02 #IndustryTalk: Edelmetallbranche im digitalen Wandel
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Stephan Koob, Unit Lead im Edelmetallsektor bei Scheer IDS, über die spannende Welt der Edelmetallbranche. Außerdem mit dabei: Statements von Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Geschäftsführender Gesellschafter bei der Fragold GmbH. Mit ihm haben wir vor der Podcast-Folge ein Interview zu genau diesem Thema geführt – Sie erwartet also gleich die doppelte Power an Fachwissen!
Wir tauchen tiefer ein in die aktuellen Chancen und Herausforderungen der Branche. Außerdem sprechen wir über das erste ZukunftsForum Edelmetalle von Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, bei dem wir in diesem Jahr mit dabei waren, und zeigen Perspektiven und Entwicklungen insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Darüber hinaus beleuchten wir die spannende Zukunft der Branche und wie wichtig die Branchenerfahrung für IT- Transformationsprojekte in dieser sehr speziellen Branche ist.
Hier können Sie sich die Podcast-Folge mit Video anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=hquKQb0hpto
Hier finden Sie das komplette Video-Interview mit Wolfgang Wrzesniok-Roßbach und Stephan Koob: https://www.youtube.com/watch?v=W1yQzzoRlC4
Erfahren Sie mehr über Scheer IDS: http://www.scheer-ids.de
Newsletter abonnieren: http://www.scheer-ids.com/de/newsletter
Kontakt aufnehmen: http://www.scheer-ids.com/de/unternehmen/kontakt
Folgen Sie uns auf LinkedIn: http://www.linkedin.com/company/scheer-ids/
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zu re:invented – dem Business Podcast von Scheer IDS.
00:00:05: Wir sprechen über Cloud, Prozesse und digitale Transformation –
00:00:09: praxisnah, verständlich und immer mit Blick auf das,
00:00:13: was Ihrem Unternehmen echten Mehrwert bietet.
00:00:18: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge
00:00:21: unseres Podcasts, ich bin Susan Zare, bin Moderatorin und Journalistin
00:00:24: und freue mich mit Menschen mit Fachexpertise
00:00:27: über konkrete Herausforderungen und Lösungen zu sprechen.
00:00:31: Wir richten uns an Fachleute genauso wie an Interessierte.
00:00:34: Kurz zur Scheer IDS: Sie unterstützt Unternehmen dabei,
00:00:37: ihre Geschäftsprozesse mit innovativen Lösungen zu transformieren
00:00:41: mit Expertise, Branchen-Knowhow und starken Partnerschaften –
00:00:45: von der Strategie über die Umsetzung bis hin zum Betrieb.
00:00:48: Und heute tauchen wir in eine wirklich
00:00:50: spannende Welt ein, in die Edelmetallbranche.
00:00:52: Die Lage, darf man ja sagen, in der Edelmetallbranche ist aktuell
00:00:56: spannend wie kaum zuvor.
00:00:57: Wie in vielen anderen Branchen auch, geht es hier beispielsweise
00:01:00: auch um moderne IT-Lösungen für eine gelungene Zukunft
00:01:04: und wir wollen schauen: Was ist denn für und auch in der Branche gerade wichtig
00:01:08: in Bezug auf Transformation, Prozessoptimierung
00:01:11: oder auch der große Baustein Künstliche Intelligenz?
00:01:14: Was aktuelle Themen gerade sind,
00:01:16: das wurde auch nochmal gerade zuletzt auf dem Edelmetallforum besprochen,
00:01:21: und genau dort war ein Mann, der Experte im Bereich der des Edelmetallsektors ist
00:01:26: und von dem wir heute mehr erfahren dürfen,
00:01:28: Stephan Koob: Er ist Unit Lead Edelmetallsektor bei Scheer IDS
00:01:32: mit über 20 Jahren Erfahrung in der Metallbranche, in der Edelmetallbranche,
00:01:37: und wir haben uns vorher für das "Du" entschieden,
00:01:38: deswegen sage ich: Ich grüße dich, Stephan, hallo!
00:01:41: Hallo Susan!
00:01:43: Stephan, bevor wir ins Thema einsteigen,
00:01:45: jetzt haben wir gerade deine Vorstellung gehört, die ich verlesen durfte,
00:01:49: aber vielleicht
00:01:51: kannst du uns auch nochmal erklären, weil das ja mit deinen Titeln nicht immer
00:01:54: direkt für alle auch einzuordnen ist:
00:01:56: Was sind deine Hauptaufgaben und was begeistert dich an dem, was du machst?
00:02:00: Okay. Ja, sehr gerne.
00:02:02: Ja, also zum einen ist es so, dass ich den gesamten
00:02:05: Edelmetallsektor bei Scheer IDS verantworten darf.
00:02:08: Was fällt aber darunter?
00:02:10: Das heißt, das eine ist eben, Mitarbeiter zu befähigen und Kollegen
00:02:15: eben diese Edelmetall-spezifischen Themen zu verstehen,
00:02:18: dieses Wissen dann auch wiederum anwenden zu können,
00:02:22: sodass wir dann auch
00:02:24: die richtigen Prozesse hoffentlich finden und mit dem Kunden gemeinsam
00:02:28: dann auch die zukunftssicheren Lösungen auch erarbeiten.
00:02:32: Zum anderen ist es aber auch so, dass ich selber in den Projekten
00:02:35: intensiv mitarbeite und auch hier mein Wissen letztendlich auch noch
00:02:40: kundtue und auch in der Qualitätssicherung mitarbeite.
00:02:43: Zu guter Letzt ist es so, dass
00:02:46: ein weiterer großer Aspekt
00:02:48: meiner Person ist, dass ich letztendlich auch in diesem
00:02:51: gesamten Netzwerk in dieser Branche natürlich schon
00:02:55: ein starkes Netzwerk aufgebaut habe, auch schon vor dem Zukunftsforum Edelmetalle,
00:02:59: da ich ja schon 20 Jahre in dieser Branche letztendlich tätig war
00:03:02: und dort auch vorhandene Kontakte und auch neue
00:03:05: Kontakte akquirieren und knüpfen konnte.
00:03:10: Im Laufe dieser Folge werden wir auch Ausschnitte
00:03:12: aus einem Videoformat hören, und zwar zwischen Stephan Koop und Wolfgang Wrzesniok-Roßbach,
00:03:16: der geschäftsführende Gesellschafter der Fragold GmbH,
00:03:21: und das ganze Gespräch, das verlinken wir Ihnen natürlich,
00:03:24: aber so können wir jetzt mit doppelter Expertise nochmal auf das Thema blicken.
00:03:27: Stephan, wir haben einen Ton von Herrn Wrzesniok-Roßbach,
00:03:31: da geht es gerade darum,
00:03:33: wie die Edelmetallbranche heute ist, wie man sie beschreiben könnte,
00:03:37: und ich würde gerne zunächst mal diesen Ton hören und dann dich auch fragen,
00:03:40: wie du sie wahrnimmst.
00:03:41: Wir hören mal rein: Ich bin durch Zufall zu den Edelmetallen gekommen und
00:03:45: habe es eigentlich in den ganzen 40 Jahren
00:03:47: lieben, schätzen gelernt, mag die Leute sehr in diesem Markt.
00:03:51: Es ist ein ganz toller Markt und deswegen bin ich weiter aktiv auch
00:03:55: und
00:03:58: war in der Zeit auch mit ganz vielen Facetten beschäftigt,
00:04:02: also erstmal 20 Jahre Bank, Dresdner Bank
00:04:05: damals,
00:04:07: die sehr groß war im Edelmetallhandel, sehr international unterwegs war,
00:04:10: von Minenfinanzierung in Australien über das Gold der Zentralbanken,
00:04:15: mit dem wir arbeiten durften,
00:04:17: bis hin zu Kleinanlegern, die Münzen und Barren gekauft haben
00:04:20: und nicht zu vergessen natürlich die Industrie.
00:04:22: Und das ist auch das Schöne bei den Edelmetallen,
00:04:24: die sind nämlich wirklich weltumspannend. Also
00:04:28: es geht ja nicht nur um Gold, es geht auch um Silber, um die Platinmetalle.
00:04:32: Fast überall sind diese Edelmetalle drin,
00:04:35: auch in den Produkten, die wir benutzen,
00:04:38: und das ist das Spannende.
00:04:40: Also ich mag's sehr, hört man, glaube ich, und bin da auch
00:04:45: Feuer und Flamme immer noch für dieses Thema.
00:04:48: Stephan, würdest du da mitgehen?
00:04:51: Ja, absolut.
00:04:52: Ich teile hier
00:04:53: komplett die Meinung von Wolfgang
00:04:55: und sehe eben genau, dass sich in der Branche schon einiges tut.
00:04:59: Gerade im Hinblick der Möglichkeiten und Zukunftsaussichten sind
00:05:02: einige Firmen, die wir jetzt eben kennen, sehr interessiert
00:05:06: und arbeiten ganz stark daran,
00:05:08: eben mit einigen Projekten dies auch zu bewerkstelligen.
00:05:12: Und da gab es ja auch jetzt
00:05:15: in letzter Zeit eben nochmal das Zukunftsforum Edelmetalle,
00:05:18: bei der sich die Branche eben trifft
00:05:20: und auch nochmal über diese und viele weitere Punkte austauscht.
00:05:24: Ich würde auch da gerne, Stephan dich fragen, wie war da dein Eindruck?
00:05:27: Du warst dort,
00:05:27: welche Highlights hast du mitgenommen?
00:05:30: Ja, also die Highlights für mich waren also sehr
00:05:33: viele verschiedene Themen, die sehr spannend waren, definitiv.
00:05:37: Sehr viele interessante Menschen habe ich kennengelernt
00:05:40: und auch alte Bekannte wiedergetroffen
00:05:43: letztendlich
00:05:46: und vor allem
00:05:47: alle mit dem gleichen Ziel vermutlich eben in die Zukunft zu schauen:
00:05:52: Was können sie verbessern?
00:05:53: Wie sieht der Markt auch in Zukunft aus?
00:05:55: Und da den Blick zu haben gemeinschaftlich, den fand ich super.
00:06:00: Stephan, du hast bereits in einem Video mit Herrn Wrzesniok-Roßbach
00:06:03: über das Edelmetallforum gesprochen und er hat gesagt,
00:06:07: dass das Thema Vernetzung da auch eine große Rolle gespielt hat.
00:06:11: Mir ging es eben darum, jetzt
00:06:15: heute als Berater für die Edelmetallbranche,
00:06:18: also da unterscheiden wir uns auch gar nicht so sehr,
00:06:21: wobei ich weniger von der IT-Seite herkomme,
00:06:24: als eher jetzt von strategischen Entscheidungen
00:06:27: als Berater für die Branche gleichzeitig auch einen neuen Treffpunkt
00:06:31: für die Branche schaffen wollte, nämlich das Zukunftsforum Edelmetalle,
00:06:36: wo wir ja auch wieder sozusagen in Kontakt geraten sind
00:06:40: und ihr euch da auch engagiert habt als Scheer IDS, da bin ich sehr dankbar dafür.
00:06:45: Aber das war eben auch auch, glaube ich, genau das Ziel
00:06:50: die Vernetzung, die nicht -
00:06:52: trotz dass es so wenige Leute sind und die sich auch immer wieder mal treffen –
00:06:55: aber die verschiedenen Facetten laufen so mehr parallel nebeneinander
00:07:00: und die Vernetzung neu zu schaffen, dafür ist das Zukunftsforum
00:07:03: Edelmetalle von mir ins Leben gerufen worden,
00:07:05: eben in diesem Frühjahr
00:07:07: ein erstes Mal und vielen Dank auch für die Unterstützung an der Stelle,
00:07:10: aber ich glaube auch,
00:07:11: dass auf der anderen Seite natürlich für euch so eine Veranstaltung
00:07:15: gut ist, um sich eben
00:07:17: in der Branche vernetzen zu können, denn ihr wollt ja jetzt auch aktiv werden.
00:07:20: Also die Ziele des Edelmetallforums und die Vernetzung,
00:07:24: sämtliche Aspekte, das hat Herr Wrzesniok-Roßbach gesagt.
00:07:27: War das auch so in der Praxis? Auf jeden Fall,
00:07:30: also man darf jetzt nicht vergessen,
00:07:32: also Scheer IDS war natürlich jetzt kein Markt-Mitspieler,
00:07:36: sondern eher ein Dienstleister für Prozesse und IT-Lösungen.
00:07:40: Und wir hatten,
00:07:41: ich
00:07:42: zumindest hatte nicht den Eindruck gehabt, dass wir hier außen vorgelassen werden,
00:07:45: ganz im Gegenteil,
00:07:46: wir hatten sehr gute Gespräche
00:07:47: geführt gehabt, obwohl wir nicht Teil der Branche sind, und habe dadurch
00:07:52: natürlich viele Kontakte geknüpft und aber auch alte Bekannte getroffen.
00:07:56: Welche Themen waren für
00:07:57: dich dort besonders prägend oder vielleicht auch welche Herausforderungen
00:08:01: hast du nochmal so mitbekommen,
00:08:02: die uns in den nächsten Jahren beschäftigen werden?
00:08:06: Ja, eben dieses Drumherum zu schauen und nicht nur eben
00:08:09: eine weitere Gold-Konferenz zu haben, wie Wolfgang beschrieben hat,
00:08:14: war genau das,
00:08:15: was ich wahrgenommen habe und zwar was mir sehr viel Freude
00:08:18: bereitet hat und mir gar nicht so präsent war, war das Thema Seltene Erden.
00:08:22: Das hat mich sehr interessiert.
00:08:23: Das Thema KI, dass es überhaupt in der Edelmetallbranche
00:08:27: so präsent auch schon ist und man sich wirklich darüber
00:08:30: schon Gedanken drüber macht,
00:08:33: wie man das eben letztendlich einbauen oder einbetten kann
00:08:36: und die Regulierung der Themen
00:08:40: und auch hier die Behördenvertreter gar nicht so kontrovers diskutiert haben
00:08:44: oder kontroverse Meinungen hatten, wie ich ursprünglich angenommen hatte,
00:08:48: fande ich sehr spannend.
00:08:50: Du hast
00:08:51: gerade schon das KI-Thema angesprochen, Digitalisierung,
00:08:55: kann man denn überhaupt die Frage stellen, wie digital diese Branche
00:08:59: tatsächlich ist?
00:08:59: Wo stehen wir in der Edelmetallbranche?
00:09:03: Ja, das glaube ich nicht
00:09:05: im Detail
00:09:06: wirklich komplett beantworten zu können, dazu bin ich eben nicht mehr
00:09:10: komplett in der Branche auch tätig, sondern bin ja in der Prozess- und
00:09:15: IT-Landschaft eher unterwegs.
00:09:16: Nichtsdestotrotz
00:09:18: nach den Gesprächen, die ich geführt habe, habe ich ganz klar rausgehört:
00:09:22: Also ganz tief sind wir da sicherlich noch gar nicht drin
00:09:25: und ich glaube, das Thema ist auch
00:09:27: insgesamt auch in anderen Branchen vermutlich genauso.
00:09:32: Und wir stehen hier tatsächlich, glaube ich, noch am sehr am Anfang.
00:09:35: Aber man denkt nicht nur drüber nach, sondern man hat auch aktive Ideen und Pläne,
00:09:42: wo man letztendlich KI auch einsetzen kann.
00:09:44: Stephan, was sagst du, wie geht die Branche tatsächlich mit Digitalisierung um?
00:09:49: Herr Wrzesniok-Roßbach
00:09:51: sagte im Gespräch mit dir etwas ganz Spannendes zu diesen Anforderungen.
00:09:55: Wir hören mal rein.
00:09:55: Also ich glaube, man muss sich hier ein bisschen die Strukturen anschauen.
00:09:58: Auf der einen Seite gibt es natürlich hochprofessionelle, etwas größere
00:10:01: und große Unternehmen, die sich mit dem Thema intensiv beschäftigen,
00:10:07: die auch neue ERP-Systeme einführen, die sich entsprechend beraten lassen,
00:10:12: auch investieren, natürlich viel Geld investieren,
00:10:14: und dann haben wir natürlich eine große Gruppe
00:10:18: kleinerer und kleinster
00:10:21: Beteiligter an dem Markt, also Händler,
00:10:25: Edelmetallankäufer,
00:10:28: die, glaube ich, noch viel sehr klassisch
00:10:31: mit Excel Spreadsheet, Papier machen und da muss sich was verändern,
00:10:38: da muss sich was verändern aufgrund der Preisbewegungen, die wir sehen,
00:10:42: denn da sind Risiken enthalten, die bergen Risiken.
00:10:45: Also wenn die Preise sich mal eben schnell um 10 oder 20% rauf
00:10:50: oder runter bewegen,
00:10:51: dann sind das unglaubliche Risiken, die man auch als kleiner Beteiligter,
00:10:55: ein Kleinstunternehmen, an diesen Märkten tragen muss
00:10:58: und da ist Digitalisierung einfach
00:11:01: ein wahnsinnig wichtiges Thema für alle.
00:11:04: Das sind so die internen Prozesse, die notwendig sind.
00:11:07: Dann kommen natürlich aber auch externe Anforderungen.
00:11:10: Wir hatten vorhin kurz darüber gesprochen,
00:11:11: also die Frage der Lieferketten: Wo kommt eigentlich Gold her?
00:11:14: Und was wir natürlich nicht haben wollen in der Branche, ist
00:11:18: Gold, das aus Kriminalität kommt, Gold, das
00:11:23: mit Geldwäsche zu
00:11:24: tun hat oder mit Kinderarbeit.
00:11:28: Das sind alles Dinge, die wir –
00:11:30: das gilt nicht nur für die Edelmetallbranche –
00:11:32: das gilt für alle Branchen natürlich, genauso für Textilien und andere Bereiche.
00:11:37: Das wollen wir nicht
00:11:39: und da gibt es auch nicht nur die internen Anforderungen,
00:11:42: die wir haben wollen, sondern es gibt auch externe Regularien, die immer
00:11:47: stärker auch auf den Markt ausgerollt werden.
00:11:51: Und da ist eben das Thema Digitalisierung auch wahnsinnig wichtig,
00:11:54: also man muss
00:11:55: wissen: Wo kommt das Material her?
00:11:59: Und das muss von der Mine im Prinzip bis zum Endverbraucher nachvollziehbar sein.
00:12:04: Na, da klingt ja so ein bisschen raus, dass einfach Veränderung benötigt wird,
00:12:10: dass das ein Stichwort ist, dass es eine Transformation dieser Branche braucht,
00:12:14: Stephan, und da knüpfe jetzt nochmal bei dir
00:12:16: an, denn die große Frage ist ja: Wie kann das gelingen?
00:12:19: Die Scheer IDS beschäftigt sich ja eben mit diesen Themen der Transformation.
00:12:23: Ob das jetzt Prozessberatung ist, Digitalisierung, Plattform-Architektur –
00:12:28: wie wichtig sind denn da spezielle Dienstleister
00:12:31: in einer so komplexen Branche, wie wir es jetzt auch gerade nochmal gehört haben,
00:12:36: und was brauchen die?
00:12:38: Ja, also ich glaube zum einen:
00:12:40: Was braucht man für eine Transformation?
00:12:44: Man braucht eben auch vielleicht noch einen Blick von außen,
00:12:47: den man häufig eben nicht hat, weil man vielleicht schon sehr lange
00:12:51: in der Branche arbeitet, mit den gleichen Menschen und in dem gleichen Umfeld.
00:12:55: Das heißt, gerade wenn Veränderungsprozesse
00:12:59: greifen sollen, dann ist es immer gut, auch eine externe Meinung zu haben,
00:13:03: eben sehr neutral, nicht bewertend,
00:13:06: einmal auf die Dinge hin zu gucken
00:13:07: und auch gewisse Dinge auch vielleicht transparent zu machen.
00:13:11: Auf der anderen Seite
00:13:12: ist es natürlich so zu schauen: Okay, wie sind die Prozesse heutzutage?
00:13:16: Brauche ich sie in Zukunft noch so gerade mit der Gegebenheit,
00:13:19: was wir heute eben anders als Innovation sehen usw.
00:13:24: und wie zukunftsfähig sind denn diese
00:13:27: Arbeitsschritte, die man da hat?
00:13:29: Und dann gehen wir nämlich natürlich als Scheer IDS her und sagen: Okay,
00:13:33: mit dem neutralen Blick, mit dem Zahn der Zeit sozusagen,
00:13:36: gucken wir immer auf die Prozesse und überlegen, wie sie zukunftssicher
00:13:41: aufgebaut werden können, aufgesetzt werden können und eben so,
00:13:45: dass sie dann auch effizient und automatisiert umgesetzt werden können.
00:13:48: Ein zukunftssicherer Blick eben nicht nur aus der Fachexpertise raus,
00:13:53: sondern eben wirklich auch aus der Vogelperspektive, nehme ich mit,
00:13:56: und auch beim Thema Zukunftssicherheit,
00:13:59: da kommt man ja dann doch noch mal zurück zu Künstlicher Intelligenz.
00:14:02: Und ja, die macht natürlich auch vor der Edelmetallbranche nicht Halt.
00:14:07: Was würdest du sagen, welche konkreten Anwendungen
00:14:09: siehst du denn schon in der Edelmetallbranche?
00:14:12: Wo könnten da Potenziale liegen?
00:14:14: Kann man das schon sagen?
00:14:16: Ja, also ich glaube, ich könnte da einige aufzählen
00:14:20: und auch vermutlich Klassiker, die auch in anderen Branchen
00:14:24: vermutlich die gleichen Verdächtigen sind.
00:14:26: Und ich würde zum Beispiel
00:14:28: ein paar aufgreifen, um das Thema nicht zu sehr in die Länge zu ziehen
00:14:32: und zwar einmal in der Auftragsabwicklung:
00:14:34: Das heißt also,
00:14:35: der ganze Emailverkehr zum Beispiel, also da kommen Anfragen rein.
00:14:39: Aus diesen könnte man dann tatsächlich auch schon
00:14:42: Angebote generieren
00:14:44: und so weiter und da kann die KI in Zukunft vermutlich sehr, sehr viel machen
00:14:48: und es gibt halt auch ERP-Systeme, die dann tatsächlich auch
00:14:51: solche Integrationen zulassen und auch mitentwickeln,
00:14:55: sodass eben genau das bewerkstelligt wird,
00:14:57: das heißt, man hat nicht mehr die Flut an E-Mails, die man abarbeiten muss
00:15:01: und hinsichtlich dann eben aus dem Angebot später auch einen Auftrag zu generieren.
00:15:05: Da, glaube ich, kann die KI sehr viel machen.
00:15:07: Speziell jetzt vielleicht für die Edelmetallbranche, gerade
00:15:10: im Umfeld Edelmetalle, Edelmetall- Recycling ist es ja so,
00:15:13: dass häufig mit einem Kunden eine Vorabvergütung vereinbart
00:15:17: wird, zum Beispiel,
00:15:18: oder definiert wird, weil man sich eben nicht 100 %
00:15:21: sicher ist, ob der Inhalt wirklich das ist, was man vermutet,
00:15:26: erst nach den ganzen Prozessschritten, die dann eben dazu führen,
00:15:30: dass man genau weiß, was da drin war,
00:15:31: gibt es eben häufig den Prozess der Vorabvergütung
00:15:34: und auch hier kann man sicherlich über die KI lernen und gucken,
00:15:38: wie sich das entwickelt hat in den letzten Jahren
00:15:40: kundenspezifisch, aber auch insgesamt und auch für dieses Produkt bzw. für diesen
00:15:47: Klumpen, der da ankommt, zum Beispiel,
00:15:50: dass man da eben bessere Werte vorab dann vergüten kann,
00:15:53: um dann weniger Risiko zu haben und vielleicht noch schneller zu sein.
00:15:57: Ja, und hier hat auch Herr Wrzesniok-Roßbach aus seiner Perspektive nochmal
00:16:01: zum Thema Künstliche Intelligenz ergänzt Wir hören mal rein.
00:16:05: Du hast ja jetzt gerade so beschrieben: "Ich will sozusagen die letzte Entscheidung
00:16:09: haben".
00:16:10: Man könnte aber genauso gut argumentieren: Wir setzen natürlich die Leitplanken
00:16:13: vorher und lassen anschließend die KI alleine laufen.
00:16:19: Also das sind Dinge, da glaube ich, dass es heute noch zu früh
00:16:23: und auch reine Spekulation,
00:16:24: aber das ist etwas, was uns in Zukunft
00:16:26: als Branche genauso wie andere Branchen natürlich auch
00:16:30: beschäftigen wird.
00:16:32: Das sind
00:16:33: auch Themen wie Produktentwicklung, die dabei
00:16:36: eine Rolle spielen.
00:16:37: Ein Unternehmer sagt: "Ich hätte gerne zum
00:16:41: 150. Jubiläum meines Unternehmens
00:16:43: eine Silber- oder eine Goldmünze für alle meine Mitarbeiter."
00:16:48: Und so wie du gerade beschrieben hast, die Anfrage kommt rein
00:16:51: und die KI kann natürlich dann analysieren: wie müsste sowas eigentlich –
00:16:56: also wie müsste das Design zum Beispiel für so eine Münze sein –
00:17:01: und macht dann schon gleich mal die ersten zehn Vorschläge.
00:17:05: Ja, also das, was
00:17:08: hier an Zeit theoretisch erspart werden würde,
00:17:12: das ist Wahnsinn, wenn man das mal durchdenkt an Zeit
00:17:15: und was auch an Variantenreichtum dann plötzlich möglich ist,
00:17:20: dann heißt es nicht: "Da sitzt ein ein Graveur und ein Designer,
00:17:26: ein Künstler im Prinzip, dann ein Graveur und so weiter",
00:17:30: man kann wirklich sagen: "Okay, hier sind 20 Varianten, passt ja eine,
00:17:35: eine davon ist ganz nett, aber bitte noch kleine Anpassungen machen."
00:17:39: und anschließend geht das Ganze in die Produktion
00:17:42: der entsprechenden Prägestempel und
00:17:45: plötzlich kommen wir so weit,
00:17:48: dass wir zu geringsten Kosten diese
00:17:52: Losgröße eins haben.
00:17:54: Also, wo früher Skaleneffekte eine Rolle spielten und wir
00:17:59: und wir – sagen wir – von irgendetwas hunderte oder tausende Einheiten machen mussten,
00:18:03: um auf eine günstige Produktion, um auf günstige Produktionskosten zu kommen,
00:18:07: sind wir hier dank der KI plötzlich an einem Punkt,
00:18:10: wo wir sagen können: "Nein, also wenn du unbedingt deine persönliche
00:18:14: Münze haben willst, können wir mit KI heute tatsächlich das schon
00:18:17: so günstig machen, dass das
00:18:21: auch umgesetzt werden kann, was früher überhaupt nicht ging, also
00:18:25: das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.
00:18:27: Stephan, was würdest du ergänzen zu diesen neuen Möglichkeiten,
00:18:32: also ich habe mir
00:18:34: nach dem Gespräch lange Gedanken darüber gemacht, was Wolfgang da gesagt hat,
00:18:37: und das sind ja mehrere Facetten genannt worden.
00:18:41: Das Letzte würde ich zum Schluss auch aufgreifen.
00:18:43: Ich würde erstmal das aufgreifen wollen
00:18:45: mit dem
00:18:46: Ansatzpunkt, dass er zum Beispiel sagt, naja, man könnte sie ja viel früher
00:18:49: schon ansetzen,
00:18:50: die KI hingegen zu dem, was ich gesagt habe, eben am Ende.
00:18:54: Mir ging es gar nicht darum, wo man sie ansetzt.
00:18:56: Ich glaube, was man immer klarer vor Augen haben muss, ist:
00:19:00: Es sind andere Aspekte, wie zum Beispiel ethische Aspekte, philosophische Aspekte,
00:19:06: wie viel Macht, wie viel Vertrauen, also Macht
00:19:10: gebe ich der KI, wie viel Vertrauen habe ich
00:19:12: der KI gegenüber und wo will ich wirklich tatsächlich
00:19:16: eingreifen können, mitgestalten können
00:19:18: und wo lasse ich sie vollständig alleine laufen?
00:19:21: Das sind so Themen, das muss man, glaube ich, individuell
00:19:26: beurteilen und auch entscheiden.
00:19:28: Das ist das eine.
00:19:29: Das andere, was Wolfgang gesagt hat mit der Losgröße eins, ist sehr spannend,
00:19:33: weil genau das passiert ja, und ich kann das auch aus der Praxis,
00:19:38: aus meinem
00:19:38: privaten Umfeld, eben genauso auch bestätigen.
00:19:41: Ich habe mir ein 2D-Bild von einer
00:19:44: KI modellieren lassen auf Basis meiner Ideen und Wünsche.
00:19:48: Da habe ich ein sehr gutes Bild bekommen, was mir sehr gut gefallen hat,
00:19:51: und dann dachte ich mir, das ist so ein kleines
00:19:55: Maskottchen, was ich mir da
00:19:58: malen lassen habe
00:19:59: und dann habe ich mir überlegt: Na ja,
00:20:01: das hätte ich gerne als Figur, als 3D-Figur, auf meinem Schreibtisch.
00:20:06: Und wenn man überlegt, früher musste man Designer haben, Künstler, künstlerisch
00:20:10: drangehen, und so weiter und wie kriegt man das dann tatsächlich dann als Produkt?
00:20:14: Und vor allem wie kriege ich
00:20:17: die Thematik von 2D in 3D?
00:20:20: Weil man eben diese Dimension ja gar nicht hat.
00:20:22: Und das hat die KI auch bewerkstelligt
00:20:23: und jetzt habe ich am Ende genau dieses 3D-Druck-Modell
00:20:26: bei mir auf dem Schreibtisch stehen für den geringsten Kostenanteil,
00:20:29: was in der Vergangenheit eben nur über Serienproduktion eben möglich war.
00:20:34: Und das kann ich bestätigen
00:20:35: und ich glaube, das wird ganz spannend auch in die Richtung Gold gehen bzw.
00:20:39: Edelmetalle gehen,
00:20:40: wenn man dann eigene Münzen und so weiter dann wirklich so individuell
00:20:44: schnell und kostengünstig umsetzen kann
00:20:46: und das wird tatsächlich kommen meiner Meinung nach.
00:20:49: Also die Kostenersparnis, eben die durch Künstliche Intelligenz
00:20:52: dann auch in der Verarbeitung beispielsweise von Gold stattfinden wird.
00:20:56: Wenn man die ganz großen Schlagwörter unserer Zeit nimmt,
00:20:59: dann ist man bei KI, man ist aber auch bei Nachhaltigkeit,
00:21:01: Stephan, und da würde ich gerne auch nochmal anknüpfen.
00:21:04: Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit, Kreislaufwirtschaft als Schlagwörter –
00:21:09: was spürst du in der Branche, wenn es um Rückverfolgbarkeit
00:21:12: und Kreislaufwirtschaft geht?
00:21:13: An welchem Punkt befinden wir uns gerade In der Edelmetallbranche?
00:21:18: Also zum einen ist es ja so, wie Wolfgang auch gesagt hat,
00:21:21: also wir haben halt nicht nur die internen Prozesse,
00:21:23: sondern auch die externen Prozesse,
00:21:25: und gerade wenn man eben reguliert wird,
00:21:27: hat man natürlich gewisse Themen, die man sicherstellen muss,
00:21:29: und ich nehme tatsächlich wahr, dass eben genau geguckt wird:
00:21:33: Woher kommt das Edelmetall; was ist damit passiert?
00:21:37: Selbst in den einzelnen Prozessschritten
00:21:38: oder Produktionsschritten innerhalb der Gesellschaften
00:21:41: schaut man genau, wo, wie, was, wann genau passiert ist, um eben auch
00:21:46: eine gewisse Prozesssicherheit
00:21:47: zu haben, Auditfähigkeit zu haben und am Ende die maximale Transparenz,
00:21:51: weil sich ja auch im Recyclingprozess ja auch Mengen ändern können
00:21:56: und so weiter, dass man da eben nicht in irgendein Risiko läuft,
00:22:00: da achtet man schon sehr stark drauf,
00:22:01: und das sind sehr, sehr viele Themen, auch unabhängig von jetzt
00:22:05: den großen Buzzwörtern, Digitalisierung, KI,
00:22:08: glaube ich auch schon in der Vergangenheit ein wichtiger Aspekt gewesen,
00:22:12: nur ich glaube, was jetzt
00:22:13: der große Unterschied ist, ist, dass man jetzt sieht:
00:22:17: Man hat jetzt noch viel mehr Möglichkeiten und nimmt noch mehr wahr,
00:22:21: was machbar ist
00:22:22: und entwickelt sich eben noch stärker und noch fokussierter in die Themen rein.
00:22:26: Und vielleicht hier auch nochmal
00:22:27: zunächst ein Ausschnitt aus dem Gespräch mit Herrn Wrzesniok-Roßbach:
00:22:31: Nachhaltigkeit ist natürlich heute ein großes Thema.
00:22:34: Die Frage ist, wie werden Edelmetalle eigentlich gefördert?
00:22:36: Das gilt für alle Rohstoffe natürlich, die immer noch neu gefördert werden,
00:22:41: und welche Auswirkungen das hat.
00:22:43: Was jetzt
00:22:45: die Umweltschädigung möglicherweise und die kann man nicht verneinen
00:22:48: durch Bergbau natürlich, die gibt es und die muss minimiert werden.
00:22:53: Was das betrifft, ist das eher etwas Lokales,
00:22:56: das fällt natürlich vor Ort an, es gibt riesige Löcher in der Erde,
00:23:00: wenn es gut läuft, ist es Untertagebau,
00:23:03: dann fällt es über der Erde nicht so auf.
00:23:07: Aber es ist eben ganz wichtig: Wer arbeitet da?
00:23:09: Ich hatte vorhin schon das Thema angesprochen, also natürlich
00:23:13: darf es keine Kinderarbeit
00:23:15: in dem Bereich geben.
00:23:18: Wie wird Vorort gewirtschaftet?
00:23:19: Wie wird mit lokalen Communities, also mit
00:23:24: Leuten, die dort vielleicht eben
00:23:26: leben, Dörfer haben,
00:23:30: ihre Landwirtschaft betreiben – wie wird damit umgegangen? Ganz wichtiges Thema.
00:23:33: Das ist jetzt nicht so sehr ein technisches Thema,
00:23:35: ich glaube, das sind ja viele politische Themen auch mit dabei
00:23:38: und da muss in Zukunft natürlich noch genauer hingeschaut werden
00:23:42: als in der Vergangenheit,
00:23:43: wobei man sagen kann, da passiert auch schon sehr viel.
00:23:45: Also gerade, was größere Bergbaukonzerne angeht, die haben heute schon
00:23:52: ganz klar ihren Fokus darauf,
00:23:54: auch welchen Impact haben die
00:23:56: eigentlich lokal und wie können sie die Situation dort verbessern?
00:24:00: Mir ist tatsächlich, nachdem ich diesen Ton gehört habe, diesen Ausschnitt,
00:24:05: ist mir noch hängengeblieben
00:24:06: eine weitere Stelle, die er mit uns geteilt hat
00:24:10: in dem gemeinsamen Gespräch, das ihr beiden hattet.
00:24:13: Und da dachte ich danach auch so:
00:24:15: Die Edelmetallbranche hat eben auch Aspekte, in
00:24:19: der Nachhaltigkeit oder Recycling vielleicht auch schon immer eine Rolle gespielt haben.
00:24:23: Wer heute eine Münze oder einen Goldbarren kauft,
00:24:26: der kann davon ausgehen, dass auch ein Atom von der Krone
00:24:30: von Kleopatra mit drin ist.
00:24:33: Lassen wir auch einfach mal genauso stehen.
00:24:35: Also auch das ein interessanter Fun Fact,
00:24:39: aber ich möchte nochmal, Stephan, mit dir ein bisschen in Richtung Zukunft blicken.
00:24:43: Nachhaltigkeit, KI, Digitalisierung haben wir ja angesprochen.
00:24:47: Wenn du tatsächlich Wünsche frei hättest für die Entwicklung der Edelmetallbranche,
00:24:51: auch aus deiner Expertise heraus, welche wären das?
00:24:54: Also zum
00:24:55: einen wäre es mir natürlich persönlich
00:24:58: würde ich mich drüber freuen,
00:24:59: wenn sich
00:25:00: die Entscheider der Edelmetallbranche
00:25:02: auch mal das Interview tatsächlich mal komplett anschauen würden
00:25:04: von Wolfgang und mir, weil da sind ja schon auch viele Zwischentöne gewesen,
00:25:09: die sicherlich schon transparent sind und auch bewusst sind
00:25:15: den einzelnen Menschen oder vielleicht auch nicht,
00:25:19: und da eben wirklich die Sinne zu schärfen, offen zu sein
00:25:22: für die Themen, die wir angesprochen haben,
00:25:24: weil ich glaube, die decken alles ab
00:25:26: und dann würde ich mich natürlich freuen, wenn wir da
00:25:29: irgendwie ins Gespräch kommen können, wo wir Sie auch unterstützen können.
00:25:33: Und da beim Punkt "unterstützen"
00:25:35: knüpfe ich vielleicht auch nochmal an, Stephan, möchte ich auch nochmal konkret
00:25:38: fragen: Was kannst du unseren Hörerinnen und Hörern in dem Zusammenhang noch mitgeben?
00:25:43: Ja, seid offen für die gesamten Themen,
00:25:45: vor allem was da auf dem Zukunftsforum Edelmetalle so besprochen wurde,
00:25:49: den Trend, der da wahrgenommen wird; bleibt am Zahn der Zeit,
00:25:52: geht mit der Zeit mit, weil
00:25:55: wenn man nicht mit der Zeit mitgeht, bleibt man stehen.
00:25:57: Das sind im Prinzip die alten Sprüche, die man aus der Vergangenheit kennt.
00:26:00: Nichtsdestotrotz den Grundsätzen und den Werten aus der Vergangenheit
00:26:05: bitte trotzdem treu bleiben, weil letztendlich ist es sonst
00:26:09: alles oder nichts aus meiner Sicht
00:26:11: und der nächste Punkt ist: Nicht alles Neue ist unbedingt besser als das Alte,
00:26:17: auch da genau hingucken.
00:26:18: Das ist eben letztendlich genau der Punkt, der mir wichtig ist,
00:26:22: genau hingucken: Was ist sinnig; was ist nicht sinnig?
00:26:24: Und das wären so die Hauptpunkte, die ich nennen würde.
00:26:28: Das war unsere Folge zur Edelmetallbranche.
00:26:31: Zunächst einmal vielen Dank, Stephan Koob, für das Gespräch und natürlich auch
00:26:35: für die Einspieler, die wir haben konnten aus eurem Gespräch mit Wolfgang
00:26:39: Wrzesniok-Roßbach und die Einblicke. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten,
00:26:42: in den Shownotes finden Sie natürlich das komplette Video-Interview
00:26:46: zwischen Stephan Koob und Wolfgang Wrzesniok-Roßbach und weitere
00:26:49: Informationen und Kontaktdaten,
00:26:51: und wenn Sie möchten, dann hören wir uns bald wieder hier.
00:26:53: Lassen Sie uns gerne einen Daumen hoch da, wenn Sie möchten
00:26:56: oder abonnieren Sie uns, dann kriegen Sie mit, wenn wir nochmal hier sind.
00:26:59: Bis zum nächsten Mal, tschüss!
00:27:00: Das war re:invented, der Business Podcast von Scheer IDS.
00:27:05: Mehr Impulse, Best Practices und Hintergründe
00:27:08: finden Sie auf scheer-ids.de.
00:27:11: Wenn Sie wollen, hören wir uns in der nächsten Folge wieder.
00:27:14: Bis dahin machen Sie es gut.
00:39:27: Man sagt im Prinzip immer noch
00:39:29: 97 % allen Goldes, das jemals gefördert wurde,
00:39:33: ist noch irgendwo im Umlauf oder wieder im Umlauf.
00:39:37: Und nur 3 % sind tatsächlich
00:39:39: irgendwelche Schiffe sind untergegangen oder es ist vergraben worden.
00:39:42: Nur 3 % sind tatsächlich verloren gegangen.
00:39:45: Insbesondere Gold wird seit 6000 Jahren recycelt.
00:39:48: Seit wir uns gegen Muscheln und für Gold entschieden haben,
00:39:51: als wertbar auf Wertaufbewahrungsmittel.
00:39:54: Das Thema Recycling.
00:39:56: Ich hatte vorhin ja schon mal gesagt also alles Gold
00:40:01: und auch die Platinmetalle, die sehr teuer sind,
00:40:04: werden im Prinzip
00:40:07: schon immer.
00:40:08: Also Platin ist die Entdeckung der Platin Metalle.
00:40:12: Die ist noch nicht so alt, dass es eine Frage der letzten 200 Jahre,
00:40:16: aber es wird immer wieder recycelt.
00:40:19: Die werden natürlich nie industriell eingesetzt.
00:40:21: Auf der anderen Seite hat man das Gold, das eben
00:40:23: seit 6000 Jahren recycelt wird, egal ob es für Kunstgegenstände verwendet wurde,
00:40:28: ob es als Wertspeicher verwendet wurde, ob es für Schmuck verwendet wurde.
00:40:34: Gold wurde immer wieder recycelt.
00:40:36: Also wenn man heute sich fragt, warum gibt es so viele
00:40:39: steinerne Statuen von irgendwelchen römischen Kaisern,
00:40:43: dann ist die Antwort Die Steine wurden eben nicht recycelt.
00:40:45: Es gab auch goldene Statuen
00:40:47: von den römischen Kaisern, aber sobald der eine weg war wurde,
00:40:50: wurde der die Statue eingeschmolzen und und die des nächsten
00:40:54: Kaisers wurde eben hergestellt.
00:40:56: Also das ist etwas, was wir beobachten.
Neuer Kommentar