrieben werden.

0: Und das stellt die Scheer sicher. Das stellt die  Scheer insofern sicher, dass sie sozusagen für

0: sehr viele Kunden dieses SAP-Hosting, wie man es  so schön nennt, auch bereitstellt. Und wenn die

0: Kunden jetzt im Zuge der S/4HANA-Transformation  Richtung SAP ERP Cloud bzw. SAP On-Prem

0: weitergehen, ihre Landschaft überdenken  müssen und ein Altsystem entsteht,

0: was so, wie es jetzt auch kostet,  nicht weiter kosten soll und darf.

0: Da haben wir eine Lösung mit der Retention  Box geschaffen, die bis zu 80 Prozent der

0: Kosten einspart, aber gleichzeitig auch dem  Kunden die Möglichkeit gibt, immer wieder in

0: sein altes System reinzuschauen. Sei es für  die interne Belegschaft, für die Mitarbeiter,

0: die halt noch mal alte Belegdaten einsehen  müssen oder aber auch für Audits, die ja

0: auch regelmäßig stattfinden, wenn  Wirtschaftsprüfer über die Daten

0: schauen müssen. Da muss man denen  den Zugriff gewährleisten und das

0: funktioniert genauso gut, aber mit deutlich  weniger Kosten in einem solchen Retention-System.

0: Also sie virtualisiert SAP-Systeme,  um es vielleicht noch mal irgendwie

0: für mich so verständlich zu  machen. Kann man das sagen,

0: das ist so eine Art digitales Schließfach  dann von dem alten System oder vielleicht

0: kannst du vielleicht noch mal mir erklären,  dass ich es noch mal richtig verstehe.

0: Ja.

0: Sehr gerne, sehr gerne. Also es gibt ja  verschiedene Szenarien, ein SAP-System

0: zu betreiben. Es gibt die Szenarien, dass  das bei Kunden sozusagen im Keller steht,

0: das altbewährte Mittel. Dann gibt es die  Szenarien, dass man eine Private Cloud nutzt,

0: wo sehr, sehr viele Dienstleister, unter  anderem auch die Scheer, unterwegs sind.

0: Und dann gibt es natürlich den goldenen Weg,  dass man die Systeme sozusagen gleich in eine

0: Public Cloud bei einem Hyperscaler, wie die  Scheer das bei Microsoft Azure macht, überführt

0: beziehungsweise die Systeme dort auch  betreibt und auf genau dieser Plattform

0: setzt halt auch die Retention Box auf,  dass die Systeme in Microsoft Azure auf

0: einer kostengünstigen Plattform liegen, als  dass sie in einem Regelbetrieb liegen können,

0: und dadurch spart man sozusagen  Kosten für die Kunden ein.

0: Also, damit spart man eben ordentlich Kosten ein.  Trotzdem stelle ich mir jetzt natürlich die Frage,

0: wie groß wäre denn der Aufwand, wenn Unternehmen  ihre Altsysteme vielleicht im Eigenbetrieb

0: halten würden im Vergleich? Also technisch,  organisatorisch, wie kann ich mir das vorstellen?

0: Genau. Also es ist ja so, dass zu  einem SAP-Betrieb immer dazugehört,

0: dass auch so ein System gepflegt wird. Es  gibt die SAP-Basis-Seite, so nennt sich die,

0: und die SAP-Applikationsseite, die beide von  der Scheer auch unter anderem betreut werden

0: können. Und wenn wir jetzt  auf dieser Basisseite schauen,

0: muss so ein System halt regelmäßig gepatcht  werden, security-relevante Sachen müssen

0: eingespielt werden. Es muss halt so überwacht  sein und am Laufen und am Leben gehalten werden,

0: dass es für den Kunden nutzbar ist. Ein System,  so ein SAP-System, ist ja auch geschäftsrelevant.

0: Da sind geschäftsrelevante Daten drin, Abläufe,  Prozesse, die für Unternehmen dargestellt werden,

0: und wenn man das weiterlaufen lässt, dann  produziert das natürlich dieselben Kosten

0: für den normalen Betrieb auch weiterhin. Und das  möchte man nicht. Man muss Personal möglicherweise

0: vorhalten oder auch das Personal des  Dienstleisters weiterhin so bezahlen,

0: als würde man das System aktiv nutzen.  Was ja dann, wenn man in Richtung S/4HANA,

0: gucken wir jetzt einfach mal in die SAP  ERP Cloud, also das RISE-Modell wählt, dann

0: nicht mehr notwendig wäre, nicht  mehr in diesem Umfang notwendig wäre.

0: Und dadurch kann man sozusagen die Retention  Box nutzen, denn die bindet das Nötigste,

0: was man braucht für den Betrieb, und  realisiert dann sozusagen auf einer

0: anderen Kostenebene für Kunden genau diesen  Retention-Box-Modus, den man dann gehen würde.

0: Also dieser Mehrwert, der erschließt sich mir  eigentlich ganz gut. Trotzdem würde ich gerne

0: noch mal fragen, wo kommt das eigentlich her? Wie  eigentlich sind wir dazu gekommen, diese Retention

0: Box zu nutzen? Weil das fängt ja wohl damit erst  mal an, dass man sich die Frage stellen muss,

0: glaube ich jetzt mal, aus regulatorischer  Sicht beispielsweise, warum kann man nicht

0: einfach diese Systeme abschalten? Also wo fängt  das an und wie kam man dann zur Retention Box?

0: Genau, es ist ja jedes Land unterschiedlich und  wenn wir in Deutschland unterwegs sind und die

0: Scheer ist ja in der Regel bei deutschen Kunden,  die international agieren, unterwegs, obliegt

0: jedem Unternehmen eine Mindestaufbewahrungspflicht  ihrer Daten, ihrer Akten im alten, altmodischen

0: Sinne, auch ihrer geschäftsrelevanten Daten.  Und dahingehend, wenn man in eine neue Welt

0: umzieht sozusagen, die SAP-RISE-Welt, wenn wir  jetzt die mal als Beispiel nehmen, dann wird

0: sehr viel Neues kreiert. Also das System bekommt  neue Prozesse, man geht mit dem System auch in

0: die Cloud, also das wird dann auf verschiedenen  Hyperscalern, wird eine Möglichkeit gegeben,

0: eben das zu hosten, das wird alles von der  SAP realisiert und in dieser neuen Welt

0: sind dann aber die alten Daten so nicht überführt  und diese alten Daten müssen weiterhin aufbewahrt

0: werden. Also aus verschiedensten Branchen gibt es  dort Aufbewahrungsfristen von bis zu 25 Jahren,

0: weil man halt Daten hat, wie zum Beispiel im  Public Sektor, Baudaten, baurelevante Daten,

0: geschäftskritische Daten, die aufbewahrt  werden müssen und die müssen vorgehalten

0: werden. Die müssen nicht vorgehalten werden,  dass man da jeden Tag, zu jeder Zeit immer

0: rankommt. Dann wäre man nämlich im Weiterbetrieb  des Altsystems. Die müssen so vorgehalten werden,

0: dass man sozusagen uns als Dienstleister,  wenn man diesen Service nutzen möchte,

0: einen Service Request, ein  Ticket einstellt und dann in

0: diesem Ticket sozusagen mitteilt, man  braucht den Zugriff auf die SAP-Umgebung,

0: auf die alte Umgebung von Zeitpunkt X  bis Y und in diesem Zeitpunkt gewähren

0: wir sozusagen den Zugriff auf die  Systeme und ansonsten ruhen die

0: Systeme. Die sind dann sozusagen im Sleep  Mode und verursachen in dem Sinne keine

0: großen laufenden Kosten. Das ist  ein geringfügiger Kostenblock,

0: der entsteht für das Vorhalten der Daten.  Die müssen ja irgendwo liegen. Die liegen

0: ja nicht bei irgendjemandem im Keller,  sondern in dem Sinne in Azure, genau,

0: also Microsoft Azure. Und diese Daten sind  dann auf Zuruf bzw. auf Bedarf verfügbar.

0: müssen gelagert und gespeichert werden.

0: und werden auch nur dem  Kunden so verfügbar gemacht,

0: dass er sie einsehen kann. Er kann sie nur  lesen. Er kann die Daten nicht mehr verändern.

0: Das ist tatsächlich auch wahrscheinlich der Punkt,

0: der sich am meisten von der klassischen  Archivierung unterscheidet, oder?

0: Ja, in dem Sinne, beziehungsweise auch die  Tatsache, dass eine klassische Archivierung,

0: so wie es viele Unternehmen nutzen,  die Daten ja ein Stück auslagert,

0: aber verfügbarer macht, wenn man sie  jetzt auch auf die Schnelle braucht.

0: Wenn ich als End-User sozusagen auf meine  alten Daten von vor fünf, sechs Jahren,

0: die archiviert worden sind, zugreifen möchte,  dann sind die ein paar Klicks entfernt und

0: ich muss geringfügige Wartezeiten in  Anspruch nehmen, also in Kauf nehmen.

0: Bei diesem Retention-System ist es so, dass  der Kunde nach einem abgeschlossenen Projekt,

0: wo die Rechte und die Rollen einfach  noch mal durch die Scheer quergecheckt

0: werden und finalisiert werden,  sodass quasi auch alle Daten

0: eingeschränkt sind und geprüft sind, dass die  nicht mehr für den Kunden im alltäglichen Bedarf

0: zur Verfügung stehen. Nur noch auf Anfrage  bei Bedarf. Solche Bedarfe sind dann halt

0: die Wirtschaftsprüfer, die sich dann auch des  Öfteren ankündigen und diese einsehen müssen.

0: Dafür wird dann ein spezieller Raum eingerichtet,  wo nur der Kunde beziehungsweise der Dritte

0: nach Bedarf drauf kann und dann diese  Daten einsehen kann. Das aber auch nur

0: für einen bestimmten Zeitraum. Die sind  jetzt nicht über Monate hinweg verfügbar,

0: sondern wirklich auf einen angemeldeten Zeitraum,

0: dass sie danach wieder in den Ruhemodus versetzt  werden können, weil sonst würde man die Daten

0: ja dauerhaft vorhalten und sie produzieren  mehr Kosten, die man ja nicht haben möchte.

0: Jetzt hast du gerade schon so ein Praxisbeispiel  genannt, wann man eben auf so eine Retention Box

0: zugreifen müsste beispielsweise. Kannst du uns  vielleicht noch mal einen anderen typischen

0: Kundenfall skizzieren, vielleicht auch so im  Vergleich, welche Herausforderungen man ohne

0: Retention Box zu mit der Retention Box hätte,  einfach noch mal, um es besser greifen zu können.

0: Also im Grunde genommen gibt es verschiedenste  Szenarien. Also jedes Unternehmen ist da auch

0: ein Stück weit anders. Die einen haben halt  eine Auflage, dass sie die Daten X Jahre,

0: Jahrzehnte aufbewahren müssen.  Andere halten sich dann an die

0: minimalen gesetzlichen Vorschriften  und dann können die Daten sozusagen

0: also müssen nicht mehr verfügbar sein, aber in  der Regel ist es so, dass wenn ein Unternehmen

0: in Richtung S/4HANA geht, auch Prozesse neu  gestaltet. Und da kommt es durchaus noch

0: mal vor, dass ein Unternehmen, wenn es schon im  Neugestalten der Prozesse ist, das S/4HANA-Projekt

0: dann in den ersten Steps abgeschlossen ist, also  die Migration erfolgreich ist, dann doch noch mal

0: in alte Geschäftsdaten reinschauen muss. Wie  war das denn früher? Wie haben wir das dann

0: da gemacht? Dass da das Wissen meistens auch bei  den Mitarbeitern liegt, wenn die in Rente gehen,

0: wenn sie den Job wechseln, dann vielleicht  nicht mehr da ist und dass dann der Need da ist,

0: auch in diese Daten noch mal reinschauen  zu müssen. Und da ist natürlich auch

0: die Gelegenheit da. In der Regel ist die  Retention Box so aufgebaut, dass wir sagen,

0: es gibt einmal pro Monat den Need aus  dem Kundenbereich heraus, in diese Daten

0: schauen zu müssen. Der ist aber nicht lang,  der wird dann für 24 Stunden bereitgestellt,

0: wobei der Kunde dann seinen  Arbeitstag zur Verfügung hat,

0: diese Daten dann einzusehen. Die restliche  Zeit der 24 Stunden ist halt in Vorbereitung

0: und in Nachbereitung. Wenn wir das System  wieder hochfahren, dann schauen wir einmal

0: die Minimal-Security-Anforderungen, die so  ein System haben muss, dass es auch soweit

0: auf einem aktuellen Stand ist, und  bringen das dann sozusagen wieder nach

0: Abschluss des Durchschauens der Daten  wieder in den Sleep Mode rein. Und da

0: liegt es dann so lange, bis wieder der  Need da ist, dass der Kunde dort Daten

0: einsehen muss oder jemand Externes wie  ein Wirtschaftsprüfer sich anmeldet.

0: Das als praktisches Praxisbeispiel  und auch der Aspekt der Kosten ist

0: für mich nachvollziehbar. Sicherheit  haben wir auch schon angesprochen,

0: aber vielleicht noch mal abschließend. Ja,  Punkt Sicherheitsrisiken. Was müssen wir da

0: beachten bei der Retention Box? Vielleicht auch  im Vergleich zu klassischen anderen Systemen.

0: Also wir haben uns bewusst für die Variante in  Microsoft Azure entschieden, da die Daten dort

0: DSGVO-konform aufbewahrt werden können. Das ist  halt auch mehr im EU-Datenraum eine regulatorische

0: Anforderung für solche Aufbewahrungsthemen. Da ist  man relativ gut unterwegs. Microsoft investiert

0: sehr viel Geld jährlich in die Weiterentwicklung  von Security-Mechanismen, sicheren Rechenzentren

0: und kann das sozusagen alles in einem Produkt  oder in solchen Produkten vereinen. Da kommen

0: wir dann sozusagen auf diese Sicherheit drauf.  Die Sachen sind alle geprüft, zertifiziert und

0: in dem Sinne kann der Kunde sichergehen,  dass die Daten dort compliant abliegen.

0: Wie schnell – wenn ich jetzt das  Unternehmen umstellen möchte – wie

0: schnell lässt sich denn ein Altsystem  in die Retention Box überführen?

0: Es kommt immer ein bisschen auf den Umfang an.  Jedes SAP-System von Kunden ist unterschiedlich.

0: Das muss man ganz klar festhalten. Und die  einen Kunden haben halt deutlich größere

0: Systeme als andere. Und dann entscheidet  auch der Umfang der zu überführenden Daten.

0: Immer noch das Projekt, was dann geführt  wird. Wir haben als Erfahrung gesagt,

0: weil wir dann ja aus vielen Projekten  auch kommen und da dieser Need entsteht,

0: dass man zwischen fünf bis maximal zehn  Personentage dort investieren muss,

0: einmal die Rollen und Berechtigungen  quer zu checken, vorzubereiten für

0: den Retention-Modus und das Überführen in  diesen Retention-Modus, also der Daten in die

0: Microsoft-Azure-Welt, ist relativ schnell gemacht.

0: Das kann, wenn man das stringent  durchzieht und durchgeplant ist,

0: gehört natürlich auch Vorbereitung des Kunden mit  dazu, innerhalb weniger Wochen auch stattfinden.

0: Was sind da so die wichtigsten Schritte,

0: also wenn man es mal wirklich so in  Schlagworten dann aufführen müsste.

0: Also ganz, ganz wichtig ist – und das merken wir

0: halt auch aus unseren Projekten heraus  –, dass der Need während des Projekts,

0: während des Laufens schon entsteht, dass  der Kunde sich natürlich im Vorfeld und

0: sollten wir in solchen Beratungsprojekten  mit aktiv sein, bringen wir genau solche

0: Themen auch mit an, dass er sich rechtzeitig  darüber bewusst ist, dass solch ein Budget,

0: auch wenn es nicht riesengroß ist, aber ein Teil  des großen Ganzen sein sollte oder sein muss am

0: Ende des Tages und dass das auch mit geplant wird.  Und dann natürlich auch im Zuge des Go-Lives ins

0: neue System solch ein Übergang von einem Altsystem  in ein Retention-System auch sichergestellt wird.

0: Jeder Kunde handhabt das anders, solch einen  Übergang. Die einen sagen, wir lassen unser

0: Altsystem mindestens noch ein halbes bis  ein Jahr laufen, weil wir davon ausgehen,

0: dass wir öfter dort noch mal rein müssen, auch  wenn wir es nicht mehr produktiv nutzen. Andere

0: Kunden sagen, das kann nach wenigen Wochen  schon in den Retention-Modus überführt werden,

0: weil wir uns sicher sind, das Projekt  läuft so sauber durch, dass die Daten dort

0: dann abgelegt werden können. Das ist wirklich  sehr, sehr individuell. Es kann halt sehr, sehr

0: schnell gehen, wenn ein Kunde das forciert, aber  es kann halt auch in einem Projekt – und solche

0: SAP-Projekte sind halt nicht in Monaten zu rechnen  – passieren. Es gibt große Unternehmen, die machen

0: das seit Jahren schon, dass dann halt so ein  System mitgenommen wird und überführt werden kann.

0: Also man kann jetzt nicht sagen,

0: das dauert mindestens ein paar  Monate oder maximal ein paar Monate.

0: Also vielleicht vom Entstehen der Anforderungen  beziehungsweise vom Platzieren der Anforderungen

0: bis zur Überführung könnte man, wenn man das in  einem Sprint durchzieht und alle Daten und Fakten

0: vorliegen, also die Größe des Systems,  der Datenbank, die damit reinspielen,

0: und bis hin zum Deployment und Überführen der  Daten in Azure, könnte man das im Idealfall in

0: anderthalb bis zwei Monaten schon durchführen.  Aber im Idealfall bewegen wir uns dann

0: im luftleeren Raum sozusagen, das  ist der goldene Weg und der trifft

0: meistens so nicht ein, muss man ehrlich sagen.

0: Martin, vielleicht auch noch mal zum Schluss.  Du bist ja eben auch involviert mit der Scheer

0: IDS an solchen Transformationen  von Unternehmen. Wie gehst du an

0: so eine Beratung ran? Was sind so die ersten  Points, auf die man achten muss zu Beginn?

0: Wir sind da als Team unterwegs. Das ist ein Team  von erfahrenen Projektleitern, die in solche

0: Akquisen mit reinkommen und natürlich auch von  sehr vielen Consultants und Beratern, die dort

0: mit aktiv sind und aus ihren Erfahrungen schöpfen.  In der Regel müssen wir erst mal verstehen: Wie

0: tickt das Unternehmen? Wie ist es unterwegs mit  seiner SAP-Umgebung? Wie alt ist die SAP-Umgebung?

0: Welchen aktuellen Stand hat die SAP-Umgebung  des Kunden? Das ist wirklich höchst individuell.

0: Da kann man wirklich nicht von dem Status  reden, sondern das sind definitiv immer

0: individuell zu betrachtende Szenarien und je  nach Szenario kann man den Kunden dann halt auch

0: beratend an die Hand nehmen. Es  gibt Kunden, die möchten das gerne,

0: möchten dort mitgeführt werden. Es gibt  aber auch andere Kunden, die sagen,

0: sie haben eine ganz klare Vorstellung, wie  das laufen soll. Die haben sich das Projekt

0: gedanklich schon so zurechtgelegt, dass  man da Hand in Hand zusammenarbeiten kann.

0: Und so kristallisiert sich immer relativ  schnell ein vernünftiger, sauberer Weg raus,

0: den wir als Beratung sozusagen vorschlagen  und mit dem Kunden gemeinsam beschließen.

0: Martin, vielleicht zum Schluss. Was ist  denn ein Rat, den du Entscheidern mitgibst,

0: die vielleicht vor einer S/4HANA-Transformation  stehen und vielleicht auch noch nicht wissen,

0: was sie mit den Altsystemen so machen sollen?

0: Genau. Also im Idealfall immer mit dem  Dienstleister, mit dem IT-Dienstleister,

0: der Erfahrungen mit diversen Projekten  aus diversen Branchen hat, reden und

0: sich den Übergang von solchen Altsystemen  im Vorfeld auch schon rechtzeitig überlegen.

0: Dann beschleunigt das das Projekt, das  Projektende nach hinten raus deutlich

0: und macht es auch für alle, die sich dann  mit dem neuen System ja durchaus intensiv

0: beschäftigen müssen und vielleicht dann  doch noch mal alte Daten einsehen müssen,

0: sehr, sehr einfach. Und dann ist natürlich  auch die Transparenz in der Budgetierung

0: gewahrt. Das kann man so mitgeben, dass  man da frühzeitig daran denken sollte,

0: auch wenn es ein kleiner Punkt ist in so einer  Transformation nach S/4HANA, ist es ein nicht

0: unwesentlicher Punkt.

0: Das nehmen wir genauso mit an der Stelle und man  kann natürlich auch jederzeit noch mal auf dich,

0: auf dein Team zugehen. Und an der  Stelle sage ich erst mal vielen Dank,

0: Martin Rosahl, Experte für Managed Services  bei Scheer IDS. Danke für das Gespräch.

0: Sehr gerne.

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