03 #FeaturedIn: DSAG Podcast – Digitale Exzellenz mit Cloud ERP beim Kunden Pfeifer & Langen IP
Shownotes
In dieser Spezialausgabe teilen wir einen Gastbeitrag im Podcast des DSAG Jahreskongresses 2025.
Scheer IDS Experte Christian Mohr (Head of SAP S/4HANA Presales) teilt exklusive Einblicke in das Cloud ERP-Kundenprojekt: von der Designphase, dem gewählten Projektansatz über Best Practices bis hin zu konkreten Lessons Learned.
Eine kompakte Folge für alle, die Cloud ERP verstehen und erfolgreich umsetzen möchten.
Hier finden Sie das komplette Interview mit Christian Mohr: https://youtu.be/SqZWHlc26QE
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Transkript anzeigen
0: Herzlich willkommen bei re:invented, dem Scheer IDS Business Podcast.
0: In dieser Folge
0: hören Sie einen Gastbeitrag,
0: den wir in einem externen Podcast mitgestalten durften.
0: Wir freuen uns, diesen spannenden Austausch auch hier mit Ihnen zu teilen.
0: Viel Spaß beim Zuhören und wir hören uns in der nächsten regulären Folge wieder.
0: Herzlich willkommen in der Podcast-Lounge, hier auf dem DSAG
0: Jahreskongress 2025.
0: Mein Name ist Carolina
0: Hinrichsen, Co-Founder von RETHINKING PLACES und ELEVEN WAVES AI und
0: Host des Wirtschafts- Podcasts Leaders and Missions.
0: In dieser Session hier geht es um Next Level Business:
0: Digitale Exzellenz mit Cloud-ERP und KI.
0: Dafür freue ich mich sehr auf meine beiden Gäste hier: Christian Mohr
0: und Apostolos Konsolakis von Scheer IDS.
0: Wir haben zwei Themenblöcke vorbereitet.
0: Zunächst sprechen wir mit Christian über die Einführung von SAP S/4HANA Public
0: Cloud und das spannende Kundenprojekt bei Pfeifer & Langen IP.
0: Danach geht es mit Apostolos um KI, Business Data Cloud und Joule Agents
0: und darum, wie Unternehmen ihre Daten wirklich intelligent nutzen können.
0: Christian, bevor wir inhaltlich starten, magst du dich
0: kurz vorstellen und uns sagen, was deine Rolle bei Scheer IDS ist?
0: Ja, sehr gerne.
0: Genau, Christian Mohr ist mein Name und erstmal, Carolina,
0: ganz herzlichen Dank für die Einladung.
0: Freue mich heute hier sein zu können
0: und ein bisschen was über das Thema zu erzählen.
0: Was mache ich und wer bin ich?
0: Christian Mohr, ich bin seit jetzt 19 Jahren bei Scheer IDS
0: und verantworte dort jetzt den Bereich Presales S/4HANA
0: und was machen wir da?
0: Wir arbeiten an unserem Vertrieb zusammen
0: und wir unterstützen Kunden in ganz früher Phase vor den Projekten
0: und das macht mir auch sehr viel Spaß.
0: Ich habe selber
0: bei Scheer IDS 15 Jahre SAP-Beratung gemacht, selber dort Projekte bei Kunden gemacht
0: und das gesammelte Wissen von dort bringe ich jetzt gerne in
0: frühe
0: Gesprächsphasen mit Kunden ein, wo wir noch ganz dabei sind,
0: Projekte zu planen und wirklich noch die großen
0: Weichen stellen, in welche Richtung der Kunde das Projekt steuern möchte,
0: aber auch Kunden, die wir begleiten in Akquisen und Ausschreibungen
0: selber dann mit unseren Vertriebskollegen zusammen
0: und auch in frühen Projektphasen, wenn das Projekt dann konkret aufgegleist
0: wird. Vielleicht gerne auch noch 1-2 Sätze zu mir:
0: Ich wohne in Karlsruhe, bin verheiratet, habe zwei Kinder,
0: Wirtschaftsingenieur dort studiert und ich mag die Nähe zu Frankreich,
0: bin gerne in Südfrankreich auch
0: und in meiner Freizeit versuche ich ganz gerne
0: mal mit Kumpels Basketball zu spielen, wenn die Zeit es zulässt,
0: ist gestern Abend ausgefallen.
0: Dafür bist du jetzt hier bei uns in Bremen.
0: Darüber freuen wir uns wirklich sehr. Vielen Dank, Christian.
0: Lass uns mal ganz allgemein beginnen:
0: Was macht Cloud ERP aus?
0: Und runtergebrochen, wie unterscheidet es sich
0: von der S/4HANA Cloud Private Edition oder On-Premises?
0: Was ist es erstmal?
0: Es ist ein Produkt von SAP und Cloud ERP,
0: ganz frisch eigentlich der Name, ich glaube, dieses Jahr
0: Februar / März / April eingeführt,
0: wir kennen es eigentlich noch als S/4HANA Public Cloud Edition und Private Edition.
0: Das sind, glaube ich, teilweise noch
0: die bekannteren Begriffe, auch ich rutsch vielleicht heute auch
0: manchmal noch in den alten Begriff zurück heute hier im Podcast, aber Cloud ERP,
0: wenn man nichts dazu sagt, meint man eben die Public Edition
0: im Gegensatz zur Private Edition. Was ist es?
0: Es ist ein Software-as-a-Service SaaS) von der SAP.
0: Das heißt,
0: der Kunde befindet sich mit seiner Lösung in einer Multi-Tenant-Umgebung, nicht mehr
0: im eigenen Rechenzentrum, nicht mehr bei einem von ihm fest ausgewählten,
0: vielleicht auch lokalen Hosting- Partner oder Rechenzentrumsbetreiber.
0: Es ist eine standardisierte Lösung, also es ist für die Kunden, die auch bereit sind,
0: standardisierte Prozesse
0: bei sich selber einzuführen oder standardisierte Prozesse zu nutzen,
0: und auch von sich wissen, dass sie die Bereitschaft mitbringen,
0: eben auf die eine oder andere
0: "Sonderlocke" zu verzichten,
0: die man vielleicht in der Vergangenheit hatte.
0: Welchen Kunden das leichter fällt als anderen das einzuführen, versuche ich auch nachher
0: noch ein bisschen zu erklären.
0: Was kann man zum Beispiel nicht machen?
0: Man kommt eben nicht an allen Stellen an den Quellcode ran, was man ja früher
0: beim On-Premises-System wirklich in jeder Beliebigkeit hätte machen können
0: und bringt aber eben auch den Vorteil mit, wer den Standard beibehält,
0: ist in der Public Cloud-Umgebung per Definition "Clean Core".
0: Auch Schnittstellen, die implementiert werden,
0: sind halt vorhandene Anknüpfungspunkte.
0: Das heißt, man programmiert nicht alles startend auf einem leeren Blatt
0: und ist da einfach dann auch in positiver Weise
0: in ein Korsett eingepasst, was einem eben dann auch hilft, langfristig
0: das, was SAP den Kunden empfiehlt, nämlich den Core beizubehalten.
0: Für welche Kunden ist die Public Cloud besonders interessant
0: und wo gibt es da noch Begrenzungen?
0: Ich glaube, die ganz, ganz, ganz großen Kunden kann man ausschließen.
0: Es gibt ein paar wenige Ausnahmen,
0: wo Kunden das probiert haben, auch erfolgreich geschafft haben.
0: Also probiert klingt jetzt nach einem gescheiterten Projekt,
0: aber man überlegt es sich ja vorher.
0: Man schaut ja vorher die Lösung an, ob das passt,
0: und was man häufig sieht ist, dass es halt eben Unternehmen sind,
0: die auf dem Weg vom
0: Kleinunternehmen zum Mittelstand oder gehobenen Mittelstand sind,
0: also wo das Umsatzwachstum auch stark vorhanden ist, wo man weiß,
0: in 2-3 Jahren
0: auf jeden Fall braucht man ein sehr gutes integriertes ERP-System, wo dann zum Beispiel
0: ein kaufmännisches System
0: von einem getrennten
0: Warenwirtschaftssystem dann abgelöst wird und man sich für SAP entscheidet.
0: Das hören wir dann heute auch als Beispiel,
0: Töchter- oder Landesgesellschaften- Unternehmen, der Zwei-Tier-Ansatz.
0: Das ist bei Pfeifer & Langen auch der Fall, dass man schon noch ein klassisches
0: großes S/4HANA-System hat für bestimmte Geschäftsbereiche
0: wie Hauptgeschäftsbereiche
0: und eben selektiv bei Töchtern feststellt, dass da die Public Cloud sinnvoll ist.
0: Ja, und bevor wir in das Projekt an sich mal einsteigen,
0: noch eine letzte Frage: Clean Core und Bereitstellung als Software-as-a-Service:
0: Wie verändert das eigentlich konkret die Projektarbeit?
0: Es bringt zum Glück auch, das hören wir nachher,
0: die Herangehensweise mit,
0: dass man eigentlich an dieses Clean Core herangeführt wird,
0: wenn man sich bei Public Cloud an den empfohlenen Weg hält.
0: Jetzt in einem Private Cloud Projekt oder einem On-Premises-Projekt, wo ich anfange
0: mit großen Requirement-Workshops und erstmal
0: der Kunde und das Unternehmen erzählt, wie die Prozesse denn aussehen sollen
0: und man dann guckt: Wie passt das denn zu SAP?
0: Hat man dann vielleicht sehr viele Gaps, wo man dann dazu tendiert,
0: sich für Zusatzentwicklungen zu entscheiden, wo man dann,
0: auch wenn man nicht aufpasst, schnell sich von Clean Core entfernt,
0: nicht zwangsläufig, wenn man es richtig macht,
0: man darf auch
0: in jeder Umgebung von SAP dazu entwickeln, aber halt eben mit gewissen Spielregeln.
0: Deswegen ist das Projekt stärker geprägt davon:
0: Was bedeutet eigentlich der Standard?
0: Was bringt mir der Standard,
0: wie kann ich die Standard einsetzen?
0: Und wo kann ich mich auch ein Stück weit dem Standard anpassen,
0: den SAP da vorgesehen hat,
0: der auch nicht so aus einer Fantasie heraus entstanden ist, sondern einfach
0: ein Beobachten von über jetzt bald 50 Jahren und jetzt –
0: ja bei SAP schon mehr als 50 Jahre –
0: beobachteten Geschäftsprozessen von Unternehmen weltweit.
0: So ist man ja auch zu diesen Standardprozessen gekommen und
0: genau das vielleicht zu Clean Core.
0: Software-as-a-Service bedeutet ja, dass ich mich nicht um alle Themen
0: beim SAP-System selber kümmere, wie zum Beispiel im Betrieb um die Basis,
0: da ist dann immer die SAP zumindest mit dabei.
0: Da bin ich als Kunde nicht immer der Ausführende,
0: sondern eher der, der die Vorgaben macht,
0: und eine Entscheidung trifft, den die SAP dann umsetzt.
0: Dann hat man einfach dann noch andere Ansprechpartner, andere Anknüpfungspunkte,
0: und man hat dann eben auch immer die SAP als Geschäftspartner oder
0: als Partner,
0: ich könnte jetzt nicht mit allem komplett
0: zu einem einzigen Dienstleister gehen und sagen: "Hier
0: mein Stop & Shop, das ist mein Dienstleister für alles: vom Blech bis zu Spezialzusatz-
0: Entwicklung für irgendein Vertriebsformular. Ja, verstehe.
0: Das Projekt Pfeifer und Langen:
0: Lass uns mal mit so der Projektmotivation und den Zielen starten.
0: Was war grundsätzlich
0: der Auslöser für den Wechsel zur SAP S/4HANA Public Cloud?
0: Und vielleicht kannst du das einfach mal kurz umreißen
0: für all diejenigen, die das Projekt noch nicht kennen.
0: Vielleicht erstmal ganz kurz zur Firma Pfeifer & Langen und dann dazu:
0: Was machen wir eigentlich bei Pfeifer & Langen und Pfeifer & Langen IP?
0: Es ist ja ein Zuckerhersteller, wo SAP auch im Haus ist,
0: und man hat aber 2022 eine neue Firma gegründet, das ist die Pfeifer & Langen IP,
0: und da geht es um einen recht komplexen, aber variantenarmen Prozess
0: bei denen
0: und so kann man dann auch zu Public Cloud kommen.
0: Man muss halt bei der Komplexität gucken,
0: ob die Lösung denn passt, aber wenn sie passt, dann passt sie halt,
0: und dass es nicht so variantenreich ist, dass ich nicht so viele verschiedene
0: sehr ähnliche Lösungen im
0: System finden muss, sondern eigentlich so einen geradeaus passenden Prozess habe,
0: das hat dann auch dazu geführt, dass man sich eben
0: nach einer Prüfungsphase
0: vor dem Projekt dafür entschieden hat, dass die Public Cloud an der Stelle passt.
0: Was macht Pfeifer & Langen IP?
0: Zuckerproduktion,
0: das, was sie haben, könnte man eigentlich umschreiben in
0: einem kurzen Satz:
0: Device as a Service (DaaS) und eine Software dazu:
0: Software as a Service (SaaS).
0: Ich erklär's gleich auch noch kurz – ein paar Wartungsprozesse
0: dort auch und Equipment, das heißt, so vom Prozessgedanken
0: war es eigentlich
0: so wie man es bei verschiedenen kleineren Unternehmen erwarten würde:
0: Sie brauchen Finanzprozesse; sie brauchen Einkaufsprozesse, Vertriebssprozesse.
0: In dem Fall wenig bis gar keine Produktion,
0: aber ein bisschen Wartung, bisschen Equipment, ein bisschen Service
0: und weil die Firma eben 2022 eingeführt wurde oder gegründet wurde und man dann
0: schnell auf ein funktionierendes
0: ERP-System natürlich setzen wollte,
0: hat man auch da nach einer Projektlösung gesucht,
0: die eben einen schnellen Go-live auch ermöglicht, aber auch von der Passung her
0: dem Unternehmen entspricht,
0: und dann war halt eben nicht der geplante Weg, das im Haus vorhandene
0: S/4HANA-System auf eine weitere Legal Entity auszurollen, sondern da nach
0: guter Überlegung –
0: und dann können wir nachher im Fazit
0: das nochmal erläutern – mit Erfolg, sich für diese Lösung
0: zu entscheiden.
0: Das heißt, es ging darum, zentrale Prozesse
0: massiv zu unterstützen und eine schnelle Implementierung vorwärts zu bringen, richtig?
0: Auf jeden Fall
0: und deswegen halt eben auch der Gedanke, dass
0: Best-Practice-Prozesse da dem Unternehmen helfen können, wenn man eh schon weiß,
0: dass man jetzt nicht das komplexeste Produktionsunternehmen ist
0: und auch nicht die komplexesten Kunden- und Lieferanten-
0: Beziehungen hat,
0: auch selber als diese Tochtergesellschaft nicht so wahnsinnig international
0: verflochten ist und durchaus international tätig, aber jetzt nicht
0: in einer komplexen Konzernstruktur über mehrere Lieferstufen oder so mit
0: gemeinsamer Produktion oder sowas verknüpft.
0: Deswegen hat man da gesagt: Da passt die Public Cloud gut oder Cloud ERP.
0: Ich würde ganz gerne nochmal in das Thema
0: Geschäft und Prozesse an sich einsteigen
0: mit dir:
0: Kannst du das Geschäftsmodell von Pfeifer & Langen – du hast es eben ganz kurz angerissen,
0: Zuckerproduktion –
0: aber nochmal ganz kurz skizzieren?
0: Ja, also wenn wir jetzt speziell bei Pfeifer & Langen IP sind, habe ich gerade
0: ja gesagt, Device as a Service. Worum geht es da eigentlich?
0: Was macht man da in einer
0: Zuckerproduktion? Man hat am Anfang die Zuckerrübe auf dem Feld
0: und am Ende haben wir dann den fertigen Zucker zu Hause in der Küche
0: im Regal stehen. Wo kommt er eigentlich her?
0: Das ist eben halt der Prozess der Zuckerproduktion
0: und die Zuckerrüben werden,
0: wenn ich mal ganz kurz zusammenfasse,
0: habe mich da vorher nochmal ein bisschen aufgeschlaut,
0: die werden halt eben, wenn sie vom Feld kommen, erstmal natürlich gereinigt werden,
0: zerkleinert,
0: kann man sich so vorstellen, so ähnlich wie French Fries,
0: aber halt in kleinere Streifen, sodass sie dann mit dem Zucker dort drin
0: mit der Flüssigkeit extrahiert werden kann.
0: Die wird dann später noch gereinigt und verdickt und verdampft
0: bis man halt eben dann kristallinen Zucker hat
0: und da hören wir ja schon, das ist ja so ein Prozess,
0: mir fiel dann als Vergleich ein, wenn ich zu Hause einen Kuchen backe,
0: manchmal guckt man so durch das Glas durch und guckt:
0: Geht der Kuchen auf, ist er schon braun geworden,
0: lasse ich noch fünf Minuten drin?
0: Kann ich jetzt die Temperatur schon runterdrehen, damit er oben nicht
0: nicht verbrennt? Aber vielleicht ist er noch nicht fertig,
0: kann ich mit so einer Nadel zu Hause reinstechen in
0: den Teig, ob der hängenbleibt?
0: Das ist ja in so einer
0: Industrie oder Fabrik ja eigentlich auch nicht anders,
0: nur dass da keiner mit der Nadel reinsticht
0: und dieses Device
0: von Pfeifer & Langen IP kann eben optisch den Produktionsprozess dort überwachen.
0: Dahinter ist dann Software
0: mit einem Algorithmus, die dann eben auch steuernd in den Prozess eingreift,
0: und dieses Device wird von Pfeifer & Langen IP verkauft, sowohl im Konzern
0: also es gibt Konzern-eigene Kunden als auch an externe Kunden
0: und das Gerät wird nicht verkauft, sondern Pfeifer & Langen IP hat
0: das entwickelt und vermietet das.
0: Das heißt, es wird an die Kunden ausgeliefert.
0: Wir haben einen Auslieferungsprozess, aber wir haben eben auch danach
0: einen Fakturierungsplan sozusagen,
0: also immer wiederkehrende Fakturierungen monatlich gegenüber den Kunden, so ähnlich
0: wie eine Subscription-Gebühr,
0: und das Gerät muss auch irgendwann gewartet werden.
0: Das heißt, ich muss auch wissen: Welcher Kunden hat
0: welches Gerät physisch, welcher Kunde hat welchen Softwarestand?
0: Und dann kamen eben so Themen wie Equipment ins Projekt rein und Serialnummern.
0: Spannend.
0: Also wir reden eigentlich, um es nochmal zusammenzufassen über einen digitalen Twin
0: für den gesamten Zuckerprozess, das heißt vom Feld bis zum Silo
0: über faktenbasierte Entscheidungen statt Bauchgefühl am Ende? Optimierung,
0: das heißt Zerkleinern, Extraktion, Kristallisierung und Geräte
0: as a Service.
0: In eurem Projekt,
0: warum habt ihr einen MVP-Ansatz
0: ohne klassische Explore-Phase gewählt?
0: Es hat sich in den Gesprächen mit dem Kunden vorab ergeben,
0: und es war auch Wunsch des Kunden einfach da schnell zu greifbaren Ergebnissen zu kommen,
0: die der Kunde versteht, die die Mitarbeiter verstehen.
0: Man hat gesehen, dass so ein Public Cloud Projekt einfach viel kleiner
0: und viel kürzer ist,
0: das Unternehmen war ja auch kleiner, und hat dann darauf gesetzt,
0: auf die Empfehlung von SAP, das, was da ist an Best-Practice-Prozessen,
0: was man sich auch anschauen kann, was alles dokumentiert ist,
0: wo es eben Prozessbeschreibungen gibt, Prozessmodelle, auch fertige
0: Testskripts für die Prozesse,
0: und hat gesagt, wenn wir da einfach die richtigen
0: Best-Practice-Prozesse auswählen, dann haben wir einen vollständigen
0: Scope würde man sagen für das Projekt.
0: Wir dürfen da halt nichts übersehen,
0: wir dürfen da nichts vergessen und wir müssen
0: sicherstellen, dass das System an sich jetzt keine Lücken hat gegenüber dem,
0: was Pfeifer & Langen IP braucht.
0: Aber wenn das da ist, dann kann ich eigentlich –
0: und wenn es passt – kann ich verzichten
0: auf einen umfangreichen Prozess der Requirement-Aufnahme.
0: Das heißt, ich muss mich nicht wochenlang
0: mit dem Mitarbeiter zusammensetzen, was ja auch Ressourcen in Anspruch nimmt
0: und was manchmal eben auch dazu führt, dass man erstmal sehr dicht
0: an der bisherigen Lösung startet
0: und dann entweder den Fehler macht, das alte System nachzubauen,
0: ich will es nicht verteufeln, ist nicht
0: immer ein Fehler, hat ja alles auch mal einen Sinn,
0: aber eben gerade bei einem jungen Unternehmen,
0: das wächst, was im Aufbau ist, denkt man ja eh manchmal über die Prozesse nach:
0: Wie muss ich meine Prozesse verändern, dass die auch doppelt so umfangreich
0: laufen?
0: Was muss ich vielleicht standardisieren? Was will ich automatisieren? Und deswegen
0: an der Stelle war ein großes Interesse da, diesen Standard zu nutzen.
0: Aber ich sage auch, es muss auch wirklich eine Bereitschaft da sein.
0: Das kann man als Unternehmen vorab ja mit den Mitarbeitern
0: besprechen, diskutieren, ich glaube, da kann man auch ins eigene Unternehmen reinhören.
0: Und wenn es jetzt Mitarbeiter gibt –
0: ich habe da manchmal so virtuell Mitarbeiter im Kopf oder imaginär,
0: die vielleicht jetzt schon eh
0: 20 Jahren in SAP arbeiten, die einfach wissen, wie so ein SAP-System tickt,
0: die dann auch irgendwie gar nicht davon...
0: Die versuchen, so einen Drang zu haben, wirklich zu erzählen:
0: Wie der Ist-Prozess heute ist, der ist ja auch gut, aber der ist halt eben
0: manchmal sehr umfangreich, manchmal sehr komplex,
0: weil man eben in der Vergangenheit auch an vielen Sonderlösungen oder an vielen
0: Spezialfällen vorbeikam, die man alle ins System eingebaut hat,
0: die vielleicht heute gar nicht mehr alle da sind.
0: So ein Mitarbeiter,
0: der schon 20 Jahre mit SAP arbeitet, tut sich da manchmal schwer.
0: Aber es gibt Mitarbeitende, die zeigen
0: dann eine sehr hohe Bereitschaft und ein großes Interesse,
0: eine hohe Flexibilität auch zu sagen: Wir wollen uns dem Standardprozess nähern.
0: Wir nehmen vielleicht auch gewisse
0: Kompromisse in Kauf,
0: um dann dicht am Standard zu bleiben.
0: Das, was wir eingangs ausgeführt hatten, "Clean Core", davon zu profitieren und
0: für diese Einstellung gibt es auch einen Oberbegriff,
0: sagen wir dann Cloud-Mindset dazu,
0: und wer dieses Cloud-Mindset hat,
0: für den ist die Public Cloud sicherlich empfehlenswert und
0: eine interessante Lösung und
0: wer heute noch nicht so weit ist und das vielleicht für sich in Zukunft
0: als Möglichkeit sieht,
0: da gibt es eben dann auch Kunden, die sagen, wir wechseln jetzt erstmal
0: von unserem alten SAP ECC
0: auf eine Private Cloud Lösung
0: und lassen uns dann mal offen, ob es im nächsten Schritt,
0: vielleicht in ein paar Jahren Richtung Public Cloud für uns gehen könnte.
0: Solche Kunden gibt es natürlich auch.
0: Ja, wie war so euer Zeitplan und eure Organisation im Projekt?
0: Kurz und sehr straff.
0: Also ich habe schon Projekte gesehen, wo man sich für die Designphase
0: sechs Monate vorgenommen hat und dann von sechs
0: auf acht oder neun Monate verlängert hat und dann auch in der Realisierung gemerkt
0: hat, dass man im Design eigentlich immer noch nicht so ganz fertig war.
0: Hier hatte das Projekt eine Laufzeit von 5 bis 6 Monaten
0: am Anfang vorgesehen gehabt und die wurde auch eingehalten.
0: Ungefähr ein Monat für so eine Prepare-Phase,
0: wo man sich abstimmt über die Abläufe, die Kommunikation im Projekt,
0: die Planung der Workshops vornimmt.
0: Dann zwei Monate,
0: eine Phase,
0: die eigentlich "Realize" genannt werden könnte,
0: weil das hatte ich ja vorhin schon gesagt, so eine richtige Konzeptionsphase
0: gab es nicht, sondern man wollte schnell an das System.
0: Wir haben viele
0: Show & Tell Sessions gemacht, wo wir den Mitarbeitern
0: einfach gezeigt haben: Wie sieht der Prozess aus?
0: Gleich auch möglichst am System gezeigt
0: und immer auch einen starken Fokus oder möglichst Fokus auf End-to-end
0: und kann ich nachher im Fazit sagen, das End-to-end kam sogar einen
0: kleinen Schritt zu kurz
0: und dann
0: nach dieser Realize-Phase ungefähr zwei Monate für Tests und Deployment
0: und dann nach dem Go-live
0: noch einen Monat Go-live-Reporte oder sechs Wochen,
0: also insgesamt eine Dauer von gut sechs Monaten nach dem Go-live dann.
0: Aber das ist gut, das ist kurz.
0: Ja, also ich glaube, es gibt noch kürzere Projekte auch,
0: die sind aber auch dann immer,
0: glaube ich, immer Public Cloud, gibt auch sehr viel längere Projekte und hat uns
0: der Kunde aber auch widergespiegelt.
0: Es gab jetzt andere Partner, die das Projekt anders geschätzt hatten, auch
0: unter anderer Zeitdauer, und insofern war es dann schön, am Ende
0: den Zeitraum einzuhalten, das Budget zu unterschreiten.
0: Das kann ich sehr gut verstehen.
0: Das ist ja auch immer der größte Pain in diesen Projekten,
0: wenn Erwartungshaltungen nicht erfüllt werden,
0: und Zeit ist halt wirklich das, was am meisten weh tut am Ende des Tages.
0: SAP Best Practices:
0: Welche Rolle spielten die denn in dem Projekt?
0: Wie habt ihr Business Requirements aufgenommen?
0: Also es hat sich wirklich wie ein roter Faden das Projekt durchgezogen
0: und das sehe ich jetzt in meiner Rolle im Presales jetzt auch oft in
0: Anbahnungsphasen von Projekten,
0: das fängt ja eigentlich dann schon vor dem ersten Projekttag an.
0: SAP stellt die Best Practices zur Verfügung,
0: die muss ich als Kunde irgendwie kennenlernen, verstehen.
0: Die kann man sich alleine mit SAP gemeinsam, mit Partnern angucken.
0: Da gibt es ein Tool für, die sind ja online verfügbar.
0: Wir nutzen da das Digital Discovery Assessment, also SAP DDA,
0: und da kann man sich quasi High Level den Prozessen nähern
0: und kann aber dann auch in die Prozessbeschreibung im Detail runtergehen.
0: Es gibt für jeden Prozess dann auch Prozessmodelle, textuelle Beschreibungen,
0: Testskripte, Auflistungen, welche Stammdaten davon benutzt werden.
0: Dieses DDA geht man eigentlich zweimal mit dem
0: Kunden durch:
0: Einmal macht man in der Akquise-Phase einen kurzen Workshop,
0: um den Scope des Projektes zu definieren,
0: und da profitiert man zum Beispiel davon, dass dieses Tool integriert ist
0: in dem Sinne, dass wenn ich bestimmte Best Practice Prozesse auswähle,
0: weist das Tool mich auch darauf hin, wenn ich andere vergesse,
0: wenn es Abhängigkeiten gibt, wenn einfach meine Auswahl nicht logisch ist,
0: und genauso gibt es auch vordefinierte Sets:
0: Einmal von SAP,
0: jetzt zum Beispiel für die Unterscheidung, das ist eine der ersten Auswahlfragen,
0: ob man eine Produktion hat oder nicht und ob man nur Finanzen auf dem System macht.
0: Dann wählt SAP hier schon mal bestimmte Sets aus oder schlägt zur Auswahl vor.
0: Genauso wie manche Prozesse gekennzeichnet sind, zu welcher Branche die gehören,
0: also wenn ich jetzt weiß, ich bin bei einem Konsumgüterhersteller,
0: dann kann ich,
0: indem ich das dem Tool sage, kriege ich so ein Highlight an den Prozessen,
0: die werden dann so markiert,
0: ob ich sie dann ausführe oder nicht, ist immer nochmal meine Sache,
0: aber da wird halt markiert:
0: Was sind typische Prozesse für den Bereich?
0: Weil zum Beispiel nicht jeder, aber doch einige Konsumgüterhersteller
0: haben Variantenkonfiguration, das ist in einigen Branchen
0: ganz typisch, in anderen ganz untypisch,
0: und deswegen wird es in manchen Branchen halt gehighlighted
0: und auch später im Projekt
0: und auch beim Testen haben wir dann profitiert davon.
0: Es hat sich wie ein roter Faden durchgezogen,
0: dass da viele Informationen von SAP schon zur Verfügung gestellt werden
0: und es ist ja auch Teil von der SAP Activate Methode,
0: also dieser Dreiklang kommt nachher beim Testen auch nochmal drauf,
0: genau,
0: neben den Best Practices
0: kriegt man eben andere Werkzeuge noch von SAP an die Hand,
0: um so ein Projekt einfach in der Zeit dann durchzuführen, schlank durchzuführen.
0: Es gibt immer einen ganz großen Painpoint in solchen Projekten; das ist das Thema
0: Stammdaten und Migration.
0: Wie seid ihr denn
0: mit den Stammdaten oder mit diesem Thema umgegangen?
0: Das hat natürlich ein stückweit auch den Projektumfang und die Zeit
0: positiv beeinflusst in dem Sinne, dass sie sie niedrig gehalten hat.
0: Dadurch, dass unser Unternehmen jetzt nicht so eine Historie mitgebracht hat,
0: konnten wir uns da erstmal zeitlich, aber auch vom Umfang her
0: und auch von der Anzahl der Objekten auf auf Wenige fokussieren.
0: Und in der Public Cloud war mehr –
0: es ist ja immer eine neue Implementierung plus Migration –
0: und ich habe ja nicht die Möglichkeit wie bei einem
0: On-Premises-System oder bei einem Private Cloud-System
0: einen Brownfield-Ansatz zu machen, dass ich mein bestehendes System konvertiere.
0: Das heißt, ich kriege nie geschenkt, dass alle Daten mitkommen,
0: ich muss mich selber um Migration kümmern
0: und da hat man den Weg an der Stelle wählen können, dass man ganz ausgewählt
0: sagt: "Wir nehmen nur die Geschäftspartner mit, wir nehmen die Materialien mit,
0: wir nehmen die Bestände mit und wir nehmen die offenen Posten
0: der Lieferanten und Kunden mit"
0: und mehr ist es gar nicht gewesen.
0: Also da gibt es natürlich Industrieunternehmen,
0: wo man dann mit Arbeitsplänen und Stücklisten und anderen
0: Objekten und Kostenstellen- Hierarchien und usw.
0: oder laufenden gebuchten
0: Projekten einfach auch mehr Sachen mitnehmen muss
0: oder Wartungsplänen und durchgeführten Instandhaltungen,
0: das war an der Stelle jetzt gering.
0: Okay, wir sind jetzt einmal gerade das ganze Projekt durchgelaufen
0: und es bleibt eigentlich nur noch der Abschluss,
0: im Prinzip das Testing und der Cutover,
0: also wie ihr den Test und den Go-live organisiert habt.
0: Und ich finde es immer ganz spannend, wie das denn konkret gelaufen ist,
0: deswegen hacke ich so tief rein.
0: Gerne, ja.
0: Erstmal noch, um die Tool-Frage abzuschließen,
0: SAP Activate
0: hatte ich schon genannt gehabt als Methodik und eben Best Practice Prozesse.
0: Da kam dann eben noch ein weiteres Tool zum Einsatz Cloud ALM
0: Cloud Lifecycle für Applikationen, System von SAP,
0: und eben auch die Möglichkeit, dadurch das Testen zu unterstützen.
0: Die Best Practices bringen ihre eigenen Testpläne mit.
0: Da war es dann eben noch notwendig, die Testfälle im Einzelfall zu beschreiben
0: und da hat sich zum Beispiel gezeigt, so als "Lesson learned",
0: ganz erfolgreich war es dann, dass man sich mal fokussiert
0: zwei Wochen zusammengesetzt hat und end-to-end die Prozesse durchgetestet hat.
0: Ich teste vorher immer was für mich alleine am Schreibtisch,
0: das ist manchmal nicht so erfolgreich.
0: So, ich mag es aus
0: kleinen und großen Projekten am liebsten, wenn man sich da wirklich in so einen großen
0: Besprechungsraum reinsetzt und der heißt aber manchmal auch "War Room"
0: und dann wird halt eben von morgens bis abends – es ist noch nicht so viel –
0: also es gibt nicht dauernd Pizza und Cola, aber es ist schon so dicht dran,
0: und dann, dass man auch wirklich vorankommt, dass sich einer darum kümmert
0: zu gucken: Welche Testfälle sind fehlerhaft,
0: welche Testfälle sind offen? Und vielleicht schafft man es auch,
0: dass ein Fehler bis zum nächsten Tag korrigiert werden kann,
0: dass man in der gleichen Testschleife
0: nochmal nachtestet und das abschließt und nicht sagt:
0: "Wir brauchen noch einen zweiten Durchgang" und
0: auch wenn es natürlich eine unangenehme Aufgabe ist, ist da
0: meistens eine ganz angenehme Stimmung, wenn man es aufrechterhalten kann.
0: Ja, also Testen kann auch Spaß machen und zeigt aber auch,
0: dass die bisherige Arbeit gut war, dass man sich dem Go-live nähert,
0: und arbeitsintensiv, aber auch
0: ja, man kann sich auch irgendwie für begeistern.
0: Und dein persönliches Fazit: Was lief gut und was würdest du beim nächsten
0: Mal anders machen?
0: Also auch was war das Fazit vom Kunden?
0: Zunächst, wie gesagt, die Termintreue und die Budgettreue
0: ist natürlich jetzt positiv aufgenommen worden.
0: Der Kunde hatte sich
0: ja für diesen Zwei-Tier-Ansatz entschieden und da hat sich auch gezeigt,
0: das funktioniert für Pfeifer & Langen.
0: Aber es gab auch Sachen, wo man gesagt hat, das war jetzt nicht optimal.
0: Also gerade so das Tracking von offenen Themen, da
0: hätte man sich jetzt im Nachgang noch weitere Tools gewünscht. Da ist
0: Jira
0: also zurzeit einfach, glaube ich, ein
0: sehr etabliertes Tool, wird dann generell schnell genannt,
0: ist auch eine Frage, der wir oft in Projekten begegnen,
0: wenn der Kunde sagt, er hat verstanden, was Scheer IDS an Tools vorstellt,
0: aber wie sieht es denn aus mit sowas wie Jira?
0: Kann man das vielleicht noch dazunehmen?
0: Weil das auch in anderen IT Projekten dann oft bei den Kunden etabliert ist.
0: Kann man gerne dazunehmen.
0: Ich hatte auch schon Projekte, wo wir damit gearbeitet haben,
0: geht gut,
0: und ein wichtiger Punkt, das hat der Kunde uns gesagt:
0: Es gab einen Stream, der nicht so richtig mit der Projektzeit hingekommen ist,
0: und das war Finance,
0: die wären mit der Zeit hingekommen, aber sie mussten vor den anderen sein,
0: weil halt logistische Prozesse teilweise auf Vorgaben warten.
0: Ein Beispiel war: Man hätte sich
0: früher entscheiden müssen, wie man Projekte in dem System einsetzt.
0: Also SAP PS und die Entscheidung ist halt sehr, sehr lange offen geblieben
0: und das war für die anderen nicht Finanz-, sondern die viel logistischen
0: Workstreams dann schwierig,
0: und da war das Feedback vom Kunden: Da hätte man irgendeine Lösung für
0: finden müssen, dass der Finanzstream immer Vorlauf hat.
0: Die Logistikprozesse haben
0: gut funktioniert, die Finance-Prozesse dann im Wesentlichen auch.
0: Der Kunde hat auch nochmal gesagt,
0: auf das Thema Reporting hätte man mehr Augenmerk lenken können.
0: SAP sagt halt, da gibt es ein Standard- Reporting, aber das muss man sich vorher
0: intensiv anschauen, ob das so ist, wie man es möchte.
0: Aber da gab es dann auch Kleinigkeiten, dass zum Beispiel in logistischen Prozessen
0: bestimmte Felder [optionale] Kann-Felder waren
0: und da hat man vielleicht beim Testen mal
0: daran gedacht, sie auszufüllen, aber nicht immer und dann nach
0: dem Go-live wurden die manchmal nicht gefüllt und dann stimmte plötzlich das Reporting nicht
0: und dann sind manchmal so Kleinigkeiten, aber dann heißt es natürlich
0: "Irgendwie ist das Reporting nicht optimal,
0: die Finanzprozesse sind in logistischen Prozessen nicht genügend abgestimmt",
0: und manchmal war es einfach nur die Frage:
0: "Soll das hier eigentlich ein optionales] Kann-Feld sein oder
0: ein [obligatorisches] Muss-Feld?". Dann verdreht sich
0: das halt so auch in der Wahrnehmung.
0: Verstehe.
0: Welche Erfahrung macht denn Scheer IDS generell
0: in Cloud ERP Projekten? Dass es Fahrt aufnimmt –
0: ich würde jetzt nicht sagen, dass man da bei 50% ist oder mehr
0: und ich sehe auch
0: nach wie vor ein ganz große Berechtigung für die klassischen Projekte,
0: wie wir sie von früher kennen,
0: und es waren auch Projekte, die immer Spaß gemacht haben.
0: Aber wir begegnen einigen Kunden gerade eben,
0: die so wachsenden Unternehmen, die aber noch klein sind.
0: Ich nenne jetzt mal eine Zahl,
0: wer da so noch im Rahmen von 80 bis 100 Millionen Jahresumsatz ist
0: und jetzt auch nicht eine zu komplexe Produktion hat
0: ja Unternehmen, die oft auch zu einem größeren Konzern gehören, aber eben
0: ein gewisses Alleinstellungsmerkmal haben, auch wie unser Kunde Manthey Racing GmbH,
0: Autorennsport und ein Tuner, das ist einfach eine Nische
0: und da passt das Tool häufig und es sind oft auch junge Unternehmen
0: und manchmal auch sehr spezielle Unternehmen.
0: Wir haben jetzt zum Beispiel einen Kunden im Bereich Luxusgüter,
0: also Endkundenprodukte im Luxusbereich und das
0: ist einfach ein anderer
0: Unternehmenstyp als das klassische Produktionsunternehmen
0: und wir wissen ja, es gibt auch noch schon auch gewisse Einschränkungen,
0: also jemand, der jetzt eine sehr komplexe Produktion hat
0: oder auch jemand, der im regulierten
0: Umfeld ist, z. B. Pharma, Medizin,...
0: Es ist die absolute Ausnahme
0: bis – meines Wissens – glaube ich, zuletzt auch noch unmöglich gewesen,
0: Public Cloud einzuführen.
0: Verstehe. Vielen Dank, Christian, für diesen spannenden Einblick in die Public Cloud,
0: vor allem in dieses Projekt bei Pfeifer und Langen IP.
0: Wir haben gerade gesehen, Cloud ERP heißt Geschwindigkeit,
0: Pragmatismus und ein starkes Cloud-Mindset,
0: und jetzt im zweiten Teil
0: schauen wir jetzt mit Apostolos Konsolakis auf das Thema KI
0: in Unternehmensprozessen: von Business AI bis Joule Agents.
0: Das war re:invented,
0: der Business Podcast von Scheer IDS.
0: Mehr Impulse, Best Practices
0: und Hintergründe finden Sie auf scheer-ids.de.
0: Wenn Sie wollen, hören wir uns in der nächsten Folge wieder.
0: Bis dahin machen Sie's gut.
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